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Hafen in Barhöft wächst

Barhöft Hafen in Barhöft wächst

Mit der Beräumung des Baufeldes startet heute die Erweiterung / Drei Millionen werden investiert

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Bauanlaufberatung gestern im Barhöfter Hafen: Der Landschaftsbauer Niels Henk, Hafenmeister Jan Sprenger, Bernd Menger, Bauausschussvorsitzender in der Gemeinde Klausdorf, und AIU-Architektin Heike Straubel (v.l.) schauen sich auf der Karte die Baugrenzen an.

Quelle: Foto: Ines Sommer

Barhöft. Wer den Trupp beobachtete, der sich gestern Vormittag den Weg durch den schilfigen Uferstreifen hinter dem Hafen in Barhöft bahnte, konnte ahnen: Hier ist was im Busch. Und tatsächlich war die Bauberatung der Startschuss zu einer großen Investition: Die Gemeinde Klausdorf möchte den Hafen erweitern und nimmt dafür drei Millionen Euro in die Hand.

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Mit der Beräumung des Baufeldes startet heute die Erweiterung / Drei Millionen werden investiert

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Der Hafen, oder wie es in den Bauunterlagen heißt: Wasserwanderrastplatz, soll in Richtung Nationalpark um 3540 Quadratmeter erweitert werden. 2013 hatte die Gemeinde das Projekt in Angriff genommen, wohlwissend, dass eine Baumaßnahme in einem Schutzgebiet nicht schnell über die Bühne geht. Doch der Hafen platzt aus allen Nähten, deshalb musste man die Geduld aufbringen. Da sind die vielen Segler, die heiß sind auf einen Liegeplatz. Boote mussten abgewiesen werden oder lagen auf Reede im Randbereich des Nationalparkes.

Andererseits nutzen immer mehr Fischer den Hafen zur Anlandung des Fanggutes. Bei Sport- und Freizeitanglern ist der Wasserwanderrastplatz ebenso beliebt wie bei Paddlern und Sportbootführern. „Und auch das öffentliche Interesse wächst, schließlich haben Seenotrettungskreuzer und Lotsenboot ihren Liegeplatz im Barhöfter Hafen“, erklärt Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU). Mit der Erweiterung stehen dann einerseits zusätzlich 80 neue Liegeplätze für verschiedene Bootsklassen an Schwimmstegen zur Verfügung, übrigens auch für Kanuten, Paddler und Schlauchbootliebhaber. Außerdem werden 20 bereits vorhandene Liegeplätze am alten Bootssteg neu angelegt. Und die vorhandene Mole wird erweitert. „Ganz wichtig ist, dass die neuen Ufersicherungen naturnah als Schüttsteinbauwerke ausgebildet werden. Die Abgrenzung zum Nationalpark erfolgt durch standorttypische Heckenpflanzungen“, erklärt Architektin Heike Straubel.

Da man sich mit der Hafenerweiterung in einem sensiblen Bereich befindet, erfolgt während der gesamten Maßnahme eine ökologische Baubegleitung. Und damit wurde bei der Baufeld-Begehung gestern schon begonnen. Denn ab heute erfolgt hier mit den Fäll- und Rodungsmaßnahmen der erste Abschnitt der Hafenerweiterung. „Wegen der brütenden Vögel haben wir dafür nur bis 28. Februar Zeit“, so Niels Henk von der Firma „Grünes Kontor“, die die Arbeiten in Barhöft gemeinsam mit Max Bornhöft vom Baumdienst Nord durchführt. Gemeinsam stiefelte man gestern durch das Gestrüpp, um sich genau anzuschauen, wo man mit einem Pflegeschnitt an den Bäumen auskommt und welches Gewächs nicht mehr zu retten ist. Natürlich mussten auch solche Kleinigkeiten geklärt werden: Wo landet das Holz, das bei den Fällungen anfällt? Wer denkt daran, das kunstvoll geschnitzte Eingangsschild zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft in Sicherheit zu bringen? Wo wird das Bauschild aufgestellt?

Details, die schnell geklärt und im Protokoll festgehalten wurden, damit heute die Garten- und Landschaftsbaufirmen ans Werk gehen können.

Die Wasserbauarbeiten und der dazugehörige erste Spatenstich starten dann nach der Saison im Herbst und sollen im April 2018 abgeschlossen sein. Natürlich stemmt Klausdorf das Drei-Millionen-Projekt nicht allein. Im letzten Sommer hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) die Fördermittelzusage dabei. Viele, die dabei waren, erinnern sich bestimmt noch an die Glawe-Rede im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Damals sagte er: „Der Hafen in Barhöft hat eine tolle Entwicklung genommen. Der Wassertourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb unterstützen wir als Landesregierung solche Investitionen. Und wenn ich hier heute 2,1 Millionen Euro Fördermittel zusichere, sind das 90 Prozent der Investition. Also Leute, mehr geht nicht.“

Ines Sommer

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