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Baustart für Bahngleis zum Frankenhafen

Stralsund Baustart für Bahngleis zum Frankenhafen

Investiert werden 14 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr 2018 sollen die ersten Züge vom Rügendammbahnhof aus bis an die Kaikante rollen.

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Erster Spatenstich mit Sandkasten-Spaß-Faktor: Oberbürgermeister Alexander Badrow, Wirtschaftsminister Harry Glawe, Bürgerschaftspräsident Peter Paul (alle CDU) und Seehafenchef Sören Jurrat (v. l.) in Aktion. Fotos (3): Jens-Peter Woldt

Stralsund. Der Frankenhafen in Stralsund soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen sein. Nach achtjähriger Vorbereitungszeit haben gestern in Stralsund die Bauarbeiten für das dafür notwendige 2300 Meter lange Gleis mit insgesamt sechs Weichen begonnen. Es wird vom Rügendammbahnhof aus entlang der Fernbahnstrecke über den maritimen Gewerbepark Franzenshöhe bis an die Kaikante des Frankenhafens führen. Die SWS Seehafen Stralsund GmbH investiert dafür etwas mehr als 14 Millionen Euro.

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Investiert werden 14 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr 2018 sollen die ersten Züge vom Rügendammbahnhof aus bis an die Kaikante rollen.

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Hafengeschäftsführer Sören Jurrat sprach gestern von einem „Meilenstein in der Entwicklung des maritimen Wirtschaftsstandorts Stralsund“. Der Gleisanschluss sei grundlegende Voraussetzung dafür, dass der Hafen weitere Kunden akquiriere. Anders als noch Mitte der 90er-Jahre werde immer mehr auf die Bahn als Transportmittel gesetzt. „So können bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden“, sagte er. Denn die gute Infrastruktur schaffe die Voraussetzung für die Ansiedlung weiterer Unternehmen.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) rechnet auch damit, dass allein mit der Übernahme der Volkswerft durch den Genting-Konzern, der in der Hansestadt Luxus-Kreuzfahrtschiffe bauen will, viele Unternehmen ihr Augenmerk auf Stralsund richten werden. Da sei es von großem Vorteil, wenn der benachbarte Frankenhafen eine direkte Verbindung zum überregionalen Bahnnetz habe.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nutzte den Termin kurz vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag, um noch einmal deutlich zu machen, dass die Gleisanbindung des Frankenhafens immerhin zu 90 Prozent (12,3 Millionen Euro) gefördert wird. Außerdem überreichte er an Badrow einen Fördermittelbescheid in Höhe von 10,5 Millionen Euro für den dritten Bauabschnitt des maritimen Gewerbegebiets Franzenshöhe, das sich direkt an den Frankenhafen anschließt. „Oberbürgermeister Badrow kann jetzt nicht mehr behaupten, dass sich die Landesregierung nicht um Vorpommern kümmert“, sagte Glawe.

Der Bau des neuen Gleises hat übrigens direkte Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Die Bauhofstraße, die bis Sonntag noch die Greifswalder Chaussee mit der Straße An der Werft verbunden hat, ist seit gestern Sackgasse und wird es auch dauerhaft bleiben. Die Bahnbrücke am östlichen Ende der Bauhofstraße wird abgerissen und durch einen Damm ersetzt, auf dem die jetzt bereits existierenden Gleise der Fernstrecken und auch das neue Gleis verlaufen sollen.

2015 wurden 1,78 Millionen Tonnen umgeschlagen

Der Seehafen Stralsund hat vier Standorte: Stadthafen, Nordhafen, Südhafen und Frankenhafen.

Im vergangenen Jahr wurden 1,78 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 7,6 Prozent. Einen besseren Wert gab es nur 2012, als fast 1,9 Millionen Tonnen umgeschlagen wurden.

Wichtigstes Umschlag-Gut in Stralsund ist Gips, der bei der Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken entsteht und in Skandinavien zu Bauelementen weiterverarbeitet wird.

Jens-Peter Woldt

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