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Heilgeiststraße heute Mittag wieder frei

Stralsund Heilgeiststraße heute Mittag wieder frei

Die Sanierung der wichtigen Zufahrt von der Hafeninsel mitten ins Zentrum der Hansestadt ist abgeschlossen.

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Christoph Burkhardt von der Schnittchenfabrik, Thekla Kuhnke vom Geschäft „Anziehend“, OB Alexander Badrow und Gabriele Wilke aus dem Bastelladen „Friemelkram“ (v. l.) räumen schon mal einen Absperrzaun weg. Ab heute Mittag soll die Straße wieder komplett frei sein. FOTO: MARLIES WALTHER

Stralsund. Aufatmen bei Bewohnern und Händlern in der Heilgeiststraße. Nach einer Durststrecke, die über zwei Jahre dauerte, ist die Sanierung dieser wichtigen Verkehrsader jetzt abgeschlossen. Ab heute Mittag soll die sanierte Straße wieder befahrbar sein. Einen Absperrzaun räumte Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) gestern gemeinsam mit Geschäftsleuten der Straße schon mal weg.

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Die Sanierung der wichtigen Zufahrt von der Hafeninsel mitten ins Zentrum der Hansestadt ist abgeschlossen.

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Die hatten in den letzten Monaten nämlich richtig gelitten, weil durch die Dauerbaustelle viele Kunden wegblieben. Alle Läden beklagten erhebliche Umsatzeinbußen, die teilweise existenzbedrohend waren. „Ohne unsere Stammkunden, die uns wenigstens die Treue hielten, hätten wir es wohl kaum geschafft“, blickte gestern Thekla Kuhnke vom Geschäft „Anziehend“ zurück. „Bei ihnen müssen wir uns ganz herzlich bedanken“. Den Dank für ihre Geduld richtete Badrow gestern an alle, die in der Heilgeiststraße leben und arbeiten. „Wenn man in der Altstadt baut, ist das meist mit Überraschungen verbunden“, warb Badrow um Verständnis.

Große Probleme hatte den Bauleuten der Altbestand der Rohre im Erdreich bereitet. „Da hat nichts gelegen, wo es eigentlich sollte“, erklärte Bernd Schober, Bauleiter von der Stralsunder Firma Tief- und Verkehrsbau. Früher habe man das mit den Plänen offenbar nicht so genau genommen. Dadurch seien die Bauleute in Konflikt mit den neu zu verlegenden Leitungen, vor allem für den Regenwasserkanal, gekommen. Die alten Leitungen konnten aber noch nicht vom Netz genommen werden. „Das hat unseren gesamten technologischen Ablauf durcheinander gebracht“, sagte Schober.

Nach der Bauabnahme heute um 11 Uhr soll der Verkehr aber nun wieder rollen. Über Asphalt in diesem Bereich, was eigentlich für die Altstadt mit ihrem denkmalgeschützten Kopfsteinpflaster eher ungewöhnlich ist. Badrow begründete diese Art der Fahrbahndecke mit der Zufahrt zur Tiefgarage im Quartier 17. Aufgehoben ist damit ab heute auch die Befahrbarkeit der Fußgängerzone, die als Umleitung aus Richtung Kütertor während der letzten Monate möglich war.

Insgesamt hat sich die Stadt das Bauvorhaben 835000 Euro kosten lassen . Allein 710 000 Euro betragen die Städtebaufördermittel. Noch einmal rund eine halbe Million Euro wurden in Versorgungsleitungen für Strom und Gas von der SWS Energie sowie für Trink-, Schmutz- und Regenwasser von der Regionalen Wasser- und Abwassergesellschaft (Rewa) investiert.

Neben der Fahrbahn erfolgte auch die Erneuerung der Gehwege und der Beleuchtung. Auf der Nordseite des Fußgängerweges erfolgte eine Wiederverlegung der vorhandenen Granitplatten. In den Nebenanlagen wurde neues Mosaiksteinpflaster verlegt. Während der erste Abschnitt zwischen der Badstüber- und Jacobichorstraße von der Erd-, Straßen- und Tiefbau GmbH Rügen gebaut wurde, hatte auf dem Abschnitt Kleinschmied-Jacobichorstraße der Langendorfer Tief- und Verkehrsbau den Hut auf.

„Jetzt ist es ganz wichtig, dass alle hierher zum Einkaufen kommen, denn wir haben in der Heilgeiststraße wunderbare Läden“, sagte Ronny Planke, Geschäftsführerin der Stadterneuerungsgesellschaft (SES). Schließlich sei die städtebaulich wichtige Achse vom Kütertor über die Fußgängerzone bis zur Hafeninsel „grundhaft ausgebaut und zeitgemäß gestaltet“.

Benannt nach dem Hospital zum Heiligen Geiste

Die Heilgeiststraße ist nach dem um die Mitte des 13. Jahrhunderts gegründeten Hospital zum Heiligen Geiste benannt, das sich ursprünglich am Ostende befand und zu Beginn des 14. Jahrhunderts an seinen heutigen Standort verlegt wurde.

Der Abschnitt zwischen Mönch- und Mühlenstraße hieß um 1350 noch Palmentierstraße, nach den ansässigen Pergamentmachern.

Als einzige Straße besaß die Heilgeiststraße früher an beiden Endpunkten ein Stadttor – das noch heute erhaltene Kütertor am Knieperwall und das ehemalige Heilgeisttor in der Wasserstraße.

Marlies Walther

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