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Stralsund Weltklasse-Sportler treffen sich zum ersten Strandkugelstoßen
Vorpommern Stralsund Weltklasse-Sportler treffen sich zum ersten Strandkugelstoßen
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04:43 30.08.2013

Zürich-Berlin-Brüssel-Binz — so lautet die Marschrichtung für Deutschlands Kugelstoß-Elite in den nächsten Tagen. Nach den großen Meetings in den Metropolen Europas zelebrieren die Spitzensportler ihren Saisonabschluss in Rügens größtem Ostseebad. Am 8. September findet ab 13 Uhr eine Weltpremiere unterhalb des Kurplatzes statt: Das erste Binzer Strandkugelstoßen. Bei dem Stelldichein der Weltklasse-Kugelstoßer gehen der frisch gebackene Weltmeister von Moskau, David Storl (Chemnitz), und die Silbermedaillengewinnerin Christina Schwanitz (Erzgebirge) an den Start.

Und mit ihnen auch die Kugelstoß-Legenden Nadine Kleinert (Magdeburg) und Ralf Bartels sowie Nachwuchsweltmeister Patrick Müller (beide Neubrandenburg). Moderiert wird dieses Event, das von IFA Rügen Hotel & Ferienpark und der Kurverwaltung Binz veranstaltet wird, von der früheren Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss. Als Zuschauer haben sich zudem die frühere dreifache Diskus-Weltmeisterin Franka Dietsch sowie die erfolgreiche Kanutin Carolin Leonhardt angesagt, die mit Storl leiert ist.

„Die Idee dazu entstand im Januar in einer kreativen Runde nach dem 14. Internationalen Kugelstoßmeeting in Sassnitz“, sagt Kurdirektor Knut Schäfer. Athleten und Bundestrainer seien sofort begeistert davon gewesen. „Dass wir jetzt sogar den neuen Weltmeister in Binz begrüßen dürfen, ist natürlich besonders toll“, freut sich Schäfer. Und auch darüber, dass die Sportler allesamt kein Startgeld nehmen. Zusammengetrommelt hat die Kugelstoß-Elite wieder einmal Rolf Erler, „Vater“ des Sassnitzer Kugelstoßmeetings, das im Januar nach jahrelanger Pause eine begeisternde Neuauflage mit 600 Zuschauern erlebte. Wenn Erler ruft, dann kommen sie alle. „Das liegt an meinen guten Kontakten, ich bin ja selbst aus Chemnitz“, lacht der 64-Jährige verschmitzt, dem man den sächsischen Dialekt auch nach über 30 Jahren an der Küste noch anhört. Den Draht zur Leichtathletik bekam Erler schon als junger Sportler. Er war Ende der 60er Jahre Schwimmer bei der BSG Wismut. „Wir haben immer mit den Leichtathleten vom SC Karl-Marx- Stadt Fußball gespielt“, erinnert sich Erler. Deren Hochsprungtrainer war damals Erich Drechsler, der spätere Trainer und Schwiegervater von Ausnahmeathletin Heike Drechsler. „Wir sind bis heute gut befreundet.“, erzählt Erler, der Patenonkel von Heike Drechslers Sohn Tony ist. Nicht nur die Kulisse, sondern auch das Reglement wird in Binz ein besonders für die Sportler sein, kündigt Erler an. Die Athleten haben sechs Versuche, sie am Ende addiert werden. „Es geht darum, wer zuerst die 100-Meter-Marke knackt“, so Erler. Doppelweltmeister David Storl hat schon angekündigt, die Kugel aus dem Stand zu stoßen. Der 23jährige, fast zwei Meter große Hüne habe etwas Angst, dass er zu viele Fehlversuche hat, weiß Erler. Denn bei allem Spaß bei diesem Schauwettkampf nehmen die Athleten die Sache trotzdem sehr ernst. Auch Ralf Bartes, Europameister von 2006, will sicher noch einmal einen raushauen. Schließlich will der Recke, der vor zwei Jahren von David Storl als bester deutscher Kugelstoßer abgelöst wurde, zum Abschluss seiner Karriere noch ein Achtungszeichen setzten. Auch für Nadine Kleinert, Vize-Olympiasiegerin von 2004, wird es der letzte Auftritt als aktive Sportlerin. Den hatte Astrid Kumbernuss schon 2005. Dennoch hoffen die Veranstalter, dass sie es sich nicht nehmen lassen wird und auch in den Ring im Binzer Strandsand steigt.

Gerit Herold

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