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Halbe Million Nachschlag für Sanierung

Altenpleen Halbe Million Nachschlag für Sanierung

Der Umbau der Altenpleener Schule kostet fast drei Millionen Euro. Gestern gab es noch mal Fördermittel.

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1959 wurde die Altenpleener Grundschule eingeweiht.

Altenpleen. Das war schon ein besonderer Ferienbeginn für die Schüler der Altenpleener Kranich-Grundschule: Da brachte der Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern persönlich einen Scheck vorbei. 536000 Euro – so steht es in der roten Mappe – will das Land dem Amt Altenpleen für die Sanierung der Schule überweisen. Geld, mit dem der Eigenanteil der sechs Gemeinden etwas gemindert werden soll, denn immerhin schlucken Umbau und Erweiterung fast drei Millionen Euro. 1,75 Millionen hatte Minister Harry Glawe (CDU) bereits im April übergeben.

OZ-Bild

Der Umbau der Altenpleener Schule kostet fast drei Millionen Euro. Gestern gab es noch mal Fördermittel.

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Die Hortkinder hatten sich auf den Besuch aus Schwerin gut vorbereitet und brachten ein Ständchen. Da wurde vom Wackelzahn gesungen, Anna Frieda Bartel, Janne Raimo Ehlke und Nicolina Saß sorgten mit Gitarre und Violon-Cello für Unterhaltung. Doch auch die beiden Bauchtänzerinnen Sharlyn Wendt und Ayleen Dempwolf wurden vom Publikum mit viel Beifall bedacht. Und als die Schulleiterin zur Belohnung ein Eis ausgeben wollte, sprang der Minister ein, zückte 30 Euro und schickte die Kinder in den Altenpleener „Dorfconsum“.

Elf Klassen werden zurzeit in Altenpleen von 13 Lehrern unterrichtet. 250 Kinder – da ist kaum noch Platz, denn im nächsten Jahr kommt eine weitere Klasse dazu, dann sind alle Altersstufen dreizügig.

Vier Integrationshelfer und ein Schulsozialarbeiter bertreuen ebenfalls die Lütten aus der Kranich-Schule.

Um die Kranich-Grundschule für die Zukunft zu rüsten, soll ein Umbau erfolgen. Das Schulhaus bekommt am Ostflügel einen dreigeschossigen Anbau für neue Klassenräume – mit Windfang und Außentreppen, inklusive Aufzug, um eine Bedingung der Inklusion zu erfüllen – die Barrierefreiheit. Aber auch energetische Sanierung und Dach-Erneuerung stehen im Projekt der betreuenden Architekten- und Ingenieur-Union. Der Ausbau des Kellergeschosses mit neuen Sanitäreinrichtungen, Fluren und Essenausgabe steht ebenfalls an. Neu hinzugekommen ist, dass für die Turnhalle ein zweiter Fluchtweg gebraucht wird.

Die Bauarbeiten haben begonnen – der Abrissbagger ist bereits angerückt. Die geräuschintensiven Maßnahmen sollen in den Sommerferien durchgezogen werden. Dennoch ist allen Beteiligten klar, dass die Belastung für Kinder, Lehrer und Horterzieher noch erheblich sein wird. Denn es dauert bis ins Jahr 2017 hinein, bis die Sanierung abgeschlossen sein wird.

„So lange haben wir dafür gekämpft. Jetzt soll es nun wirklich losgehen. Da kriegt man richtig Gänsehaut“, sagte Schulleiterin Petra Sagner gestern und dankte allen Beteiligten. Caffier betonte, dass es richtig sei, soviel Geld in die Hand zunehmen. „Erstens tun wir was Vernünftiges für unsere Kinder, zweitens stärken wir mit den Aufträgen die heimische Wirtschaft.“ Landrat Ralf Drescher (CDU) unterstrich: „Dass hier alles gut klappt, liegt daran, dass die Gemeinden im Amtsbereich Altenpleen alles gebündelt und die Schule in Amtsträgerschaft gegeben haben. Und die Verwaltung um Ines Materna-Braun hat wirklich alles besten vorbereitet.“

Schulhaus ist 57 Jahre alt

11 Grundschulklassen mit rund 250 Kindern werden zurzeit in Altenpleen unterrichtet, und zwar von 13 Lehrern. Für die Betreuung der Kinder sorgen vier Integrationshelfer und eine Schulsozialarbeiterin. Nur die vierte Klasse ist zweizügig, alle anderen Klassenstufen werden dreizügig beschult.

1959 wurde die Schule Altenpleen als Polytechnische Oberschule eingeweiht. Sie löste 13 kleine Landschulen ab. Im Gründungsjahr besuchten 228 Kinder die Einrichtung.

800 Schüler strömten in den Folgejahren in die Schule, sie wurden von 24 Lehrern betreut. Da mussten Gutshaus und Baubaracke als Nebenstellen herhalten. Es gab Wanderklassen, außerdem wurde in der Sporthalle und im Werkraum unterrichtet.

1973 bekam die Schule den Namen Georg Benjamin verliehen. Die Witwe des in der Nazi-Zeit ermordeten Antifaschisten überreichte persönlich die Urkunde. Hilde Benjamin, damals DDR-Justizministerin, ließ sich den Festakt auf dem Altenpleener Schulhof nicht nehmen.

Seit 2004 heißt das Haus KranichGrundschule. 2006 zog der Hort mit ein, der vom Nieparser Storchennest-Verein getragen wird. Täglich werden hier unter dem Dach der Schule 101 Kinder betreut. 2,85 Millionen Euro kostet der Umbau der Kranich-Grundschule samt Erweiterung. Drei Millionen sollte die Schule zunächst kosten, doch die Einrichtung verzichtet auf eine kleine Aula, so konnten 200000 eingespart werden.

Ines Sommer

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