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Stralsund Vorsicht, Scherben! Protest gegen Glascontainer im Wohngebiet
Vorpommern Stralsund Vorsicht, Scherben! Protest gegen Glascontainer im Wohngebiet
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00:00 26.03.2014
An der Ecke Zuckerrübenweg/Alte Hafenbahn sollen die Glascontainer aufgestellt werden. Dort spielen viele Kinder aus der Gegend.
Stralsund

Die angekündigte Umsetzung der Glascontainer aus der Gentzkowstraße mitten in das Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik ruft dort jetzt die Anwohner auf den Plan. Wo der Zuckerrübenweg auf die Alte Hafenbahn trifft, sollen die Behälter auf der kleinen Parkfläche ihren neuen Standort erhalten. Nur etwa zehn Meter vor der Terrasse und dem Schlafzimmerfenster der Familie Suske im Zuckerrübenweg.

„Mal abgesehen von der Lärmbelästigung — denn wir befürchten, dass sich viele nicht an die Einwurfzeiten halten — werden die Scherben auf dem Parkplatz ein Problem werden“, schildert Susanne Suske ihre Bedenken. „Wie schnell fährt man sich dann eine Scherbe in den Reifen? Außerdem machen wir uns Sorgen wegen der Kinder, die sich dort verletzten könnten“, ergänzt die zweifache Mutter.

Denn auch wenn die Straße nicht als Spielstraße ausgewiesen ist, tummeln sich in dem Wohngebiet, wo viele junge Familien leben, die Kinder mit Rollern oder Skateboards auf der Straße. Andere lernen dort das Fahrradfahren. Während in der Alten Hafenbahn zumindest einseitig ein Gehweg vorhanden ist, muss der Zuckkerrübenweg ganz ohne auskommen. Deshalb ist den Anwohnern auch das befürchtete höhere Verkehrsaufkommen ein Dorn im Auge, wenn hier öffentliche Glascontainer platziert werden.

Michael Blohm, der direkt neben dem Parkplatz wohnt, betont: „In dieser Gegend, wo in jedem Haus durchschnittlich zwei Kinder leben, geht es uns vorrangig um deren Sicherheit.“ Er vermutet außerdem, die Container sollen umziehen, weil neben dem aktuellen Stellplatz in der Gentzkowstraße Baugrundstücke verkauft werden sollen. „Die lassen sich doch viel besser ohne den hässlichen und lauten Containerstellplatz vermarkten.“

Die Anwohner hoffen jetzt auf eine andere Lösung. „Am besten wären die Container doch auf dem Parkplatz des Penny-Marktes an der Karl-Marx-Straße aufgehoben. Dort fährt doch sowieso jeder hin“, schlägt Katrin Brandt vor. Das sei zwar ein Privatgrundstück, aber vielleicht lasse sich trotzdem eine Lösung finden. Möglicherweise auch in der unmittelbaren Nähe.

Juliane Ose kann diese Bedenken verstehen. Sie wohnt direkt gegenüber des bisherigen Stellplatzes. „An die Einwurfzeiten wird sich nicht gehalten. Selbst an den Weihnachtsfeiertagen hörte man das Klirren“, bestätigt die junge Frau.

Das sind Beschwerden, die über jeden Stellplatz bei dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Rügen eingehen. „Wir können die Bedenken der Anwohner ja verstehen. Aber auch hier hat der Entsorger eine Räumpflicht“, sagt Madlen Arnold. Das soll bedeuten, dass bei der regulären Leerung auch grundsätzlich die Glasscherben im Umfeld zu beseitigen sind. Dass das in der Praxis anders aussieht, wird auch in der Gentzkowstraße deutlich. Dort sollen die Container unter anderem aus Sicherheitsbedenken weichen. Denn da die Straße jetzt als Durchfahrtsstraße — sie ist im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Frankenwall Umleitung — genutzt wird, herrscht ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. „Außerdem wissen die Anwohner im Zuckerrübenweg und an der Alten Hafenbahn, dass dort ein Stellplatz vorgesehen ist. Er war von Anfang an im Bebauungsplan ausgewiesen.“



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