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34 Millionen für die Kommunen: Was kommt an der Basis an?

34 Millionen für die Kommunen: Was kommt an der Basis an?

Der für 2018 versprochene Landes-Nachschlag an Zuweisungen entpuppt sich bei einigen Gemeinden als Minusgeschäft

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Das Gewerbegebiet Langendorf mit dem Einkaufspark Ostseecenter beschert der Gemeinde Lüssow jährlich gute Steuereinnahmen. Und die führen dazu, dass die Gemeinde vor den Toren der Stadt Stralsund keine Landeszuweisung bekommt.

Quelle: Foto: Oz

Niepars/Kramerhof/Franzburg/Tribsees. 34 Millionen Euro mehr Landeszuweisungen sollen 2018 in die Kommunen fließen, so hat es Innenminister Lorenz Caffier (CDU) im Sommer im Zuge der Neuregelung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) angekündigt. Jetzt gab das Land die Summen bekannt, die – vorbehaltlich des Landtagsbeschlusses – an die einzelnen Gemeinden überwiesen werden sollen. Beim Blick auf die Liste wird klar: Es gibt viele Gewinner, aber auch Verlierer.

Abgesehen von den großen Städten im Land wie Rostock (+5,04 Millionen), Schwerin (+2,2 Millionen) oder Stralsund (+800000 Euro), können sich zum Beispiel auch die Kleinstädte unserer Region freuen. Betrachtet man die Amtsbereiche Tribsees, Niepars, Altenpleen und Franzburg-Richtenberg, so kommt die größte Stadt – nämlich Tribsees mit 2762 Einwohnern – am besten weg. Auf 152

873 Euro mehr kann sich die Kommune freuen, das sind 55 Euro je Einwohner. Steinhagen mit 2610 Einwohnern bekommt dagegen nur knapp 42000 Euro mehr, das sind 16 Euro pro Einwohner.

Franzburg (1462 Einwohner) erwartet eine Nachzahlung von knapp 84000 Euro, in Richtenberg sind es für 1362 Einwohner 64000 Euro.

Doch auch kleine Kommunen werden entlastet. Groß Kordshagen (354 Einwohner) soll 22000 Euro mehr überwiesen bekommen. Die kleinste Einheit in ganz Vorpommern-Rügen, nämlich Hugoldsdorf, ist im Verhältnis zu den 128 Einwohnern mit 15000 Euro gut bedacht worden.

Die enormen Unterschiede – auch bei ähnlicher Einwohnerzahl – kommen zu Stande, weil die Kommunen unterschiedliche Steuereinnahmen haben. Wer viel Einkommens-, Grund- und Gewerbesteuer aufs Gemeindekonto buchen kann, erhält weniger Zuweisungen vom Land.

Und so ist es auch zu erklären, dass einige Kommunen gar nichts vom versprochenen Landes-Nachschlag haben. Ganz im Gegenteil – die FAG-Neuregelung entpuppt sich für sie als Minusgeschäft. Den größten Verlust muss in unserer Region die Stadtrandgemeinde Lüssow hinnehmen. Die als reich geltende Kommune bekommt 40000 Euro weniger Landesmittel. Allerdings sind die Lüssower solche Schwankungen gewöhnt, denn sie hatten in „fetten Steuerjahren“ schon öfter null Euro Schlüsselzuweisung.

Auch das tapfer gegen die Schulden kämpfende Wendorf hat ein Minus von 22000 Euro. „Diese Gemeinde hat schon keine freiwilligen Ausgaben mehr. Wir wissen nicht, wie wir dieses Loch kompensieren sollen“, sagte die Nieparser Kämmerei-Chefin Kerstin Schreiber gestern gegenüber der OZ. Für die ebenfalls abundante – den Begriff wählt das Land gern für steuerstarke Gemeinden, die meist in den Speckgürteln der Städte liegen – Kommune Kramerhof ist das Minus mit 12800 Euro sicher noch am ehesten zu verkraften.

Das soll aufs Konto der Gemeinden fließen

Zusätzlich zu den bisher geplanten Schlüsselzuweisungen bekommen die Gemeinden unserer Region 2018 folgende Beträge (in Euro):

Altenpleen (983 Einwohner): 73332

Drechow (232): 7589

Franzburg (1462): 83896

Gremersdorf-Buchh. (677): 32828

Groß Kordshagen (354): 22941

Groß Mohrdorf (743): 28180

Hugoldsdorf (128): 15189

Jakobsdorf (487): 22205

Karnin (205): 795

Klausdorf (665): 17836

Kramerhof (1797): -12842

Kummerow (305): 14357

Lüssow (844): -40206

Millienhagen-Oebelitz (342): 24 123

Neu Bartelshagen (303): 14885

Niepars (1810): 64881

Pantelitz (759): 14 164

Preetz (1040): 45940

Prohn (2066): 81415

Richtenberg (1362): 64543

Steinhagen (2610): 41964

Tribsees (2732): 152873

Velgast (1792): 98288

Weitenhagen (233): 12038

Wendorf (900): -22421

Zarrendorf (1056): 36710

Ines Sommer

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