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In der Altenpleener Schule wird‘s eng

Altenpleen In der Altenpleener Schule wird‘s eng

Amtsausschuss will im September über eine von drei Varianten zur Umgestaltung entscheiden.

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In der Kranich-Grundschule in Altenpleen wird‘s langsam eng. Es gibt wieder mehr Schüler, und so fehlen Klassenräume.

Quelle: Ines Sommer

Altenpleen. Die Schülerzahlen in der Grundschule Altenpleen steigen. Diese erfreuliche Nachricht stellt das Amt als Träger der Einrichtung allerdings vor neue Herausforderungen. Platz muss her. Denn es fehlen Klassenräume.

Bereits vor den Ferien hatten die Eltern ihrem Ärger Luft gemacht (die OZ berichtete). Dabei sah Schulelternratsvorsitzender Marc Meister zwei Prioritäten: „Wir wollen keine Abstriche an der Bildungsqualität machen, und wir möchten auch, dass das Hortangebot bestehen bleibt. Dazu müssen wir eine Lösung finden.“

Zehn Klassen werden am Montag in der Kranich-Grundschule die Schulbank drücken — allein drei Räume werden da durch die Abc-Schützen genutzt. Zugelassen sind die Altenpleener Klassenzimmer für höchstens 25 Mädchen und Jungen, 26 werden es aber im neuen Schuljahr schon in einigen Klassen sein. „Damit ist die Kapazitätsgrenze leicht überschritten. Aber für das Schuljahr 2014/15 bekommen wir das alles noch in den Griff“, sagte Schulleiterin Petra Sagner.

Eng wird es dann 2015/16. „In dem Jahr gehen nur zwei Vierte ab, es kommen aber drei neue Erste. Da fehlt schon mal ein Klassenraum. Und wenn ich die Schülerzahlen bis 2020 ansehe, weiß ich, dass wir guten Zuwachs bekommen. Das heißt, wir müssen uns etwas einfallen lassen“, so die Schulleiterin vor den Ferien.

Im Moment gibt es zehn Klassenräume in der Kranich-Grundschule. Doch auch Fachzimmer, wie Computerkabinett, Zeichenraum, Aula für den Musikunterricht und Werkraum, stehen den 235 Grundschülern zur Verfügung. Demnächst werden mindestens noch zwei Zimmer gebraucht. Und da ist jetzt eine kluge Raumplanung gefragt. Die Teilung der Aula, die Einbeziehung des Mehrgenerationenhauses gleich nebenan und ein kleineres Lehrerzimmer wurden zwar diskutiert, sind aber vom Tisch. Ebenso soll der Hort im Haus bleiben. Denn der Storchennest-Verein als Träger des Hortes hatte vor den Ferien unmissverständlich klargemacht, dass man nur in der Schule das Angebot vorhalte. Ein Auszug wäre einer Schließung gleichgekommen.

Bereits in der Juni-Sitzung hatte auch der Altenpleener Amtsausschuss das Problem auf dem Tisch. Hier sprach sich die Runde aber dafür aus, keine Schnellschüsse zu starten. „Wir können da nicht irgendetwas beschließen, was der neue Amtsausschuss dann ausbaden muss. Gerade beim Thema Schule muss man verschiedene Lösungsvarianten durchspielen“, betonte Peter Messing. Und deshalb stehe das Ganze gleich im September auf der Tagesordnung — am 29. September tagt der Amtsausschuss und will eine Entscheidung treffen.

Nachdem die Überlegung, einen Anbau zu planen, aus Kostengründen (350 000 Euro) verworfen wurde, bleiben drei Varianten: „Wir sorgen für Wasser und Abwasser in allen Klassenzimmern, dann wird der Kunstraum frei. Das kostet etwa 25 000 Euro“, schätzt der Altenpleener Bauamtsleiter Klaus Marquardt. Als zweites könnte das Computerkabinett aufgelöst werden. Dann kämen die alten PC weg, dafür würden neue Laptops angeschafft, die in jedem Raum bedient werden könnten. Dritte Möglichkeit wäre die Zusammenlegung dreier kleiner zu einem großen Klassenraum.

1959 eingeweiht
55 Jahre alt ist die Altenpleener Grundschule. 1959 wurde die Polytechnische Oberschule in Altenpleen eingeweiht. Bis dahin gab es 13 kleine Schulen in der Umgebung. 1973 wurde der Schule der Name „Georg Benjamin“ verliehen. Seit 2004 heißt sie Kranich-Grundschule.
228 Schüler wurden im September 1959 unterrichtet. Schnell wuchs die Zahl auf 800.

 



Ines Sommer

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