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Fusion soll Ozeaneum vor Insolvenz retten

Stralsund Fusion soll Ozeaneum vor Insolvenz retten

Um die Ausstellung zu sichern, soll das Haus mit dem Meeresmuseum in Stralsund vereint werden.

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Besucher stehen vor dem Schwarmfischbecken im Ozeaneum Stralsund.

Quelle: Stefan Sauer

Stralsund. Die beiden größten Museen des Landes sollen zukunftssicher aufgestellt werden. Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum mit Meeresmuseum, Natureum und Nautineum soll Plänen zufolge mit der Ozeaneum Stralsund GmbH zusammengeführt werden.

Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit der offenbar unsicheren Zukunft des Ozeaneums und den Sanierungsmaßnahmen am Meeresmuseum. Wie aus einem der OSTSEE-ZEITUNG vorliegenden internen Gutachten hervorgeht, könnte das Ozeaneum, das keine öffentlichen Zuschüsse für den Betrieb erhält, wegen Investitionen 2021 in die Zahlungsunfähigkeit rutschen. Dies hätte Auswirkungen auf das Meeresmuseum als Eigentümer der Immobilie. Mieteinnahmen fielen weg. Das Meeresmuseum wäre Eigentümer einer instandhaltungsintensiven Spezialimmobilie, heißt es im Sanierungsgutachten. Damit wären beide Einrichtungen gefährdet.

Ein Zusammenschluss erscheint als „zweckmäßigste Option, um die dauerhafte Sicherung des Betriebs beider Häuser zu ermöglichen“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg. Die Vorsitzende des Ozeaneumaufsichtsrates Sonja Steffen (SPD) geht davon aus, dass die Fusion positive Synergieeffekte bringe. „Wir sparen den Aufsichtsrat für die GmbH. Der Betriebsrat spricht künftig mit einer Stimme.“ Die 63 Mitarbeiter des Ozeaneums würden wie ihre 55 Kollegen im Meeresmuseum nach Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt. Sie erhalten bislang einen Haustarif. Die institutionelle Förderung will der Bund nicht erhöhen. Sie beträgt im Jahr 2017 rund 1,1 Millionen Euro. Wie es im Gutachten heißt, soll der Zusammenschluss noch 2017 vor der 30 Millionen schweren Sanierung des Meeresmuseums vollzogen werden. Der kaufmännische Direktor des Meeresmuseums, Andreas Tanschus, hatte auf eine zeitweise Schließung des Stammhauses während des Umbaus hingewiesen.

Offen blieb, was mit den Mitarbeitern geschieht. Laut Sanierungskonzept wird in der Bauphase eine „rollierende Freistellung“ der Mitarbeiter erwogen. Würden alle Angestellten von Ozeaneum und Meeresmuseum daran beteiligt, könnte verhindert werden, dass diese länger als 12 Monate arbeitslos würden und in Hartz IV abrutschen. Zweite Option: Die Zahlung von Kurzarbeitergeld. Noch ist nichts entschieden. Verwiesen wurde auf die Sitzung des Verwaltungsrates am 14. Dezember.

Martina Rathke

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