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Campingplatz profitiert auch von Terrorangst der Urlauber

Stahlbrode Campingplatz profitiert auch von Terrorangst der Urlauber

Stahlbrode begrüßt dieses Jahr viele neue Gäste aus dem In- und Ausland

Stahlbrode. Birger Bösel hat mit seiner vierköpfigen Familie zum ersten Mal auf dem Campingplatz in Stahlbrode übernachtet. „Ich bin absolut positiv überrascht“, sagt der passionierte Fahrradtourist aus Pinnow bei Schwerin, der geradewegs aus Bornholm über Rügen nach Stahlbrode gekommen ist. „Hier gibt es eine voll ausgestattete Küche und überdachte Möglichkeiten zum Essen“, erklärt er. So etwas sei zwar in Skandinavien Standard, in Deutschland aber längst nicht. Bisher habe er Stahlbrode nur als Durchgangsstation wahrgenommen. Jetzt könne er sich auch vorstellen, mal länger zu bleiben.

Derartiges Lob hört Campingplatzchefin Gabriele Dörner nicht nur gern, sondern auch oft. Die Leute achten außer auf saubere Sanitäranlagen zunehmend sehr auf Gemütlichkeit, erklärt sie. Und da komme der 1,4 Hektar große Campingplatz in Stahlbrode wegen seiner Lage am Wasser, der üppigen Grünflächen und wegen des Rosengartens immer gut weg.

„Wir werden auch dieses Jahr am Ende der Saison wieder 10 000 Übernachtungen haben“, blickt sie schon mal voraus. Stahlbrode sei nicht permanent ausgebucht, aber immer sehr gut belegt, erklärt sie weiter. Wenn mal nicht alles voll ist, sei Gelegenheit, den vielen Rasen zu mähen. Deshalb kommen der Chefin Belegungspausen gar nicht so unpassend. Bemerkenswert sei, sagt sie, dass 2016 bislang neben zahlreichen Stammgästen auch viele neue Besucher gekommen sind, obgleich der Campingplatz nicht in den einschlägigen Internetportalen beworben wird. Die Camper kommen vermehrt auch aus dem Ausland. Erstmals habe sie Gäste aus dem Baltikum begrüßen können, auch Franzosen, Polen und mehr Schweizer als Österreicher“, sagt Gabriele Dörner. Aber die meisten sind nach wie vor Deutsche.

Darunter seien viele Urlauber, die früher in den Sommerferien in der Türkei, Griechenland oder in Italien waren, meint sie. Viele hätten nun Angst vor Terrorangriffen und suchen sich deshalb lieber Ziele in Deutschland. „Selbst wenn sie in Bayern wohnen und es nach Italien nur ein Katzensprung sei. Die gesamte Ostseeküste profitiere davon, meint Dörner.

Wie lange bleiben ihre Gäste? Fahrradtouristen kommen meist für eine oder zwei Nächte. Andere schlagen ihre Zelte für zwei oder sogar drei Wochen auf, wobei die meisten jetzt mit dem Campingwagen anreisen. Im August sei es zum Zelten einfach schon zu kalt.

Im Schnitt übernachteten im Juli jeden Tag 100 Gäste in Stahlbrode. Davon würden auch die Fischer und die Gaststätten im Dorf profitieren. Jedenfalls schicke sie ihre Gäste immer dorthin, weil sie selber keinen Imbiss mehr betreibt, erklärt die Campingplatzchefin.

Reinhard Amler

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