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Warum werfen junge Leute ihre Lehre hin?

Stralsund Warum werfen junge Leute ihre Lehre hin?

Studie will mögliche Gründe erforschen und dem Negativtrend entgegen wirken.

Stralsund. In Mecklenburg-Vorpommern bricht jeder sechste Azubi seine Ausbildung ab. In keinem anderen Bundesland sind es mehr. Das Regionale Übergangsmanagement Vorpommern-Rügen (RÜM) will jetzt der Frage nachgehen, warum das so ist und wie man am effektivsten gegensteuern kann.

Deshalb wurde gemeinsam mit dem Regionalen Übergangsmanagement Neubrandenburg eine empirische Untersuchung gestartet.

Professor Werner Freigang will dazu sowohl Ausbildungsabbrecher als auch Berufsschullehrer parallel befragen. Anschließend will er mit seinem Team erörtern, was anders gestaltet werden muss, um den Übergang von der Schule zur Ausbildung besser zu gestalten.

Die Untersuchung befragt Jugendliche konkret zu ihrer jeweiligen Berufswahlentscheidung und natürlich nach den Erwartungen sowie den Gründen, die letztlich zum Abbruch geführt haben.

Um einen Stadt-Land-Vergleich zu erhalten, arbeiten hierbei die RÜM‘s von Vorpommern-Rügen und der Stadt Neubrandenburg eng zusammen.

„Wenn ein junger Mensch eine Ausbildung oder ein Studium abbricht, ist das nicht nur für den Betroffenen eine schwierige Entscheidung. Manchmal ist dies auch so etwas wie eine Niederlage, denn derartige Abbrüche sind auch für den Ausbildungsbetrieb mit Aufwand und Ärger verbunden. Möglicherweise hatte eine der beiden Seiten andere Vorstellungen oder beide Seiten unrealistische Erwartungen, sagt Antje Post, die Leiterin der Koordinierungsstelle. „Unter Umständen kann auch eine nicht hinreichende Vorbereitung auf die Ausbildung ein Grund für den späteren Abbruch sein“, meint Antje Post, die Leiterin der Koordinierungsstelle „Leuchtturm“ des RÜM Vorpommern-Rügens.

Ausbildungsabbrüchen müsse deshalb entscheidend entgegengewirkt werden, ist sie überzeugt. Sie bedeuten immer auch einen Ressourcenverlust und können sich stark demotivierend auswirken. Das gilt sowohl für Jugendliche als auch für den Ausbildungsbetrieb.Im schlimmsten Fall führen Abbrüche sogar auch zum Ausstieg aus der Bildungsbeteiligung des Jugendlichen wie auch des Betriebes“, weiß Antje Post.

Deshalb sei es notwendig zu wissen, wer oder was wesentlichen Einfluss auf die Berufswahlentscheidung des Einzelnen gehabt hat und welche Gründe speziell in Vorpommern-Rügen zum Abbruch von Ausbildungen führen. Ganz wichtig sei zu wissen, was sich die Jugendlichen vor und während der Berufsausbildung gewünscht hätten, um primär möglichen Abbruchsituationen vorzubeugen. Mit der gestarteten Untersuchung will man eine umfassende Informationen erhalten, die eine Rekonstruktion von Berufswahlentscheidungen in der biografischen Entwicklung zulassen. Die Befragungsergebnisse sollen anschließend veröffentlicht werden.

OZ

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