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Stralsund Willi am Ziel seiner Träume
Vorpommern Stralsund Willi am Ziel seiner Träume
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00:00 07.10.2017
Zwischenstopp in Charlottetown in Canada. Die Stadt gefiel der Familie richtig gut.

„Du hast es geschafft, Willi!“, prangt in großen Lettern auf dem Banner. Das haben Bärbel und Willi Trost bei der Einfahrt des Kreuzfahrtschiffs in den New Yorker Hafen für ihren Sohn Willi entrollt. „Das hat uns eine Stralsunder Freundin mitgegeben“, sagt Bärbel Trost.

Stralsunder (19) fuhr dank zahlreicher Spenden nach New York

Mit der Reise nach New York ist für den schwerkranken Willi ein Traum in Erfüllung gegangen. Der 19-Jährige leidet an Muskeldystrophie und ist auf einen speziellen Rollstuhl angewiesen. In einer großen Spendenaktion haben Leser der OSTSEE-ZEITUNG und viele Unterstützer gemeinsam mit der Aktion Kindertraum dafür gesorgt, dass Willi die Reise mit seinen Eltern und den beiden Pflegern Antonia Betker und Michele André Schröter mit einem Kreuzfahrtschiff antreten konnte. Ein Flug kam wegen des Rollstuhls nicht infrage.

„Als ich die Freiheitsstatue das erste Mal erblickte, war das fast unwirklich“, erinnert sich Willi. „So richtig habe ich es in dem Moment nicht begriffen, dass ich jetzt wirklich am Ziel bin“, sagt der Fachgymnasiast. „Ich bin den vielen Unterstützern, die diese Reise ermöglicht haben und die ich am liebsten alle einzeln aufzählen würde, unendlich dankbar.“

In New York war an jedem Tag volles Programm angesagt. „Alles, was in der Zeit möglich war, haben wir mitgenommen“, sagt Ronny Trost. So gab es eine private Stadtführung und Besuche des Central Parks, des Ground Zero, des Time Square oder des One World Centers. Und dort passierte den Trosts etwas Witziges. „Wir standen gerade an, als zwei Frauen auf uns zukamen und uns auf Deutsch ansprachen. Die beiden waren tatsächlich aus Stralsund und ebenfalls für einen Aufenthalt in New York. Sie hatten in der OZ alles über Willi verfolgt und ihn dann dort erkannt. Verrückt“, sagt sie und lacht dabei.

Fragt man Willi nach dem schönsten Moment in New York, kann er das gar nicht so genau sagen. „Der Gesamteindruck war fantastisch. Die Skyline zu sehen und durch die Stadt zu gehen und das alles gemeinsam mit meinen Eltern zu erleben.“ Denen erging es ähnlich wie ihrem Sohn. „So richtig realisierten wir das alles erst Stück für Stück“, sagt Ronny Trost.

Mittlerweile ist die Familie wieder im Stralsunder Alltag angekommen und schaut sich immer wieder gern die Fotos an. Dann kommen die drei gemeinsam ins Schwärmen und erinnern sich an die vielen schönen Momente.

Miriam Weber

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