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Stralsund Kreisel statt Kreuzung am Tribseer Damm?

Debatte in der CDU-Fraktion: Stadt hält an Ampellösung fest / Grüne wollen mit Gegenvorschlag in die Bürgerschaft

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Stralsund. Kreisel oder Ampelkreuzung — das bleibt die Frage. Die Debatte zum geplanten Umbau der Kreuzung Tribseer Damm/Carl-Heydemann-Ring beschäftigt die politischen Gremien. Nachdem bereits die Fraktion Bürger für Stralsund an dem neuralgischen Knotenpunkt einen Kreisverkehr statt der von der Stadt favorisierten Lichtsignalanlage gefordert hatte, machen sich jetzt weitere Kommunalpolitiker für den Kreisel stark.

Kreisverkehre können zur Verkehrssicher- heit beitragen, sind aber nicht automatisch die bessere Lösung.“Stephan Bogusch, Stadtverwaltung

Die Bündnisgrünen wollen dazu einen Antrag in die nächste Bürgerschaft einbringen. „Wir halten den Kreisverkehr in diesem Kreuzungsbereich für die bessere Variante“ sagte Fraktionsvorsitzender Jürgen Suhr. „In Stralsund haben wir gute Erfahrungen mit Kreisverkehren gemacht. Das gilt auch für Bereiche, bei denen die Verwaltung zunächst ablehnend war“, begründet Suhr den Vorstoß der Fraktion.

Außerdem plädieren die Grünen für die Anlage eines beidseitig gesondert geführten Radweges vom Hauptbahnhof bis zur Kreuzung. Auch das ist ein Gegenvorschlag zur Planung der Verwaltung, die einen Radschutzstreifen direkt auf der Fahrbahn vorsieht.

Die Stadt hingegen hält an einer Ampelkreuzung fest. Vor der CDU-Bürgerschaftsfraktion hatte der Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün, Stephan Bogusch, Montag die Planung verteidigt. Zur Begründung nannte er das hohe Verkehrsaufkommen, die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern und den fehlenden Platz. „Kreisverkehre können zur Verkehrssicherheit beitragen, sind aber nicht automatisch die bessere Lösung“, sagte Bogusch.

Es sei nicht so, dass die Stadt von vornherein einen Kreisel ausgeschlossen habe. Bogusch erläuterte mehrere Varianten, die untersucht wurden. „Fußgänger sind aber bei Lichtsignalanlagen sicherer, und wir müssen nun mal alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen“, argumentierte Bogusch. Im Vergleich zum Werftkreisel seien am Tribseer Damm durch Arbeitsagentur und Burmeister-Schule deutlich mehr Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Laut Verkehrszählungen wäre auch der Pkw-Anteil höher. Ein Kreisverkehr müsste nach Ansicht von Bogusch in dem Bereich mindestens einen Außendurchmesser von 30 Metern haben. Selbst wenn man den Kreisel Richtung Norden verschieben würde, wäre das Platzproblem nicht behoben, so Bogusch.

Das sieht Reinhard Kremser anders: „Es geht, wenn man will“, sagte das CDU-Mitglied mit Blick auf den Kreisel Frankendamm/Frankenwall. Das Flächendefizit will auch seinem Parteifreund André Meißner nicht in den Kopf. Probleme des Lärmschutzes bewegten Kerstin Friesenhahn.Bürgerschaftspräsident Peter Paul regte an, die geplanten Rad-Schutzstreifen auf der Fahrbahn farblich zu kennzeichnen. Und CDU-Landtagskandidatin Ann-Christin von Allwörden forderte vergleichende Unfallzahlen für Kreuzungen ein, die zum Kreisel umgebaut wurden. Ein klares Ja oder Nein gab es am Ende der CDU-Sitzung nicht. „Wir müssen das noch einmal gründlich durchdenken“, sagte André Meißner auf OZ-Nachfrage.

Ob das „Kampfziel“ — Baubeginn 2017 — zu halten ist, da will sich auch Bogusch nicht festlegen. Eingesetzt werden sollen Fördermittel. Der Antrag ist bisher aber noch gar nicht gestellt.

Von Marlies Walther

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