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Von der Kaserne zum Gymnasium mit „Zwergenburg“

Stralsund Von der Kaserne zum Gymnasium mit „Zwergenburg“

Die „Goethe“-Schule wird 65 und feiert das am 8. Oktober / Einst diente das Gebäude als Kaserne / Erst 1951 gingen Mädchen und Jungen zum Lernen in das Haus

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Auf Holzbänken lernten die Schüler 1966 an der Goethe-Schule in der Frankenvorstadt.

Quelle: Fotos: Schulzentrum Am Sund

Stralsund. Mittlerweile umfasst die Chronik der Goethe-Schule fast zehn dicke Ordner. Kein Wunder, bei 65 Jahren „Goethe“. Und dieser Geburtstag wird nun zünftig am 8. Oktober mit einem Tag der offenen Tür und einem Ball gefeiert. Doch werfen wir zunächst einen Blick zurück auf die Anfänge.

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Die „Goethe“-Schule wird 65 und feiert das am 8. Oktober / Einst diente das Gebäude als Kaserne / Erst 1951 gingen Mädchen und Jungen zum Lernen in das Haus

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Ursprünglich als Kaserne genutzt, gab es 1946 die ersten Pläne zum Umbau in eine Schule. Diese Idee wurde schließlich realisiert und 1951 beendet. Damals halfen sogar die Eltern noch mit und bauten einen Zaun um das Schulgelände. 1950 gab es übrigens noch genaue Verpflegungssätze für die Schulspeisung, die zu dieser Zeit 30 Pfennig kostete. Allerdings ist aus der Chronik zu entnehmen, dass es häufig Beanstandungen gab, weil die Fleischrationen zu klein waren und der Sättigungswert zu gering.

Zwei Jahre später, 1953, erhielten die Schüler die ehemalige Exerzierhalle der Kaserne als Turnhalle. In diesem Jahr wurden 801 Schüler in 23 Klassen von 23 Lehrkräften unterrichtet. Bis zum Ende der 50er-Jahre konnte an der Goethe-Schule noch das Abitur abgelegt werden, das war nach der Einführung der Polytechnischen Oberschule, an der die ersten bis zehnten Klassen unterrichtet wurden, zunächst nicht mehr möglich.

In den folgenden Jahren wurde die Schule Stück für Stück weiter umgebaut. Es kamen Fachräume und Experimentierkabinette hinzu und schließlich wurde 1991 aus der Goethe-Schule ein Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Orientierung. Und auch dort ging es mit den Um- und Ausbauten stetig weiter. Weil die Zahl der Schüler immer weiter stieg, musste bald mehr Platz her. Also entstand im Jahr 1995 ein Containerbau auf dem Schulhof, in dem die 5. und 6. Klassen lernen. Und weil das die Jüngsten am Gymnasium sind, erhielt der Bau den liebevollen Spitznamen „Zwergenburg“.

Ein wichtiges Datum markiert 2009, denn in diesem Jahr schlossen sich die Regionale Schule „Gerhart Hauptmann“ und das Goethe--Gymnasium zum Schulzentrum am Sund zusammen. Seitdem ist viel passiert.

Nicht nur, dass ein Jahr später der neu gestaltete Schulhof eingeweiht werden konnte, sondern 2011 begannen auch umfangreiche Sanierungsarbeiten an der alten Goethe-Schule. Für Lehrer und Schüler bedeutete das, dass sie in die einstige Karsten-Sarnow-Schule in Knieper West umzogen. Zwei Jahre später waren dann beim Rückzug alle Strapazen vergessen, als das neu gestaltete Gebäude wieder mit Leben gefüllt wurde. Wie viel vom alten „Goethe“-Charme noch durch die Flure weht, darüber können sich die Besucher bei einer Besichtigung am 8. Oktober selbst ein Bild machen. Mittlerweile lernen am Schulzentrum am Sund 844 Mädchen und Jungen, im gymnasialen Schulteil 444 und in der Orientierungsstufe und dem regionalen Schulteil 400.

Feiertag am 8. Oktober

Am Vormittag des 8. Oktobers steht die Schule von 10 bis 12 Uhr für Rundgänge und Hausbesichtigungen offen. Außerdem wird zu einem Begegnungs-

café in die Mensa eingeladen.

Der Goethe-Ball wird am Abend ab 20 Uhr in der Alten Brauerei gefeiert, Einlass ist ab 19 Uhr. Wer sich dafür noch anmelden möchte, hat noch bis Freitag auf der Homepage der Schule die Gelegenheit dazu.

Am Abend werden auch Schüler unterwegs sein, um mit ehemaligen und jetzigen Schülern und Lehrern Interviews zu führen.

• www.schulzentrum-am-sund.de

Miriam Weber

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