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Vor dem Urlaub nochmal Blut lassen

Stralsund Vor dem Urlaub nochmal Blut lassen

Bevor der klassische Sommerengpass bei den Blutkonserven eintritt, ruft das DRK dazu auf, dass möglichst viele Menschen spenden.

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Doris Brunk, Maximilian Miech und Anja Fuhr (v. l.) in der Blutspendezentrale an der Schwedenschanze. Fotos (5): Miriam Weber

Stralsund. Weiß und Rot. Diese Farben fallen zuerst auf, wenn man die Räumlichkeiten der Blutspendezentrale des Deutschen Roten Kreuzes im Ärztehaus an der Schwedenschanze betritt. Doris Brunk, Medizinisch-technische Assistentin, begrüßt in einem roten T-Shirt die Frauen und Männer, die zum Spenden in die erste Etage gekommen sind. Die Liegen sind rot, als Kontrast sind die Wände weiß. So wie die Blutkörperchen – rot und weiß.

OZ-Bild

Bevor der klassische Sommerengpass bei den Blutkonserven eintritt, ruft das DRK dazu auf, dass möglichst viele Menschen spenden.

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Ein kurzer Piks und schon fließt das Blut. „Ich spende Blut, weil es mir ein Bedürfnis ist, zu helfen“, sagt Ingrid Lorenz bei ihrer 41. Spende, während Krankenschwester Anja Fuhr schaut, ob Nadel und Schlauch gut sitzen. „Eigentlich hatte alles damit angefangen, dass es in unserer Firma einen Spendenaufruf gab. Seitdem gehe ich regelmäßig spenden“, erklärt die 65-jährige Stralsunderin. Sie sei froh, dass es seit Januar wieder einen festen Anlaufpunkt für die Spendewilligen gibt.

Nicht nur Ingrid Lorenz freut sich über den festen Sitz. „Im Vergleich zum vergangen Jahr ist die Zahl der Spender wieder gestiegen“, sagt Iris Kraus vom DRK. Kamen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 2227 Spendenwillige, waren es 2015 im gleichen Zeitraum 1817. Auch bei den Erstspendern gibt es einen Anstieg zu verzeichnen. 166 Frauen und Männer ließen sich in diesem Jahr erstmals den roten Lebenssaft abzapfen, 2015 waren es 136.

Allerdings reichen diese positiven Zahlen nicht aus, um den Bedarf an Blut zu decken. „Nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern gehen Blut spenden“, weiß Iris Kraus. Im Moment sei die Situation zwar noch entspannt, aber „das kommt durch die späten Ferien“, schätzt die DRK-Mitarbeiterin ein. „Aber dann werden wir wieder zu tun haben.“ Nicht nur, dass durch Urlaub einige Spender wegfallen, sondern wegen der Ferien können in einigen Einrichtungen und Institutionen auch keine Termine für das Blutspenden angeboten werden.

Damit gar nicht erst der klassische Sommerengpass auftritt, ruft Iris Klein noch einmal dazu auf, vor Urlaubsantritt noch einmal Blut spenden zu gehen.

„Wir brauchen zwar alle Blutgruppen, aber besonders wichtig sind die negativen. Also Rhesus negativ und 0 Rhesus negativ. „Sie sind so begehrt, weil man sie auch für Menschen nutzen kann, die eigentlich eine andere Blutgruppe haben“, erklärt Iris Kraus.

Wer das Blutabnehmen hinter sich hat, der kann es sich im Nebenraum bei Kaffee, Kuchen und einem kleinen Imbiss gut gehen lassen. Seit 2013 unterstützt Wencke Keidel das Team des DRK ehrenamtlich.

„Ich kümmere mich gern um das Wohlergehen der Spender“, sagt die 42-Jährige. „Es ist einfach schön, wenn man Kontakt zu anderen Menschen hat und so am Leben teilnimmt.“

Regelmäßig zum Spenden

Jeden Dienstag von 13 bis 19 Uhr kann in der Blutspendezentrale im Ärztehaus an der Schwedenschanze Blut gespendet werden.

Einen regelmäßigen Extra-Termin gibt es an jedem ersten Freitag im Monat, ebenfalls von 13 bis 19 Uhr.

Im ersten Halbjahr gab es in Stralsund 2227 Spendenwillige, darunter 166 Erstspender.

Wer sich im Moment Blut abnehmen lässt, bekommt eine kleine Sommerüberraschung geschenkt – eine Kühltasche für Flaschen.

• www.blutspende-mv.de

Miriam Weber

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