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Kletterer in Rettungsmission

Binz Kletterer in Rettungsmission

Restaurierungsarbeiten an Wendeltreppe im Jagdschloss dauern an / Drei Stufen sind irreparabel

Binz. Böse Überraschung bei den Restaurierungsarbeiten an der gusseisernen Wendeltreppe im Mittelturm des Jagdschlosses Granitz: Zwar konnten letzte Woche drei Originalstufen nach der Restaurierung wieder eingesetzt werden. Doch drei der im letzten Jahr ausgebauten, rund 170 Jahre alte Stufen kamen mit dem Hinweis zurück, dass sie nicht mehr restauriert werden können. Das Problem: „Die Stufen weisen zum einen viele Haarrisse auf. Zum anderen gibt es auch Bereiche, die schon einmal früher Risse hatten und nun an derselben Stelle wieder beschädigt sind. Eine Stelle zum zweiten Mal zu reparieren, ist deutlich schwieriger und in manchen Fällen nicht mehr möglich“, informiert Kunsthistorikerin und Museumspädagogin Agnes Heine an, die seit dem Jahre 2011 im Schloss arbeitet. Die Firma müsse schließlich eine Garantie über die Haltbarkeit der Stufen geben, was in diesem Falle zu heikel gewesen wäre.

„Deshalb werden zunächst an ihrer Stelle Platzhalter aus Aluminium bleiben müssen“, kündigt Agnes Heine an. Der Ersatz sei notwendig, damit die Treppe überhaupt genutzt werden könne. „Wir werden noch entscheiden müssen, ob vielleicht in Zukunft ein Nachguss dieser drei Stufen realisierbar ist. Das wäre für die Raumwirkung der Treppe absolut wünschenswert. Die nicht mehr zu restaurierenden Stufen befinden sich wieder im Schloss und könnten einmal dafür als Gussvorlage dienen. Das wird aber noch besprochen werden müssen“, so Heine.

Seit Montag letzter Woche finden in dem Rügener Wahrzeichen auf dem Tempelberg die turnusmäßigen Restaurierungsarbeiten an den Treppen statt. Diese sind notwendig für den Erhalt der Konstruktion.

„Würden wir keine Restaurierung durchführen, wäre die Treppe eines Tages sicher nicht mehr zugänglich, da sie seit Generationen schon ausgiebig genutzt und dadurch auch stark belastet wird“, weiß

Heine. Immerhin besichtigen mehr als 100000 Gäste pro Jahr das Jagdschloss. Und die meisten Besucher erklimmen auch den Turm, um von oben den imposanten Blick auf die Rügener Landschaft zu genießen. Doch dem Besucherandrang halten die gusseisernen Stufen nicht ewig stand. Deshalb müssen Jahr für Jahr immer welche instandgesetzt werden. Dies geschieht im Auftrag des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL M-V). In diesem Jahr seien bis zu 45500 Euro für die Arbeiten an der Treppe und die Restaurierung defekter Stufen vorgesehen.

Derzeit ist der Ausbau von etwa fünf Stufen geplant, die in den kommenden Monaten dann von der Hamburger Firma Metalock Engineering Germany GmbH restauriert werden. Gestern wurde mit dem Ausbau von Stufen im letzten Lauf kurz vor der Plattform begonnen. „Dort ist der Lauf recht lang und an den letzten Stufen von dem Ausstieg aus Holz umgeben. Dadurch sind die Arbeiten hier etwas knifflig“, weiß

Heine. Spätestens zum Wochenende werde der Turm voraussichtlich wieder zugänglich sein. Bis dahin müssen die Gäste mit Einschränkungen rechnen, Treppe und Aussichtsplattform sind aus Sicherheitsgründen für den Besucherverkehr gesperrt. Apropos: Die Arbeit der beiden Fachmänner ist nicht ganz ungefährlich, denn solange sie an den Stufen werkeln, hängen sie an Seilen. „Das liegt daran, dass manche Verschraubungen am besten nur von unten gelöst werden können“, erklärt Agnes Heine. „Mit den beiden Kletterern haben wir aber Profis dabei, das sieht für die weniger Wagemutigen gefährlicher aus, als es ist. Trotzdem ist immer große Sorgfalt und Vorsicht angesagt.“

Gerit Herold

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