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Stralsund Großbaustelle Heilgeiststraße

Gestaltungsbeirat diskutiert sechs Bauvorhaben / Gebäudekomplex soll an der Ecke zur Jacobiturmstraße entstehen

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Eine schwierige Grundstücksform hat die Semlowerstraße 28/29. Zwei Häuser entstehen dort. Fotos (2): Miriam Weber

Stralsund. Da gab es Gesprächsbedarf: Immerhin über sechs Bauvorhaben diskutierte der Gestaltungsbeirat der Hansestadt bei seiner gestrigen Sitzung. Dabei ging es diesmal vor allem um Neubauten in der Altstadt.

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Gestaltungsbeirat diskutiert sechs Bauvorhaben / Gebäudekomplex soll an der Ecke zur Jacobiturmstraße entstehen

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Eine Herausforderung für die Architekten war die Planung der neu zu bauenden Wohnhäuser in der Semlower Straße 28/29. Das Grundstück liegt direkt an der Mauerstraße und hat eine „sehr spezielle Geometrie“, wie es Ekkehard Wohlgemuth, Leiter Planung und Denkmalpflege, ausdrückte. „Wir haben es mit einem Trapez und mit einem Dreieck zu tun.“ Vorgesehen ist, dass auf dem viereckigen Grundstück, der Nummer 28, ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten entsteht. Auf dem Dreiecksgrundstück ist ein Einfamilienhaus geplant.

Bauarbeiten stehen auch in der Mönchstraße 29/Katharinenberg 13a an. Dort, wo sich heute Stellflächen für Autos befinden, stand einst eine Schnapsbrennerei, ein dreigeschossiges Gebäude. „Jetzt soll ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen“, sagte Tobias Schmidt, Architekt aus Neustrelitz, und erklärte weiter, dass der Bauherr gleichzeitig der Eigentümer der Mönchstraße 29, des benachbarten Grundstücks, ist. „Wir werden also beim Neubau die Höhe der Mönchstraße 29 aufnehmen.“ Im Erdgeschoss sollen ein bis zwei Gewerbeeinheiten Einzug halten, der Rest des Hauses beherbergt Wohnungen.

Bereits zum zweiten Mal beschäftigte sich das Gremium mit der Bebauung des Areals Heilgeiststraße 32 bis 34 (die OZ berichtete). Im Juli des vergangenen Jahres wurden die Planungen des Architekturbüros Mittelbach und Kleymann vorgestellt und damals weitestgehend wohlwollend kommentiert. Vier Häuser, mit einem Eckgebäude, sind an der Ecke Heilgeist-/Jacobiturmstraße geplant.

Diskutiert wurde damals lediglich das Einzelhaus in der Jacobiturmstraße — und genau an diesem schieden sich auch diesmal wieder die Geister.

Die Architekten haben sich in der neuen Version für ein traufenständiges Haus entschieden, das sich an den Typ des Eckbaus anlehnt. In der ersten Fassung sollte dort zunächst ein Giebelhaus entstehen. Für den Bauherrn, die Ingenieur-, Tief- und Gleisbau GmbH, ist es wichtig, dass das Einzelhaus über den großen Eckbau erschlossen wird. Damit alles barrierefrei erreichbar ist, soll ein Fahrstuhl eingebaut werden. Während sich Ulrike Wendland vom Gestaltungsbeirat weder mit der neuen Hausform noch mit der Erschließung anfreunden konnte, ließ sie sich in der Diskussion von ihren Kollegen umstimmen. Gestaltungsbeirats-Mitglied José Gutierrez Marquez erklärte, dass er den Argumentationen des Brandschutzes und der Barrierefreiheit folgen könne und mit dem traufenständigen Haus keine Probleme habe. „Im Gegenteil, es fügt sich sehr gut ein.“

Ein anderer Tagesordnungspunkt hatte wenig mit Bau im eigentlichen Sinne zu tun. Landschaftsarchitektin Anne Wickborn stellte ein Konzept für den Kleinen Frankenteich vor. „Um ihn wieder in seiner ursprünglichen Form erlebbar zu machen, müssten unter anderem das Schilf und der Uferbewuchs entfernt und Bastions- und Uferkanten wiederhergestellt werden. Ekkehard Wohlgemuth betonte, dass es sich bei diesem Konzept nur um ein Leitbild handelt. „Wir haben noch keine Zeitschiene, wann da etwas passieren kann.“

Externes Gremium

Seit 1999 gibt es in der Hansestadt den Gestaltungsbeirat.

Es ist ein externes , mit Fachleuten besetztes unabhängiges Beratungsgremium, das Vorhaben in der Altstadt mit besonderer städtebaulicher und architektonischer Bedeutung begutachtet. Vor dem Beirat stellen Planer oder Bauherren ihre Projekte vor, über die eingehend diskutiert wird.

Derzeit gehören dem Gestaltungsbeirat unter anderem Denkmalpflegerin Ulrike Wendland, Architekt Joachim Andreas Joedicke, Architekt Heinz Nagler, Architekt Volker Zahn und Architekt José Gutierrez Marquez an.

Von Miriam Weber

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