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Stralsund Vorpommern-Ticket: Pegel verteidigt Abschaffung
Vorpommern Stralsund Vorpommern-Ticket: Pegel verteidigt Abschaffung
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00:01 06.02.2018
Auch die Usedomer Bäderbahn gehörte zur Tarifgemeinschaft, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 abgeschafft worden ist. Quelle: Foto: Sauer/dpa

Gemeinsame Bahn- und Bustarife in Vorpommern wird es vorerst so rasch nicht mehr geben: Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG verteidigt Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) die Abschaffung des Vorpommern-Tickets.

Die Tarifgemeinschaft Vorpommern sei „von sehr wenigen Partnern auf die Beine gestellt worden“, sagte Pegel. „Meine Kollegen haben wahrgenommen, dass der neue Tarif dann eher Beschwerden als Begeisterung ausgelöst hat. Damals hat sogar Probahn kritisiert, dass wir die Menschen in diesen Gemeinschaftstarif zwingen und Bahn fahren damit am Ende teurer machen würden. Die Idee eines Tarifverbunds oder Gemeinschaftstarifs ist, dass der auch von allen genutzt wird. Das heißt, alle müssen den bezahlen, auch wenn der Tarif minimal teurer ist als eine Einzelfahrkarte, die in diesem Fall aber gar nicht erhältlich ist. Diese Kritik kam immer wieder.“

Die Landesregierung hatte das Vorpommern-Ticket zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 1. Dezember vergangenen Jahres abgeschafft. Grund für den Wegfall des Tickets sei die Neuausschreibung der Bahnstrecken gewesen, sagte eine Sprecherin (die OZ berichtete). Für die zentrale Verbindung von Stralsund nach Greifswald, die allein 50 Prozent der Fahrgäste mit einem Vorpommern-Ticket genutzt haben, gibt es nun das neue, aber teurere Greifswald-Stralsund-Ticket.

Pegel zufolge habe sich die Kritik nach der Abschaffung stark in Grenzen gehalten. „Nach der Abschaffung des Gemeinschaftstarifs gab es in meinem Haus genau zwei E-Mails, in denen ich allenfalls abstrakt kritisiert werde.“

Der Minister forderte die zwei Landkreise in Vorpommern dazu auf, „alle Beteiligten zusammenzutrommeln, um einen Zusammenschluss als Verkehrsverbund zu schaffen. Dazu würden die Busbetriebe und die Bahn gehören. Und auch wir als Land sind dann gerne bereit, unseren Beitrag dazu zu zahlen“, sagte er.

Benjamin Fischer

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