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Barhöft: Zwei Millionen für Hafen-Ausbau

Barhöft Barhöft: Zwei Millionen für Hafen-Ausbau

70 neue Liegeplätze sollen entstehen / Bundeskanzlerin Merkel und Minister Glawe gaben gestern eine Fördermittelzusage

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Gar nicht schüchtern: Fischer Marc Richter erzählt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich gestern im Hafen Barhöft umschaute, dass zurzeit Scholle gefangen wird. Der junge Mann will später mal die Firma seines Ausbilders übernehmen.

Quelle: Stefan Sauer

Barhöft. Großer Andrang gestern Nachmittag im kleinen Hafen Barhöft. Als die schwarzen Limousinen vorfuhren, blieben viele Touristen erstaunt stehen und bildeten so ganz spontan die Kulisse für den Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Politikerin wollte nicht nur ihre Parteikollegen Harry Glawe und Dietmar Eifler im Wahlkampf unterstützen, sondern freute sich auch über die guten Nachrichten für die Gemeinde Klausdorf: Die Kommune will den Hafen in Barhöft ausbauen und bekam dafür gestern eine Fördermittelzusage von 2,1 Millionen Euro.

„Der Hafen in Barhöft hat eine tolle Entwicklung genommen. Der Wassertourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb unterstützen wir als Landesregierung solche Investitionen. Und wenn ich hier heute 2,1 Millionen Euro Fördermittel zusichere, sind das 90 Prozent der Investition. Also Leute, mehr geht nicht“, rief Minister Harry Glawe den Zuhörern gewohnt locker zu.

Zuvor hatte der Klausdorfer Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU) den Besuch aus Berlin und Schwerin mit netten Worten begrüßt. „Seit 1994 hat Klausdorf immer wieder Hafenprojekte angeschoben, und doch brauchen wir noch Platz“, sagte er laut und in der Aufregung fast ohne Atempause, hatte doch kurz zuvor das Mikrofon seinen Geist aufgegeben. Selbst die Kanzlerin, die ja ständig mit Mikros zu tun hat, konnte es trotz aller Versuche nicht mehr so richtig zum Klingen bringen. Den Gästen machte das nichts. Denn das, was Angela Merkel als freiwillig letzte Rednerin zu sagen hatte, hörten sie auch so: „Ich freue mich, dass Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland auf Platz 1 der beliebtesten Reiseziele steht.“ Da hatte sie den Applaus natürlich für sich gebongt.

In einem waren sich kleine und große Politiker einig: In Barhöft soll nun nicht mehr gekleckert, sondern geklotzt werden: Etwa 70 neue Liegeplätze sind geplant. So gibt es dann insgesamt 140 Plätze für Motorboote und Segelyachten. Um das zu stemmen, muss das Hafenbecken um rund 3500 Quadratmeter Wasserfläche erweitert werden. Eine neue Schwimmsteg-Anlage wird gebaut, und die vorhandene Mole wird um etwa 60 Meter erweitert.

In Angriff genommen wird das Projekt Wasserwanderrastplatz am Hafen Barhöft im Herbst, die Bauarbeiten werden sich aber bis 2017 hinziehen. Im Moment liegt die Planung beim Landkreis, gibt der grünes Licht, können die ersten Arbeiten ausgeschrieben werden.

Zwei, die sich riesig über die Erweiterung der Barhöfter Anlage freuen, sind Tony Reimer (32) und Sven Marquardt (29). Bürgermeister Thomas Reichenbach hatte sie kurz nach vorn gebeten und die beiden Einheimischen als die jüngsten Hafenmeister des Landes vorgestellt. „Die beiden haben sich bewusst dafür entschieden, mit ihren Familien hier zu bleiben“, so das Gemeindeoberhaupt, während die beiden Vorpommern mit der Kanzlerin schwatzten.

Ins Gespräch kam Angela Merkel zuvor im Hafen mit Seenotrettern und Fischern, aber auch in der Schaltzentrale des EnBW-Versorgungsbetriebes in Barhöft schaute sie trotz Zeitdrucks noch fix vorbei.

Hafen ist beliebt

Der Hafen Barhöft dient Bootsfahrern und Seglern als Zwischenstopp auf ihrem Ostsee-Törn. Doch der Hafen ist auch Fischereistandort, dient als Liegeplatz für den Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ und ist Heimathafen für das Serviceschiff des Windparks „Baltic 1“.

60 Liegeplätze hat der Hafen jetzt, rund 70 sollen im Zuge der Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes dazu kommen.

2,4 Millionen Euro etwa kostet der Hafen-Ausbau, rund 2,1 Millionen fließen nun als Zuschuss aus dem Fonds „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze gibt es im Land. Insgesamt stehen damit 7255 Liegeplätze zur Verfügung.

Ines Sommer

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