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2,3 Kilometer Schienen: Neues Gleis zum Frankenhafen

Stralsund 2,3 Kilometer Schienen: Neues Gleis zum Frankenhafen

In zwei Wochen wird die stillgelegte Bahnbrücke herausgehoben

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Das Schotterbett für die Verlegung der nächsten Schienen zur Gleisanbindung des Frankenhafens wird vorbereitet. FOTOS (3): MARLIES WALTHER

Stralsund. Das Bergfest hat die Baumaßnahme zur verkehrstechnischen Anbindung des Frankenhafens hinter sich. Meter um Meter arbeiten sich die Spezialfahrzeuge vorwärts, bereiten das Schotterbett vor und verlegen die Schienen für das neue Hafengleis.

 

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Alle arbeiten super zusammen.Steffen Klar, Projektleiter

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Ein Hafen ohne Gleise ist nur ein halber Hafen.Sören Jurrat, Chef des Seehafens

„Seit dem ersten Spatenstich im August 2016 hat sich hier eine Menge getan“, sagt Sören Jurrat, Leiter der SWS Seehafen Stralsund GmbH. 2,3 Kilometer misst die Strecke, die künftig das maritime Gewerbegebiet über ein neues Betriebsgleis mit dem Netz der Deutschen Bahn verbinden wird. Über die Verladestelle Rügendammbahnhof. Und wenn alles weiter gut läuft, soll im nächsten September der erste Zug bis an die Kaikante rollen. „Ein Hafen ohne Gleise ist nur ein halber Hafen“, sagt Jurrat. „Wenn man auf dem Markt bestehen will, muss man die Infrastruktur auf die künftige Entwicklung einstellen“, begründet er die Investition.

Für rund 13,7 Millionen Euro – gefördert zu 90 Prozent vom Land – errichtet der Seehafen die neue Gleisanbindung. Die entsteht parallel zur Bahnanlage der DB Netz entlang der Straße an der Werft und Franzenshöhe. Außerdem werden vier Anschlussweichen und ein Bahnübergang gebaut.

Im Bereich der Bauhofstraße wurden die Gleise auf einem aufgeschütteten Damm verlegt. Die sanierungsbedürftige Eisenbahnbrücke, die sich dort befindet, ist bereits stillgelegt. In zwei Wochen, zwischen dem 21. und dem 26. November, soll das alte Brückenbauwerk aus den 1920er-Jahren mit einem Eisenbahndrehkran herausgehoben werden.

In der Woche wird auf der Strecke keinerlei Zugverkehr möglich sein. „Auch unseren Hafen erreichen dann keine Züge“, sagt Sören Jurrat. Die Sperrung sei aber seit einem Jahr bekannt. Darauf sei man eingestellt. Im Vorfeld würden die Güterzüge enger getaktet. Und zum Beispiel im Gipsumschlag greife man auf eine entsprechende Lagerwirtschaft zurück.

Die Gleisanbindung des Frankenhafens ist in vier Baulose aufgeteilt. Den Zuschlag hatten nach europaweiter Ausschreibung Stralsunder Unternehmen erhalten – eine Arbeitsgemeinschaft des Gleisbauers ITG und der Tiefbaufirma TVS. Abgeschlossen sind bereits die Straßenbauarbeiten an der Greifswalder Chaussee/Höhe Brauerei. Entstanden ist ein Mini-Kreisverkehr, an den sich die Pkw-Fahrer längst gewöhnt haben. Größere Fahrzeuge müssen sich nicht mehr durch eine Spitzkehre zur Einmündung Greifswalder Chaussee quälen. Um Baufreiheit für die Gleise zu schaffen, wurde die Fahrbahn zwischen Greifswalder Chaussee und der Straße An der Werft in Richtung Nordmann-Gelände verschoben. Zudem sei eine Verbreiterung auf 6,50 Meter erfolgt. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet ist ohne Höhenbegrenzung möglich Im Bereich der Bauhofstraße wurden zahlreiche Leitungen für Strom, Regen- und Trinkwasser, die teilweise den gesamten Süden der Hansestadt versorgen, in einem speziellen Medien-Kanal neu geordnet.

Auch diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen.

Das letzte Stück der neuen Betriebsgleise in Richtung Frankenhafen soll ab Januar in Angriff genommen werden. Es handelt sind dann noch um knapp 1000 Meter sagt Projektleiter Steffen Klar. „Die besondere Herausforderung besteht immer darin, die Schnittstellen zwischen der DB Netz und unserem Bauprojekt zu meistern“, erläutert der Mitarbeiter des Seehafens. Voraussetzung für den Bauablauf waren eine Reihe von technischen Abstimmungen. „Die Bahn hat ein komplexes und umfangreiches Regelwerk, das aber immer auf den sicheren Betrieb abzielt“, erklärt Sören Jurrat die Besonderheit des Vorhabens. „Und da muss man wirklich sagen, dass die Zusammenarbeit mit der Bahn ebenso wie mit der Stadt super funktioniert“, lobt der Hafen-Chef.

Marlies Walther

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