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Stralsund Vogelgrippe breitet sich im Landkreis rasant aus
Vorpommern Stralsund Vogelgrippe breitet sich im Landkreis rasant aus
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00:01 23.11.2016

. Die Vogelgrippe im Landkreis Vorpommern-Rügen breitet sich weiter aus. „Es gibt immer mehr erkrankte Wildvögel. Die Meldungen aus der Bevölkerung lassen nicht nach“, sagte Kreissprecher Olaf Manzke gestern.

Deswegen hat sich die Verwaltung dazu entschlossen, nahezu alle Gebiete in Vorpommern-Rügen, die sich nördlich der B105 befinden, zum Beobachtungsgebiet zu erklären. Eine genaue Auflistung der betroffenen Gemeinden ist auf der Internetseite des Landkreises einsehbar. Bewohner des Beobachtungsgebietes dürfen ihre Katzen und Hunde nicht frei herumlaufen lassen. Geflügel muss in Ställen untergebracht werden. Gehaltene Vögel dürfen nicht aus dem Gebiet entfernt werden.

Außerdem wurden mehrere Orte zu Sperrbezirken erklärt. Dazu zählen unter anderem die Ortsteile Kinnbackenhagen, Batevitz und Bisdorf der Gemeinde Groß Mohrdorf. Barhöft und Klausdorf sind ebenfalls betroffen. Dort herrschen noch strengere Regeln: Gehaltene Vögel, Bruteier und Fleischerzeugnisse dürfen den Sperrbezirk nicht verlassen. Die Jagd auf Federwild ist untersagt. Tierhalter müssen vor Geflügelställen Hygienematten auslegen. Betriebsfremde Personen dürfen die Anlagen nicht betreten, mit Ausnahme des Tierarztes und Mitarbeiter der Seuchenbekämpfung.

Der Schutz vor dem hochgefährlichen Virus H5N8 zwingt auch Sassnitz auf Rügen zu drastischen Maßnahmen. Dort ist ein Besuch des einzigen Tierparks zurzeit unmöglich. Die Anlage ist gesperrt. „Wir mussten den Tierpark nach einem bestätigten Fall von Vogelgrippe auf Anordnung schließen“, sagt Bürgermeister Frank Kracht (parteilos). Von dem Vogelgrippe-Fall ist der Tierpark nach Angaben des Bürgermeisters selbst betroffen. In der Anlage, die mit ihrem Teich für Wassergeflügel und dessen Fütterung auch Wildvögel anzieht, sei ein verendetes Tier entdeckt und inzwischen untersucht worden.

Der Verdacht habe sich bestätigt. „Der Vogel war mit dem hochgefährlichen Virus infiziert“, so Kracht.

Sämtliche Vögel in der Anlage am Steinbachweg seien eingestallt oder Volieren mit Schutzvorrichtungen ausstaffiert worden, die einen Kontakt mit Wildvögeln verhindern. Der Landkreis Vorpommern-Rügen reagierte sofort und erließ eine Tierseuchenverfügung zur Festsetzung eines Sperrbezirkes. Zu dem gehört nicht nur das Tierpark-Gelände. Zu dieser Sperrzone zählen das gesamte Stadtgebiet von Sassnitz und umliegende Orte. Die erteilten Auflagen zum Schutz vor der Geflügelpest gehen im Tierpark Sassnitz sogar noch weiter. Der Bestand müsse teilweise reduziert werden, so Kracht. „Alle Tiere, die direkten Kontakt mit dem Teich der Anlage hatten, müssen getötet werden.“

Krisenzentrum unter: www.lk-vr.de

OZ

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