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Geburtstagsschokolade von der SPD

Stralsund Geburtstagsschokolade von der SPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) feierte gestern ihren 63. Geburtstag – und war Gast beim Sommer- Empfang der IHK in Stralsund.

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Blick in den Saal der Stralsunder Braumanufaktur: Mehr als 500 Unternehmer aus Vorpommern-Rügen und dem Kreis Rostock waren gekommen.

Stralsund. Geburtstag kann man im kleinen Kreis am Wohnzimmertisch feiern – oder man freut sich über die Glückwünsche von weit über 500 Gästen.

OZ-Bild

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) feierte gestern ihren 63. Geburtstag – und war Gast beim Sommer- Empfang der IHK in Stralsund.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde gestern 63. Und da ihr Büro diesen Tag für sie eigentlich weitgehend frei hält, hatten die Veranstalter des Sommerempfangs der IHK zu Rostock ausgesprochenes Glück. Präsident Claus Ruhe Madsen muss wohl seinen ganzen dänischen Charme versprüht haben. Jedenfalls konnte sie seinen mehrfachen netten Bitten nicht widerstehen, gab Angela Merkel bei ihrer Festrede in der Störtebeker Braumanufaktur zu.

Erst am Samstag war Merkel ziemlich unbemerkt beim Fest der Stralsunder Innovation Consult zu Gast. Nun wurde sie nur zwei Tage später von IHK-Präsident Madsen, Stralsunds OB Alexander Badrow , Bürgerschaftspräsident Peter Paul, Landrat Ralf Drescher (alle drei CDU) und Brauerei-Chef Jürgen Nordmann empfangen. Es gab viele Blumen, eine Geschenke-Kiste mit regionalen Produkten und das Rügen-Kochbuch aus dem Stralsunder Strandläuferverlag.   Insel-Bauer Holger Kliewe , der für die CDU auch im Landtag sitzt, sagte scherzhaft, das sei dann vielleicht was für ihre Zeit als Rentnerin. „Was, und vorher darf ich nicht kochen?“ konterte Merkel überaus gut aufgelegt. Zur Feier des Tages trug sie einen roten Blazer. Die Ministerpräsidentin von MV – im dunklen Hosenanzug – hatte auch ein kleines Präsent dabei: Man brauche ja immer mal Nervennahrung, findet Manuela Schwesig (SPD) und schenkte Merkel Schokolade „für die Schreibtischschublade“.

Die Stimmung für das Treffen zwischen Politik und Wirtschaft ließ sich locker an. Sehen und gesehen werden. Kontakte knüpfen und pflegen. Aber auch benennen, was einem auf der Seele brennt: So ist es Rudi Wendorf (CDU), Bürgermeister von Elmenhorst, wichtig, endlich bei der Neufassung des Finanzausgleichgesetzes Fortschritte zu erzielen, „damit die Gemeinden nicht weiter am Hungertuch nagen“. Apothekerin Petra Verhoeven hofft hingegen, dass künftig so wie in 23 anderen Ländern das Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland eingeführt wird. Das würde sie der neuen Bundesregierung auf die Agenda schreiben.

Dass es nicht schlecht ist, als Unternehmer den Kontakt zur Politik zu suchen, meint Landwirt und Gastronom Mathias Schilling . Der 35-Jährige macht sich über das Projekt Land(auf)schwung für die Hiddenseer Fischer stark und hat den Verein „Hiddenseer Kutterfisch“ gegründet, um die Direktvermarktung voranzutreiben. Schilling will ein wirtschaftlich tragfähiges Regionalmarketingkonzept umsetzen. „Wir verlassen unser Insel-Dasein“, sagte der Schaproder und erwartete vom Treffen mit Politikern und Fachleuten vor allem auch Inspiration. Was die Fischerei betrifft, gab es mit der Niederländerin Annie Schreijer-Pierik eine kompetente Gesprächspartnerin. „Natur ist nicht alles. Wir müssen darüber reden, wie wir Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen“, sagte die Frau, die in der EU-Fischereikommission sitzt.

Dass in Sachen Wirtschaftsstärkung „alle an einem Strang ziehen“, ist für die Stralsunder Unternehmerin Susanna Masson-Wawer eine Herzenssache. Für Bürokratieabbau bei kleineren Unternehmen setzt sich die Rostocker Steuerberaterin Dr. Sigrid Paarmann ein, „damit es sich für Selbstständige lohnt, selbstständig zu sein“. Und auch Susanne Coordt vom Breitbandkompetenzzentrum im Zweckverband elektronische Verwaltung von MV setzt auf weitere Vernetzung und neue Impulse. Den Fokus auf eine „enge Kooperation im norddeutschen Wirtschaftsraum“ legt Lars Schöning von der IHK Lübeck , der ebenfalls zu den Gästen gehörte, die bei herrlichem Sonnenschein auf der Dachterrasse mit einem „Störti“ anstießen und sich all die Köstlichkeiten aus der Küche des Hauses schmecken ließen. Pfannengemüse bereitete Jan Appelbohm zu. Der Koch gehört seit 14 Jahren zum Brauereiteam – ob Promi oder nicht, „jedem Gast soll es gut geh’n“, heißt seine Devise.

Marlies Walther

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