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Waldbrand-Gefahr: Es droht Alarmstufe 4

Grimmen Waldbrand-Gefahr: Es droht Alarmstufe 4

Während es im Westen Mecklenburg-Vorpommerns in den vergangenen Tagen immer wieder zum Teil ergiebige Regenschauer gab, blieb es im Ostteil des Landes trocken.

Grimmen. Während es im Westen Mecklenburg-Vorpommerns in den vergangenen Tagen immer wieder zum Teil ergiebige Regenschauer gab, blieb es im Ostteil des Landes trocken. Damit sowie den derzeit sommerlichen Temperaturen geht erhöhte Gefahr von Waldbränden einher. „Momentan haben wir die Warnstufe drei ausgegeben“, sagt Corinna Abraham, Sachbearbeiterin im Forstamt Poggendorf, wo sie unter anderem für den Forstschutz im Amt zuständig ist.

Die Warnstufe könnte sich ab dem Wochenende sogar auf vier erhöhen. „Wenn es in den nächsten beiden Tagen nicht regnet, werden wir zum Wochenende reagieren“, betont Corinna Abraham.

Das Forstamt Poggendorf fungiert als Waldbrand-Leitforstamt für die Forstämter Rügen, Schuenhagen, Jägerhof, Vorpommersche Boddenlandschaft und natürlich Poggendorf. Besonders auf dem Darß und im Südosten der Insel Rügen sei das Waldbrandrisiko immer etwas höher einzuschätzen als im übrigen Gebiet. „In der Küstenregion ist die Gefahr deutlich höher“, sagt der Leiter des Forstamtes Poggendorf, Thomas Gottlob. Dies hänge zum einen mit dem größeren Anteil an Nadelgehölzen auf den Inseln zusammen, zum anderen mit dem höheren Besucherstrom. Gottlob: „Dort sind einfach sehr viel mehr Menschen in den Wäldern unterwegs als auf dem Festland.“

Und der Faktor Mensch spiele – neben vielen weiteren, wie der relativen Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Niederschlag sowie Windgeschwindigkeit und -richtung – bei der Berechnung der Waldbrandwarnstufen ebenfalls eine Rolle. „Das fängt mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe an und hört bei illegalem Grillen im Wald auf“, so der Poggendorfer Forstamtsleiter. Und im Moment brauche es nicht viel, um einen Waldbrand auszulösen. Gräser seien vertrocknet und auch die Nadeln von Kiefern und Fichten seien trocken, da es in den vergangenen Wochen keinen nennenswerten Niederschlag gegeben habe. Hinzu komme ein stetiger Wind. Mit einem Satz: Es ist überall staubtrocken. „Da genügt ein Funke, um einen Brand auszulösen“, erklärt Thomas Gottlob.

Zum Glück sei im Gebiet des Leitforstamtes Poggendorf in diesem Jahr noch kein Waldbrand gemeldet worden und auch in den zurückliegenden Jahren habe es keine größeren Gefahren gegeben. Deshalb appelliert Gottlob an die Bürger, sich weiterhin entsprechend zu verhalten. Offene Feuer, auch das Grillen, seien im Wald absolut tabu. Claudia Noatnick

OZ

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