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Von Yamswurzel mit Erdnusssoße und Maisteig

Stralsund Von Yamswurzel mit Erdnusssoße und Maisteig

Marley Lokonon ist für zwei Wochen zu Gast am Sund. Ein Stipendium ermöglichte dem Gymnasiallehrer aus Benin den Aufenthalt.

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Marley Lokonon aus Benin ist zu Gast am Sund.

Quelle: Miriam Weber

Stralsund. Benin? Was weiß man eigentlich über Benin? „Ich wusste, wo es liegt“, sagt Florian Stramm. Damit hat der Neuntklässler vielen anderen etwas voraus. Doch zumindest am Goethe-Gymnasium wissen die Schüler nun einiges mehr. „Benin liegt in Westafrika, zwischen Togo und Nigeria“, erklärt Marley Lokonon. Der 32-Jährige kommt aus dem afrikanischen Land und ist für knappe zwei Wochen zu Gast am Goethe-Gymnasium. „Dank eines Stipendiums des Goethe-Instituts und vom Verein Experiment ist das möglich“, sagt Marley. Für den Gymnasiallehrer die einmalige Chance für einen ersten Besuch in Deutschland, ja in Europa überhaupt. Zu Hause in Benin unterrichtet er am CEG Le Méridien, einem Gymnasium mit 6000 Schülern Deutsch. Bis zu 60 Mädchen und Jungen sitzen dort in einer Klasse. „Das ist hier ganz anders“, meint Marley.

Lene Paul und Sandra Windolph sind jedenfalls begeistert, einmal mit einem Muttersprachler Französischunterricht zu haben. „Er hat zwar sehr schnell gesprochen, aber das meiste habe ich trotzdem verstanden“, sagt Lene. „Das hat den Unterricht auf jeden Fall aufgelockert und viel lebendiger gemacht“, meint Ben Hubert.

„Den Schülern muss es vor allem Spaß machen zu lernen“, ist Marley Lokonon überzeugt. Da nehmen sich die deutschen und die afrikanischen Schüler nichts. Zu Hause arbeitet er viel mit Musik. „Es gibt einige Lieder über Präpositionen oder Fragewörter mit denen es viel mehr Spaß macht, eine Sprache zu lernen“, erklärt er. Klar sei Deutsch schon eine schwere Sprache, aber: „Ich mag diese Sprache und die spannende Landeskunde, das ist meine Passion.“

Er sei sehr gespannt gewesen auf die Zeit in Deutschland. Manche Klischees haben sich tatsächlich bestätigt. Fleißig, pünktlich und vor allem: „Es gibt für alles Gesetze, das ist unglaublich“, staunt er. Und Marley hat viele Fotos gemacht von den verschiedenen Brötchensorten. „Die sind für meine Schüler zu Hause, damit sie glauben, wie viel unterschiedliches Brot es hier gibt. Bei uns in Benin gibt es zwei Brötchensorten und das war‘s.“ Essen ist für Marley Lokonon, der im kommenden Jahr zum ersten Mal Vater wird, das Stichwort. „Das ist schon eine große Umstellung. Hier gibt es viel Brot und Kartoffeln“, sagt er. „Bei uns wird sehr scharf gegessen und vor allem sind viele Produkte aus Mais gemacht.“ Und dann machte er die Schüler auf ein traditionelles Gericht neugierig: igname pilé.

Das ist gekochte und gestampfte Yamswurzel, die zusammen mit Erdnusssoße gegessen wird.

„Ich fühle mich hier sehr wohl und wurde von meiner Gastfamilie, Anke und Helfried Heubner, herzlich aufgenommen“, so Marley. „Wir waren gemeinsam viel unterwegs. Ich bin sogar auf den Turm der Marienkirche gestiegen, das war ziemlich anstrengend“, sagt er mit einem Lachen. „Doch, ich würde gern mit meiner Familie einmal wiederkommen.“

 

mwe

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