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Stralsund Warnstreik bei Stralsunder Pflegedienst Hestia
Vorpommern Stralsund Warnstreik bei Stralsunder Pflegedienst Hestia
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00:05 13.04.2017
Verdi fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag. Quelle: Foto: Stefan Sauer/dpa

Streiks bei der Stralsunder Hestia Pflege- und Heimeinrichtung GmbH: Nach Angaben des Betriebsrates haben sich gestern Vormittag 30 der insgesamt rund 150 Mitarbeiter an einer Protestveranstaltung beteiligt. Dazu hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen.

Grund für den Ausstand ist ein Konflikt um die Schaffung eines Haustarifvertrages für die Hestia. In diesem Zusammenhang fordert Verdi deutliche Lohnsteigerungen, einheitliche Zuschläge und mehr Urlaub. Die aktuelle Vergütung der Hestia-Mitarbeiter liege etwa 20 Prozent unterhalb des Lohnes für Sozial- und Pflegeberufe im öffentlichen Dienst, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Johannes Brückner. Bislang habe sich die Firmenleitung Gesprächen mit der Gewerkschaft verweigert. Die Gewerkschaft sei zu Verhandlungen bereit.

Geschäftsführer Christian Offermann widerspricht. „Der Arbeitskampf ist unangemessen“, sagte er. Demnach würden bei Hestia die Mitarbeiter mehr verdienen als beim größten Pflegedienstanbieter in Stralsund und Umgebung, der einen Haustarifvertrag mit Verdi abgeschlossen habe. Ursache für die im Vergleich zum Süden Deutschlands geringere Bezahlung seien die im Vergleich zum Bundesschnitt niedrigen Pflegesätze in Mecklenburg-Vorpommern. Seit geraumer Zeit versuche Verdi die Mitarbeiter zu manipulieren, um Mitglieder zu gewinnen und Einfluss auf den Betrieb zu nehmen, sagte Offermann.

Seinen Angaben zufolge verdient eine examinierte Pflegekraft bei Hestia 2167 Euro, im örtlichen Vergleich seien es 2070 Euro.

Auch bei den schlechter bezahlten Jobs für niedrig qualifizierte Berufsgruppen liege die Hestia über den Löhnen anderer örtlicher Anbieter, sagte Offermann. Demnach verdiene ein Pflegehelfer ohne Ausbildung mit 1953 Euro knapp 140 Euro mehr als in Stralsund und Umgebung üblich. Zudem erhielten die Mitarbeiter ein Weihnachtsgeld in Höhe von 75 Prozent ihres Lohnes und 250 Euro Urlaubsgeld.

Offermann unterstellt Verdi, „vorrangig politische Interessen zu verfolgen“. Bei den Verhandlungen sollten aus seiner Sicht indes „vor allem betriebliche Interessen im Mittelpunkt stehen“. Ohne einen Haustarifvertrag wäre Verdi von künftigen Gehaltsverhandlungsrunden weiter ausgeschlossen. Offermann: „Ich möchte hier keine externen Leute am Tisch haben.“

mr/bfi

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