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Kranichrast-Hotel, Seniorenhaus und Platz für Häuslebauer

Kranichrast-Hotel, Seniorenhaus und Platz für Häuslebauer

Bürgermeister Peter Messing (Wählergemeinschaft) im OZ-Interview: Die Gemeinde Prohn unterstützt große Bauvorhaben und lockt damit Investoren

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Die DRK-Senioren-Wohnanlage zieht 2018 aus diesem Gebäude aus. Geplant ist ein Neubau im Damitzer Weg.

Quelle: Fotos: Ines Sommer

Prohn Seit Jahren gehört die Gemeinde Prohn zu den wenigen wachsenden Kommunen in Vorpommern-Rügen. Über 2000 Einwohner zählt der einst starke Landwirtschaftsstandort, der heute mit Kita, Schule, Arzt, Apotheke, Geldautomat, Sportverein und Einkaufsmarkt glänzt. Und das zieht nicht nur für einen Alterswohnsitz, sondern lockt auch junge Familien an. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Bürgermeister Peter Messing von der Wählergemeinschaft über die nächsten Aufgaben.

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Bürgermeister Peter Messing (Wählergemeinschaft) im OZ-Interview: Die Gemeinde Prohn unterstützt große Bauvorhaben und lockt damit Investoren

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OZ: Der Baumboom scheint vorbei, und doch hat die Gemeindevertretung Prohn immer wieder neue Bebauungspläne auf dem Tisch. Was sind die größten Projekte?

Peter Messing: Ein Thema, das uns seit Jahren beschäftigt, ist das Feriengebiet Kranichrast auf dem früheren Gelände der Tierkörperbeseitigungsfabrik. Da sind ein kleines Hotel mit 50 Betten, eine Mehrzweckhalle und ein Karawan-Stellplatz geplant. Investor ist hier Willi Pekrahn.

OZ: Wann sollen die Bagger anrollen?

Messing: Noch in diesem Jahr sollen die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser verlegt werden. Aber wir mussten lange mit der Hansestadt kämpfen, die dieses Vorhaben als Nachbar abgelehnt hat. Außerdem gab es Bedenken des Naturschutzes. Aber wir sind auf einem guten Weg.

OZ: Gerade erst haben die Abgeordneten einen neuen Bebauungsplan für ein Seniorenheim beschlossen. Im Damitzer Weg soll ein Neubau entstehen?

Messing: Der DRK-Landesverband hat den Komplex in der Witzlaffstraße gepachtet. Der Vertrag läuft 2018 aus, und man konnte sich nicht auf Künftiges einigen. Zumal das Gebäude umgebaut und auf neue Standards gebracht werden müsste. Deshalb hat sich das DRK für einen Neubau im Damitzer Weg entschieden. Es gab sogar einen Architekten-Wettbewerb. Rund 13 Millionen Euro will das DRK in vier kleine Häuser investieren. 120 Plätze entstehen, das sind 24 weniger als bisher.

OZ: Und was passiert mit dem jetzigen Pflegeheim?

Messing: Das wissen wir nicht, es gehört einer Vermögensverwaltungsgesellschaft. Und die hat sich noch nicht geäußert. Wir hoffen natürlich auf eine Nutzungsidee...

OZ: Hat denn auch der einfache Häuslebauer in Prohn noch eine Chance?

Messing: Selbstverständlich. Gerade erst haben wir im Sommerfelder Weg angeschoben, dass sechs weitere Bauplätze geschaffen werden können. Die Straße dort wurde über die Dorferneuerung gebaut, und da haben wir auch gleich die Anschlüsse für diese Grundstücke mit eingerichtet. Dort stehen noch alte Garagen, die abgerissen werden. Die Planung läuft.

OZ: Prohn ist also für Investoren attraktiv, was kann sich die Gemeinde alleine noch leisten?

Messing: Dieses Jahr treten wir etwas kürzer. Aber dafür haben wir fast alle Straßen saniert, die letzte war die nach Klein Damitz. Jetzt fehlt nur noch die Ringstraße. Aber uns ist klar, dass wir dann immer für die Werterhaltung sorgen müssen, das hat Priorität in der Zukunft.

OZ: Alle Kommunen beklagen knappe Kassen. Sehen Sie einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Messing: Es gibt ein Urteil aus Thüringen, das Hoffnung macht. Da wurde nämlich festgehalten, dass die Kreisumlage nicht höher sein darf als das, was sich die finanziell schwächste Kommune leisten kann. Heißt mit anderen Worten: Wenn das Geld dann für den Kreis nicht reicht, muss das Land einspringen, und das ist auch richtig so.

OZ: Viele Gemeinden trauen sich jetzt schon gar nicht mehr zu investieren.

Messing: Also wir sparen nicht, sondern geben das Geld aus, so lange es noch Fördermittel gibt. Dann muss man Eigenanteile eben über Kredit finanzieren. Aber wenn wir bei der EU nicht mehr Fördergebiet 1 sind, dann geht für die Kommunen doch gar nichts mehr. Also muss man jetzt noch machen, was man kriegen kann.

OZ: Apropos Kredite? Welche Schulden hat die Gemeinde Prohn?

Messing: Einer läuft für die Kita, die wir ja ohne Fördermittel gebaut haben. Aber da sorgen gute Einnahmen dafür, dass uns das nicht zusätzlich belastet. Ein zweiter Kredit mit 50000

Euro Rate jährlich läuft für die Altschuldentilgung der Wohnungsbaugesellschaft. Der tut uns richtig weh.

Ines Sommer

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