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Eixen diskutiert über Windradpläne

Eixen Eixen diskutiert über Windradpläne

Bauprojekt für Fläche zwischen Leplow und Oebelitz

Eixen. Was gibt es Neues zu Windparkplänen in der Region? Und wie steht die Gemeinde Eixen dazu? Diese Fragen haben am Donnerstagabend für ein volles Eixener Gemeindezentrum gesorgt.

Worum geht’s? Auf Eixener Gemeindegebiet, zwischen Leplow und Oebelitz, soll ein Windrad errichtet werden. Nabenhöhe 135 Meter, Leistung 4,2 Megawatt. Unter Tagesordnungspunkt 7 geht es um das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Projekt.

Windkraftnutzung hat Befürworter und Gegner, nicht nur in Eixen. Zu den Bürgern, die wegen des Tagesordnungspunktes 7 gekommen sind, zählen auch mehrere Auswärtige. Im benachbarten Hugoldsdorf war Windkraft letztens ebenfalls Thema in der Gemeindesitzung. Dass das Thema dort komplett im nicht öffentlichen Teil abgehandelt wurde, sorgte für großen Unmut bei Bürgern.

In Eixen ist das am Donnerstagabend teilweise anders. Die Vorstellung der Pläne und die Diskussion darüber findet im öffentlichen Teil der Sitzung statt. Die Beschlussfassung der Gemeindevertretung erfolgte dann nichtöffentlich. Bürgermeister André Bonitz erläutert den aktuellen Stand zum Thema Vorgaben für Windparks in Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Investoren Interesse haben, Windkraftanlagen zu bauen, gibt es ein Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, das sogenannte BImSch-Verfahren. Auch bei dem geplanten Windrad auf Eixener Gebiet ist das so. Ute Heitmann von der Energie Engineering Nord GmbH (kurz EEN), die gemeinsam mit Kerstin Baumgard das Projekt vorstellt, erläutert, dass dieses rund 116 Hektar große Gebiet im Juni 2015 von der Raumentwicklung als sogenannte Potenzialfläche ausgewiesen worden sei. Die 116 Hektar betreffen vier Gemeindegebiete – Eixen, Hugoldsdorf, Drechow und Millienhagen-Oebelitz. Gebaut werden soll eine Anlage des Herstellers Enercon. Ute Heitmann geht auf gesetzliche Vorgaben ein: 800 Meter Mindestabstand zu Einzelhäusern, mindestens 1000 Meter zu geschlossenen Bebauungen. Maximaler Lärmpegel nachts: 45 Dezibel.

Die Anlage soll mit einem Abschaltmodul ausgestattet werden, um Überschreitungen beim erlaubten Schattenwurf zu vermeiden, erklärt Ute Heitmann. Maximal 30 Stunden im Jahr sind zulässig, für einzelne Punkte in Leplow wird das überschritten.

Auch für eine bedarfsgerechte Befeuerung der Anlage werde gesorgt. Was heißt das, will Siegfried Sielaff wissen. Darunter verstehe man, dass die Leuchten, die nachts auf die Anlage aufmerksam machen, nicht ständig an sind. Sondern nur, wenn ein Flugzeug naht, erklärt Kerstin Baumgard. Eine exakte Vorgabe, welche Befeuerung letztlich an der Anlage anzubringen ist, treffe aber die Luftfahrtbehörde.

Eine bedarfsgerechte Befeuerung wäre schon wichtig, findet Werner Spickermann.

Viele Detailfragen spielen am Donnerstagabend eine Rolle. Sylvia Dippel spricht das Thema Infraschall an, Siegfried Sielaff macht auf den Rotmilan-Bestand in Leplow aufmerksam. Nichtöffentlich erteilt die Gemeindevertretung dann das Einvernehmen. Mit Bedingungen: Die bedarfsgerechte Befeuerung muss kommen. Ein Mindestabstand von 1000 Metern muss auch zu geschlossener Bebauung eingehalten werden. Und die Kriterien der Raumentwicklung sind anzuwenden.

Dass die Beschlussfassung nichtöffentlich erfolgt, ist laut Amt Recknitz-Trebeltal von Baugesetzbuch und Kommunalverfassung vorgeschrieben. Wenn Rechte Dritter berührt würden – in diesem Fall die des Investors – müsse der Punkt laut Kommunalverfassung nichtöffentlich behandelt werden.

Peter Schlag

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