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Stralsund Mehr Beachtung für jugendliches Ehrenamt
Vorpommern Stralsund Mehr Beachtung für jugendliches Ehrenamt
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14:00 07.11.2018
Jugendliche aus dem Kreis Vorpommern-Rügen vom DRK, THW, ASB, Feuerwehr, DLRG und der Rettungshundestaffel machen auf dem Hof des Sicherheitstechnischen Zentrums Stralsund darauf aufmerksam, dass für die Förderung der Nachwuchsarbeit im Blaulichtbereich mehr Hilfe aus der Politik nötig ist. Quelle: Jörg Mattern
Stralsund

Etwa 1800 Mädchen und Jungen sind im Landkreis Vorpommern-Rügen in den Nachwuchsbereichen von Rettungs- und Hilfs-Organisationen wie etwa der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ehrenamtlich tätig. „Klingt viel, ist es aber angesichts einer Bevölkerungszahl von 225 889 Einwohnern sowie weiter Wege im Landkreis nicht“, sagt Ingo Trusheim, Kreisjugendfeuerwehrwart. Dazu kommt aus seiner Sicht: „Während wir die Kinder noch gut erreichen, bekommen wir im Jugendbereich ab etwa 15/16 Jahren Probleme, unsere gut ausgebildeten Mitstreiter zu halten, weil sie allzu oft ihre Lehre oder weitere Ausbildung nicht mehr in der Heimat machen.“ Wie das etwa in der Praxis beim DRK aussieht, weiß Jens Tröger, stellvertretender Kreisleiter des Jugendrotkreuzes Rügen-Stralsund: „Im letzten Jahr ist es uns gerade einmal gelungen, einen Jugendlichen in den Dienst des Sanitätszuges zu überführen.“

Um auf die Situation aufmerksam zu machen und Verbesserungen herbeizuführen, schlossen sich die Nachwuchsorganisationen vor zwei Jahren zur Aktionsplattform „Vorpommerns Jugend unter Blaulicht“ zusammen. Das Gremium machte schnell zentrale Aufgaben aus. „Es herrscht Einigkeit darüber, dass es gelingen muss, für ehrenamtlich tätige Jugendliche einen Mehrwert zu generieren. Andererseits suchen wir Gespräche mit Wirtschaftsverbänden, um Unterstützung zu bekommen, diese Jugendlichen über Ausbildungsstellen in der Region zu halten“, sagt Trusheim, der zudem die Politik in Kreis und Land mit ins Boot holen will.

Eine Idee ist dabei : Mithilfe eines Mehrwert-Zeugnisses in Form einer Urkunde könnte jungen Rettern und Helfern der Ausbildungsstand im Ehrenamt, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz bescheinigt werden. Vorteile, die sie bei der Suche nach einer Ausbildung für einheimische Unternehmer attraktiver machen könnten. Ein Vorhaben, das die Aktionsplattform bereits Patrick Dahlemann (SPD), dem parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern, vorgestellt hat. „Dahlemann fand das gut und avisierte auch sofort finanzielle Unterstützung“, sagt Trusheim. 7500 Euro standen im Förderbescheid. Für den Rest des auf 30 000 Euro veranschlagten Vorhabens fehlen noch Unterstützer.

Doch es geht den Organisatoren nicht vordergründig nur ums Geld. „Wir brauchen regelmäßige Kontakte zur Politik und wollen nicht von einer Wahl zur nächsten auf unsere Probleme aufmerksam machen“, sagt der Kreisjugendfeuerwehrwart. Bei der Anerkennung ehrenamtlichen Engagements als drittem Wahlpflichtfach im Schulunterricht etwa, braucht die Aktionsplattform einfach mal eine klare Ansage. „An manchen Schulen klappt das, an anderen nicht. Manche Schulen erkennen nur den Einsatz für die Feuerwehr an, nicht aber für DRK oder DLRG“, weiß Trusheim.

Stefan Kerth (SPD), seit Oktober Landrat Vorpommern-Rügens, sagt, es sei ihm eine Herzensangelegenheit, gesellschaftlich aktive junge Leute in der Region zu halten. Dazu will Kerth unbedingt das Gespräch mit allen Vertretern der Organisationen des Rettungswesens suchen, insbesondere auch mit der Blaulicht-Jugend, um sich ein Bild von den anstehenden Problemen zu machen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Jörg Mattern

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