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Stralsund Warum heißt es Ballastkiste?
Vorpommern Stralsund Warum heißt es Ballastkiste?
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07:26 28.04.2016
1875 wurde die Steinerne Fischbrücke gebaut. Ihren Namen erhielt sie, weil es bereits eine hölzerne Fischbrücke in Stralsund gab.

Segelschiffe, die früher ihre Waren in die Hansestadt brachten, brauchten Ballast, um wieder in See stechen zu können. Ansonsten waren sie nicht seetüchtig. Dafür nutzte man Sand und Steine, die auf der Fläche gelagert wurden, die wir noch heute als Ballastkiste kennen. Im Jahr 1901 erhielten die Ballastgüter ein einfaches Schutzdach. Später wurde alles zu einem Schuppen verkleidet. Dieses Gebäude steht noch heute und beherbergt mittlerweile die Diskothek „Zur Werkstatt“. Das einzelne Haus in unmittelbarer Nachbarschaft, errichtet 1909, war das Zollabfertigungsgebäude.

Ermordet wurde dort niemand

Da suggeriert der Name etwas Falsches, denn in dem sogenannten Dreimörderhaus an der Ecke Tribseer Straße und Katharinenberg haben nie drei Mörder gelebt. Und auch umgebracht wurde dort niemand. Das imposante Gebäude stammt aus dem Jahr 1912. Drei Ärzte gehörten zu den ersten Mietern und hatten in dem Haus ihre Praxen. Ein Frauenarzt, ein Internist und ein HNO-Spezialist kümmerten sich um ihre Patienten. Obwohl es rechtschaffene Ärzte waren und es eigentlich keinen trifftigen Grund dafür gab, verpassten die Stralsunder dem Bau den Namen Dreimörderhaus. mwe

Ein Pinguin aus Pappe wies den Weg

Ein Trinkhäuschen und Ausflugslokal zog einst Feierlustige und Ausflügler zum Gelände an der heutigen Kreuzung Tribseer Damm und Knieperdamm am Knieperteich. Der Besitzer stellte damals einen Pinguin aus Pappe vor die Tür, um auf sein Lokal aufmerksam zu machen. Schnell hieß die kleine grüne Oase mit Wasserspielen und Gaststätte im Volksmund nur noch Pinguingarten. mwe

Einmal umsteigen am Ostkreuz

Nur keine falsche Bescheidenheit, dachten sich wohl die Hansestädter, als sie „ihr“ Ostkreuz nach dem Berliner Ostkreuz benannten. Seit 1900 fuhr die Straßenbahn durch Stralsund.

Zunächst führte die Strecke von der Mönch- über die Heilgeiststraße. Drei Jahre später gab es zwei Linien. Der große Umsteigepunkt befand sich an der Kreuzung Ossenreyerstraße und Heilgeiststraße, dem Ostkreuz. mwe

Schön kühl musste es sein

Heute punktet der Buttergang im Rathaus vor allem mit dem schönen Blick auf das Westportal der Nikolaikirche. Den Namen hat er jedoch einer sehr praktischen Funktion zu verdanken.

Denn in diesem Gang zieht es immer und es ist kühl. Perfekt für die Händler, die im Rathaus, das früher ein Kophus, also ein Kaufhaus war, ihre Butter verkauften. Denn die muss nun mal kühl gelagert werden. mwe

Fische, die auf Brücken landen

Der Blickfang an der riesigen freien Fläche am Stralsunder Hafen ist das historische Lotsenhäuschen, in dem sich heute das Hafenamt befindet. Es steht direkt an der Steinernen Fischbrücke, die im Jahr 1875 gebaut wurde. Wie der Name bereits verrät, machten dort früher die Boote fest, um Fisch abzuladen. Das „steinerne“ ist darauf zurückzuführen, dass es bereits eine hölzerne Fischbrücke gab. mwe

Über viele Jahre haben sich in der Hansestadt für einige Häuser oder Straßen individuelle Namen entwickelt. Was steckt eigentlich hinter diesen Bezeichnungen?

Buttergang

Dreimörderhaus

Steinerne Fischbrücke

Pinguingarten

Ostkreuz

Ballastkiste

Von mwe

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