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Alles neu im Löwenschen Palais

Stralsund Alles neu im Löwenschen Palais

Mit Rossmann und bald auch Vero Moda sind bekannte Marken vertreten / Lichthof soll Großraumbüro werden

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Wir haben drei bis sechs Jahre Zeit, um alles zu vermieten.Carsten Puls, Architekt

Stralsund. In das Löwensche Palais, das über mehrere Jahre fast vollständig leerstand, kehrt wieder Leben ein. In den nächsten Wochen und Monaten ziehen mehrere Geschäfte und Firmen als Mieter in die frühere Stralsunder Einkaufspassage. Neben dem Drogeriemarkt Rossmann, der bereits seit einigen Monaten dort eine Filiale betreibt, eröffnet der dänische Konzern Bestseller im Mai ein Geschäft der Marke Vero Moda. Die Kette ist bekannt für ihre moderne Damenmode. Außerdem macht Lutz Wendefeuer, Betreiber der Wulflamstuben auf dem Alten Markt, unter dem Namen Snackroom einen Imbiss für hochwertiges Fingerfood auf.

OZ-Bild

Mit Rossmann und bald auch Vero Moda sind bekannte Marken vertreten / Lichthof soll Großraumbüro werden

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Bei dem neuen Eigentümer des Löwenschen Palais’ handelt es sich um die Lührs Gruppe aus Stade (Niedersachsen). Das vorrangig in Norddeutschland aktive und inhabergeführte Immobilienunternehmen hat sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung von Einzelhandelsobjekten in 1A-Lagen spezialisiert. Laut Architekt Carsten Puls hat der Konzern bereits rund eine Million Euro in die Sanierung gesteckt. Nach außen hin sichtbar ist die neu verputzte und gestrichene Fassade. „Das Grau fügt sich besser in die Umgebung ein als das vorherige Blau“, sagt Puls. Außerdem wurde die schwarze Granitfassade in der Heilgeiststraße zurückgebaut, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden.

Insgesamt verfügt das Gebäude über rund 5000 Quadratmeter Gewerbe- und Bürofläche. Der Kern des neuen Konzepts ist es, dass alle Geschäfte mit Publikumsverkehr nun von der Straße aus zugänglich sind und nicht mehr über eine Einkaufspassage innerhalb des Gebäudes. Außerdem sind die einzelnen Läden nun deutlich größer. „Es gab vorher zu viel Verkehrsfläche bei zu wenig Ladenfläche“, meint Architekt Puls.

Die größte Veränderung ist im Lichthof zu finden. Das Loch, durch das früher Rolltreppen die Besucher nach oben schaufelten, wurde geschlossen. Die neue Fläche soll zukünftig bepflanzt werden. Die ehemaligen Läden im Rondell drumherum sollen zu Großraumbüros gemacht werden. Ein großes IT-Unternehmen hatte bereits Interesse gezeigt, war aber wieder abgesprungen.

In den höheren Etagen wurden jedoch bereits einige Verträge unterschrieben. Zu den neuen Mietern gehört unter anderem der schwedische Bauträger Bonava. Außerdem sind Gespräche mit der Umweltorganisation WWF schon weit fortgeschritten.

Laut Architekt Carsten Puls hat sich die Lührs Gruppe drei bis sechs Jahre Zeit gegeben, um das Löwensche Palais komplett wiederzubeleben. „Die Vorbesitzer wollten alles adhoc vermieten, doch das funktioniert nicht“, sagt er. Die Lührs Gruppe hatte das Objekt 2016 von einem Immobilienfonds der Schweizer Großbank Credit Suisse mit Sitz in Zürich gekauft. Auch der wollte komplett umbauen. Viele Geschäfte mussten damals ausziehen – umgesetzt wurde das Projekt jedoch nie.

Historischer Ort

1734 hat Bürgermeister David Ike den Bau auf der Fläche, auf der sich heute das neue Löwensche Palais befindet, in Auftrag gegeben. Später erwarb der Generalgouverneur Schwedens, Axel Graf von Löwen, das Haus. Daher auch der Name. Am 6. Oktober 1944 wurde das Gebäude bei einem Bombenangriff zerstört. Auf der Freifläche entstanden ein Parkplatz und in den 1950er-Jahren ein Obst- und Gemüsemarkt. 1995 folgte auf dem Grundstück der Neubau des jetzigen Wohn- und Geschäftshauses.

Alexander Müller

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