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Architekten nehmen Dauerbrenner unter die Lupe

Stralsund Architekten nehmen Dauerbrenner unter die Lupe

Für Quartier 33 werden Baupläne forciert, Ausschreibungen aber nicht vor 2017

Stralsund. Die letzte zusammenhängende Freifläche in der Altstadt der Hansestadt soll bebaut werden. Dass auf dem so genannten Quartier 33 zwischen Böttcher-, Jacobiturm-, Filter- und Papenstraße Häuser entstehen werden, ist nichts Neues, sondern vielmehr ein Dauerbrenner. Seit Jahren wird über die brache Fläche vor der Kirche St. Jakobi, auf der derzeit noch Autos parken, diskutiert.

OZ-Bild

Für Quartier 33 werden Baupläne forciert, Ausschreibungen aber nicht vor 2017

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Die Richtung für dieses Filetstück, wie es Ulrike Wendland, Mitglied des Gestaltungsbeirats, nannte, ist klar. Die Grundstücke sollen parzellenweise entwickelt werden, geplant sind einzelne Häuser.

Lediglich an den Ecken können Mehrfamilienhäuser oder Geschosswohnungsbauten errichtet werden. An diesen Leitlinien rüttelte auch Klaus Petersen nicht. Der Architekt des Büros Petersen, Pörksen und Partner stellte dem Gestaltungsbeirat eine städtebauliche Studie vor.

„Da würden wir auch dicht an der Baugeschichte des Areals bleiben. Allerdings denken wir, dass eine Änderung der historischen Parzellierung sinnvoll wäre, ohne dabei jedoch die durchgehende Bauflucht zu verändern. Dabei sollten auch die leicht gekippten Teilbaufluchten beachtet werden“, sagte der Architekt. Mit seinen Kollegen hat er sowohl die Fläche des eigentlichen Quartiers 33 mit 3000 Quadratmetern als auch das Areal, auf dem sich derzeit das Gebäude der Polizei befindet (800 Quadratmeter), untersucht. Entlang der Böttcher- und Jacobiturmstraße stellt sich Petersen dreigeschossige Bauten vor, in der Filter- und Papenstraße  eher  Zweigeschosser.

Immer wieder diskutiert wurden in der Vergangenheit Möglichkeiten für den ruhenden Verkehr. Auch das hatte das Architekturbüro untersucht, auch wenn Klaus Petersen kein Hehl daraus machte, dass er in der Innenstadt am liebsten gar keine Autos haben möchte. „Die Option, die den wenigsten Schaden bedeutet, ist, unter einigen Parzellen an der Filterstraße einen Parkkeller zu bauen.“ Für ausgeschlossen halte er es, dass die Pkw auf den Höfen der Häuser stehen können.

Favorisierte Gebäudetypen der Fachleute sind die Giebel-, Trauf-, Attika- und Zwerchgiebeltypen. „Die prägen ohnehin das gesamte Stadtbild“, erklärte Klaus Petersen.

Einig waren sich alle darüber, dass die Bauten zwar individuell sein sollen, aber sich letztlich in das Ensemble einfügen. Doch wie soll das bei über 20 möglichen Häusern funktionieren? „Es gäbe zum Beispiel die Möglichkeit, die Qualität des Gesamtbildes zu erhalten, wenn man den Bauherren einen Materialkatalog vorlegt“, schlug José Gutierrez Marquez vom Gestaltungsbeirat vor. „Es sollte wenige, aber dafür strenge Regeln für den Bau geben“, ergänzte Hein Nagler. Doch bis es so weit ist, wird noch etwas Zeit vergehen. „Wir werden die Grundstücke nicht vor 2017 ausschreiben können, da es noch viele offene Fragen gibt“, erklärte Ekkehard Wohlgemuth, Leiter der Abteilung Planung und Denkmalpflege.

Möglichkeiten für Baukonzept werden ausgelotet

Die Fläche des Quartiers 33 zwischen Böttcher-, Papen-, Filter- und Jacobiturmstraße umfasst 3000 Quadratmeter.

Die Grundstücke auf diesem Areal sollen parzellenweise erschlossen werden.

Vorgesehen sind einzelne Häuser , lediglich an den Ecken könnten Mehrfamilienhäuser oder Geschosswohnungsbauten entstehen.

Die Gebäude sollen individuell gestaltet sein, sich aber in das Ensemble einpassen.

Bautypen wie Giebel-, Trauf- oder Attikabau sollten bevorzugt werden, da sie das Stadtbild prägen.

Eine Lösung für den ruhenden Verkehr gibt es nach wie vor nicht. Eine Tiefgarage ist auf diesem Gelände nicht vorgesehen.

Von Miriam Weber

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