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Stralsund Vom Koch bis zum Tiefbauer
Vorpommern Stralsund Vom Koch bis zum Tiefbauer
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12:33 24.03.2014
Tribsees

Die orangefarbenen Hosen der Lehrlinge leuchten schon von weitem in der Sonne. Die jungen Leute wirbeln sowohl auf dem Hof als auch in den Werkhallen des BBV-Komplexes. Schließlich ist für das zweite Ausbildungsjahr Prüfung angesagt da muss alles vorbereitet werden.

„Seit 1992 bilden wir hier in Tribsees die Straßenwärter des gesamten Landes aus“, berichtet BBV-Chef Ulrich Braun nicht ohne Stolz und hat gleich Zahlen parat. „Bis 2000 haben insgesamt 360 ihre Prüfung bei uns abgelegt.“ Untergebracht sind die Jugendlichen während ihrer Lehre im hauseigenen Internat, und sie werden auch hier bekocht und betreut.

Doch nicht nur Straßenwärter bekommen in der Trebelstadt ihr Rüstzeug. So wurden seit 1991 Metall- oder Wasserbauer ausgebildet. Bis 1998 gab es auch Maurer- und Hochbau-Azubis. 1994 kamen Köche hinzu. Und seit 1996 gehört auch die Lehre zum Baugeräteführer zum Angebot des Bildunsgvereins.

„Neben der Lehrlingsausbildung sind für uns Umschulung und Fortbildung ein wichtiges Standbein, das wir gemeinsam mit dem Arbeitsamt Stralsund aufgebaut haben“, erklärt Klaus Tschernatsch, der zweite Mann im Führungsduo, gegenüber OZ. Tiefbauhelfer, Hausmeister, Köche, Hauswirtschafterinnen und Gerüstbauer meisterten in der Willi-Braun-Straße eine zweite Ausbildung. Besonders begehrt ist seit 1999 auch der IHK-Schein „Geprüfter Baumaschinenführer“.

Jugendliche, die noch nicht berufsreif sind, werden im Verein seit 1992 auf eine Lehre vorbereitet. Sie schnuppern in die Berufe Garten- und Landschaftsbauer, Hauswirtschafter, Straßen- und Tiefbauer sowie in die Metallbranche. 365 Jugendliche absolvierten bisher diesen einjährigen Kurs.

In den Wintermonaten bietet der Berufsbildungsverein Tribsees zudem im Auftrag des Bauernverbandes Schulungen und Seminare für Landwirte an.

Hervorgegangen aus der Betriebsschule „Willi Braun“, die zu Wendezeiten in das NTU-Bildungszentrum umgewandelt wurde, blickt der BBV auf zehn Jahre mit Höhen und Tiefen zurück. „Eins steht jedoch fest, unsere Ausbildungsstruktur hat sich bewährt. Doch um weiter auf dem Markt bestehen zu können, müssen wir die traditionelle Ausbildung an diesem Ort ständig entwickeln, neue Konzepte erarbeiten“, sagt Ulrich Braun. Der 63-Jährige weiß, dass ohne Investitionen nichts läuft. Und auch Klaus Tschernatsch sieht keinen anderen Weg, will man den Standort Tribsees erhalten:

„Wir müssen unsere Ausbildung attraktiv machen und qualitativ weiter voranbringen. Deshalb haben wir ein Computerkabinett für 60 000 Mark eingerichtet oder für die Technikausbildung einen Unimog für ebenfalls 60 000 Mark angeschafft. Außerdem bauen wir auch eine neue Ausbildungshalle in der Grammendorfer Straße“, unterstreicht der 53-Jährige.

Insgesamt 800 000 Mark wird der Neubau kosten. Bis der steht, müssen die 33 Mitarbeiter vom Sozialpädagogen bis zum Ausbilder noch in den zehn Werkstätten und 12 Lehrräumen und Kabinetten in der Willi-Braun-Straße auskommen. Wie das funktioniert davon können sich die Geburtstagsgäste zum „10.“ in diesen Tagen überzeugen. So steht am Freitag der große Festempfang ins Haus, Ausstellung, Sportfest und Betriebsfete gehören ebenso zum Programm im Jubiläumsjahr.



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