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Von Ehebrüchen und anderen skurrilen Liebesverwirrungen

Von Ehebrüchen und anderen skurrilen Liebesverwirrungen

Der turbulente Schwank „Sei lieb zu meiner Frau“ sorgte für viele Lacher und einen restlos ausverkauften Saal im Kühlschiff der Alten Brauerei.

Stralsund. Manchmal können die Betrüger auch die Betrogenen sein, und dieser Umstand könnte auch als ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnet werden. In dem Schwank „Sei lieb zu meiner Frau“, der am Donnerstagabend in der Alten Brauerei für unzählige Schenkelklopfer sorgte, beginnt ein gehörnter Ehemann eine Liebschaft mit der Frau des Liebhabers seiner Frau.

OZ-Bild

Der turbulente Schwank „Sei lieb zu meiner Frau“ sorgte für viele Lacher und einen restlos ausverkauften Saal im Kühlschiff der Alten Brauerei.

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Das hört sich alles vielleicht etwas verworren an, aber ist eigentlich ganz einfach: Ein selbstgefälliger Verlagschef namens Karl (Klaus Gehrke als großmäuliger Medienmogul) bändelt mit einer freien Autorin an, der er verspricht, im Moderessort künftig regelmäßig Rezensionen schreiben zu dürfen. Doch Karl steht nicht zu seinem Wort und hält seine Geliebte mit Namen Sabrina (Heidi Weigelt als frech-laszive Gespielin) nur hin. Sabrinas Mann Oscar (Gert Hartmut Schreier als pragmatisch agierender betrogener Gatte), der sich als Comic-Zeichner nur mühsam finanziell über Wasser hält, kommt der Liebschaft auf die Schliche. Oscar ist zwar sauer auf den Nebenbuhler Karl, aber nicht wegen des Seitensprungs, sondern weil der Verlagsboss etwas nachgelassen hat in seinem Bemühen um die Geliebte.

In dem turbulent-rasanten Schwank des erfolgreichen Komödien-Autors René Heinersdorff ging es hoch her, und die Riege der beliebten ostdeutschen Schauspieler setzte die Vorlage routiniert um. Gert Hartmut Schreiers markantes Gesicht kennen noch viele gelernte DDR-Bürger aus diversen „Polizeiruf 110“-Folgen, die vor 1989 gedreht wurden.

Die Präsenz des bis heute gefragten Fernsehlieblings Uta Schorn auf der Bühne war aber ganz sicherlich ein besonderer Grund, warum die Veranstaltung restlos ausverkauft war. Die Schorn-Fans kamen sogar von Rügen extra aufs Festland – unter ihnen auch Jürgen Schröder aus Gademow, der die beliebte TV-Darstellerin endlich einmal live erleben wollte. Brigitte Schwerin und Helga Manthei aus Stralsund bewunderten neben dem komödiantischen Talent auch die schlanke Figur der Schorn.

Übrigens wurde Uta Schorn 1947 in Westdeutschland geboren und zwar in der Nähe von Augsburg, von wo sie 1966 nach Ost-Berlin an die Staatliche Schauspielschule zum Studium ging. Nach ihrem Studienabschluss wurde sie zuerst am Maxim-Gorki-Theater engagiert, und wenig später folgten diverse Rollenangebote für Film und Fernsehen, die sie zu einem TV-Star in der DDR machten.

Auf der Bühne nahmen die Liebesverwirrungen ihren Lauf, bevor es zum großen Showdown kam. Es gab dann doch noch ein versöhnliches Happyend, und das erinnerte stark an amerikanischen Screwball-Komödien. Das Publikum im Saal des ehemaligen Brauereikühlschiffes war jedenfalls restlos begeistert und feierte das Ensemble mit frenetischem Applaus.

Show-Express auf Tour

Der Show-Express Könnern tourt mit der Komödie „Sei lieb zu meiner Frau“ mit den beliebten Fernsehstars in den nächsten Tagen weiter durchs Land.

Wer die Stralsunder Aufführung verpasst hat, kann das Stück heute um 17 Uhr im Rostocker „Moya“ erleben. Sonntag um 16 Uhr wird die Komödie in Grimmen gezeigt. Am 26. Februar um 16 Uhr gibt es dann das Tournee-Finale in Schwerin.

Weitere Infos: www.show-express-könnern.de.

Christian Rödel

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