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Gärtnern wie zu Omas Zeiten ist wieder in

Parow Gärtnern wie zu Omas Zeiten ist wieder in

Land(auf)schwung-Projekt des Storchennest-Vereins hat als „Anstupser“ erfolgreich geliefert – nun sollen kleine Handelszellen entstehen

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Der Apfelsafttag feierte im Herbst 2016 an der Parower Minimanufaktur Premiere. Weil der Andrang so groß war, wird auch in diesem Jahr, nämlich am 3. Oktober, zum Mosten und Klönen rund um den Apfel eingeladen.

Parow. Das Bundesmodellprojekt Land(auf)schwung hat mit der Parower Maßnahme „Gemeinschaftlich Gärtnern“ in Vorpommern-Rügen eine weitere Erfolgsgeschichte geschrieben. Gärtnern wie zu Omas Zeiten ist wieder in. Die Leute sind heiß auf selbst angebautes Gemüse, wollen Saft aus ihren eigenen Äpfeln und stehen auf selbst gemachte Erdbeermarmelade.

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Land(auf)schwung-Projekt des Storchennest-Vereins hat als „Anstupser“ erfolgreich geliefert – nun sollen kleine Handelszellen entstehen

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Die so genannte Green Map liegt nach einem Jahr Projekt-Arbeit auf dem Tisch. Dort finden sich alle Anbieter mit ihren entsprechenden Anbauflächen für Obst, Gemüse und Nutzpflanzen wieder – ebenso wie mögliche Abnehmer. „Wir haben da schon einige zusammengebracht. Und wenn es richtig gut läuft, entwickelt sich daraus eine langfristige Zusammenarbeit“, sagt Projektleiterin Sandra Pöttrich vom Storchennest-Verein Niepars.

Es konnten insgesamt 20 Klein- und Hausgärtner für den Anbau von regionalem Obst und Gemüse gewonnen werden und sechs Unternehmen, wie beispielsweise die Minimanufaktur in Parow, Schnelles Grünzeug in Dorow oder das Bistro Delikater im Zoo Stralsund, die an der Abnahme dieser Produkte Interesse signalisiert haben.

Als Partner in der Region konnte, neben den Ämtern und Gemeinden des Landkreises, auch die Hochschule Neubrandenburg in die Projektarbeit eingebunden werden. Mittels Interviewbefragung der potentiellen Abnehmer von Produkten aus Haus- und Kleingärten durch den Studenten David Benzin konnten wichtige Informationen für die Machbarkeitsanalyse des Projektes gesammelt werden. Die wissenschaftlich fundierte Auswertung der Ergebnisse der Befragung liegt seit September 2016 in Form einer Masterarbeit vor. Zudem ist es gelungen, durch den Aufbau eines Netzwerkes mit verschiedenen lokalen Akteuren, die Kranichgrundschule in Altenpleen bei ihrem Vorhaben, einen neuen Schulgarten anzulegen, zu unterstützen. Es konnten Kontakte für die Akquise von Fördermitteln sowie für die Beratung bei der naturnahen Gestaltung des Schulgartens vermittelt werden.

Viele Veranstaltungen hat Sandra Pöttrich auf die Beine gestellt. Besonders erfolgreich und beliebt waren dabei die Weiterbildungen für Haus- und Kleingärtner, z.B. mit den Themen Anbauplanung/Mischkultur und Obstbaumschnitt, die in Partnerschaft mit dem Verein Natur-im-Garten-MV Neu Schloen und dem Nabu Greifswald durchgeführt wurden. Aber auch die Pflanzentauschbörse in Niepars regte zum vielseitigen Erfahrungsaustausch an und lockte genau wie der Apfelsafttag in Parow sehr viele Besucher an. „Dank der mobilen Mosterei Mostis aus Ahrenshagen war es so möglich, Kernobst aus dem Hausgarten in Kleinstmengen zu verarbeiten und damit zu gewährleisten, dass jeder auch den Saft seiner eigenen Früchte mit nach Hause nehmen konnte“, erinnert sich die Projektleiterin an eine besonders beliebte Aktion. Die Gartenbau-Ingeneurin möchte sich bei Gemeinden und Ämtern, aber auch bei der Stabstelle Wirtschaftsförderung im Landkreis für die Unterstützung bedanken.

Mit dem gemeinschaftlichen Gärtnern konnten Traditionen wiederbelebt und neu interpretiert werden, um zu zeigen, dass das Leben auf dem Lande lebenswert ist. Bezahlt wurde das Ganze vom Bund, auch der Kreis unterstützte das nun entstandene Netzwerk, das brach liegende Gärten wieder nutzt, gärtnerische Produkte erzeugt und sich damit u.a. als Partner für Hotels und Caterer anbietet.

Natürlich wird die Green Map jetzt nicht einstauben. Das neue Projekt „Das grüne Netz der Klein- und Hausgärtner“ ist in Arbeit. „Wir wollen Angebot und Nachfrage, Produzent und Abnehmer so zusammenbringen, dass kleine Wirtschaftskreisläufe entstehen“, sagt Sandra Pöttrich und freut sich schon auf die neue Aufgabe.

Ines Sommer

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