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Frankenstraße 47 bald in neuem Glanz

Stralsund Frankenstraße 47 bald in neuem Glanz

Die Bauarbeiten an einem der letzten unsanierten Gebäude in der Stadt sollen bis zum Sommer 2018 abgeschlossen sein.

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Blick von der Heilgeistkirche: Die Frankenstraße 47, das zweite Gebäude von vorn links, soll bis zum Sommer 2018 wieder bezugsfertig sein.

Quelle: Jörg Wetzel

Stralsund. Ein freier Blick vom Keller bis ins Dachgeschoss. So sieht es derzeit in der Frankenstraße 47 aus. „Das Haus wurde zu etwa 70 Prozent entkernt“, erklärt Jörg Wetzel. Doch geht es nach dem neuen Eigentümer des Hauses, dem Mecklenburgischen Ingenieurbüro für Verkehrsbau (MIV), soll sich dieser Zustand möglichst schnell ändern.

Wenn alles nach Plan läuft, dann sind die Bauarbeiten an einem der letzten unsanierten Gebäude in der Frankenstraße im Sommer 2018 abgeschlossen. In dem dreigeschossigen Gebäude, das aus dem Jahr 1866 stammt, sollen künftig die Büros des MIV untergebracht sein. „Wir haben auf jeder Etage 90 Quadratmeter Nutzfläche“, erklärt Wetzel. Zum Haupthaus gehört ein Kemladen, in dem noch einmal pro Etage 75 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

„Bei der Fassadengestaltung wollen wir uns eng an die historischen Vorlagen halten“, sagt Jörg Wetzel. Das heißt, dass wieder eine zweiflügelige Tür eingesetzt werden könnte und auch die Schmuckelemente an der Front sollen wieder zum Vorschein kommen. Schwierig sei derzeit die Planung im Inneren des Hauses. „Ganz einfach, weil wir derzeit gar nicht in alle Bereiche des Hauses gelangen. Da arbeiten wir gerade eng mit der Denkmalpflege zusammen.“

Übrigens stand das Haus einst vor der Mauer der Stadt, wie Stadthistoriker Andreas Neumerkel erklärt. „Mitte des 17. Jahrhunderts war das Grundstück vor dem einstigen Frankentor noch unbebaut. Auf dem Staudeplan von 1647, der die Bebauung der Innenstadt zu jenem Zeitpunkt zeigt, ist das Grundstück zwischen Stadtmauer und Giergraben noch leer.“ Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts muss dann dort ein kleines Haus entstanden sein. „Fast durchweg besaßen Branntweinbrenner die kleine Bude, die den Hochprozentigen nicht nur herstellten, sondern auch gleich an den Mann brachten.

Erst 1866 erfolgte der Umbau des Wohnhauses durch die Witwe Brüggemann. Überliefert ist ein Schreiben, in dem es heißt: „Bei dem Umbau meines Wohnhauses (...) und dem Neubau eines hierzu gehörigen Hinterhauses ist mir von der Kämmerei-Inspection gestattet worden, in der Seitenwand des ersteren drei größern und ein kleines Fenster anzulegen.“ Die rechte Seitenwand des Hauses ist die mittelalterliche Stadtmauer, neben der linken Seitenwand verlief der so genannte Giergraben, der vom Frankenteich zum Strelasund floss.

Einst eine Branntweinbude

Anfangs stand auf dem Grundstück der heutigen Frankenstraße 47 nur eine Bude. Über viele Jahre wurde sie als Branntweinbrennerei genutzt.

1866 hat die Witwe Marianne Magdalene Hermine Brüggmann „das Wohnhaus ausgebauet und mit den übrigen Gebäude auf 3 Stockwerke erhöht“.

Im Gegensatz zum Vorderhaus entstand der hintere Anbau, der so genannte Kemladen, damals vollkommen neu.

1910 erwarb der Restaurateur Robert Diedrich das Haus und benannte die Kneipe „Zur Flotte“.

Ab 1951 trugen die Gaststätte und das Café den Namen „Zum Franken“.

Noch in den 1980er-Jahren war das Haus bewohnt, die Gaststätte und das Café waren aber schon längst geschlossen worden.

Miriam Weber

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