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Künstliches Riff entsteht vor dem Rügendamm

Stralsund Künstliches Riff entsteht vor dem Rügendamm

Zwei Schwimmkästen werden derzeit als Ausgleichsmaßnahme zerkleinert und sollen zum Ruheort für Fische und Pflanzen werden

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Derzeit werden die Senkkästen zerkleinert. Aus den Betonresten soll auf dem Meeresboden ein künstliches Riff entstehen.

Quelle: Foto: Miriam Weber

Stralsund. Mit langem Arm greift der Bagger nach dem Rand der Senkkästen im Strelasund. Stück für Stück knabbert er die Betonringe regelrecht ab. „In den 70/80er Jahren wurden diese in Rostock gebauten Kästen dorthin gesetzt“, sagt Peter Fürst, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Sie befinden sich direkt vor dem alten Rügendamm. „Damals waren das die Liegeplätze 14 und 15. Sie dienten als Anlegestelle für Kiesspüler, die auf dem Dänholm Kies anlandeten, der für den Wohnungsbau benötigt wurde.“

Nun werden die riesigen Ringe, die einen Durchmesser von zehn Metern haben, in Einzelteilen versenkt. Eine ganz schöne Arbeit, da die Kästen eine Höhe von sieben Metern haben. Die Kosten für diese Maßnahme betragen 200000 Euro. „Das gehört zu den sogenannten Ausgleichsmaßnahmen, weil es so umfangreiche Bauarbeiten an der Ostmole gibt“, erklärt Helga Nachtwey vom Amt für Planung und Bau.

Und da jede Wasserbaumaßnahme einen Eingriff in das maritime Leben bedeutet, gibt es einen Ausgleich. „Diese Schwimmkästen werden zerkleinert und sollen am Meeresboden ein künstliches Riff bilden.“

Zuvor wird der Bewehrungsstahl jedoch entfernt. Läuft alles nach Plan, dann sollen diese Arbeiten zum Ende dieser Woche abgeschlossen sein. „Doch das ist wetter- und vor allem windabhängig“, wie Helga Nachtwey anfügt. Bei zu viel Wind können die Geräte nicht arbeiten.

Doch nicht nur der Abbruch der Schwimmkästen schreitet voran, sondern auch der Rückbau der alten Ostmole am Wassersportzentrum auf dem Dänholm. Das Bauwerk, das teilweise aus den 1930er Jahren stammt, soll für insgesamt 7,41 Millionen Euro erneuert werden. Im September hatten die Bauarbeiten dazu begonnen und sollen bis zum Sommer des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Dann wird es 22 Liegeplätze für Wasserwanderer geben und einen Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe. Fünf Stege des Wassersportzentrums bieten nach wie vor Plätze für die Wassersportler der Seglervereine der Hansestadt.

Ende November soll der Rückbau planmäßig abgeschlossen sein. Daran schließt sich einer der spannendsten Bauabschnitte an, denn dann geht es an die sogenannte Kampfmittelsondierung und die anschließende -beräumung. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ist das Gebiet um den Dänholm bombardiert worden. Deshalb wäre es nicht überraschend, wenn man bei der Suche nach möglichen Bomben fündig wird. Es gibt sogar Fotos aus der Zeit, als die Angriffe geflogen und die Bomben abgeworfen wurden. Doch da der Untergrund sehr weich ist, kann es durchaus sein, dass sich die Bomben gar nicht mehr am Abwurfort befinden, sondern abgedriftet sind. Deshalb wird zunächst ein riesiger Magnet zum Einsatz kommen, der den größten Schrott bereits wegsammelt. Erst dann wird genau sondiert, ob sich Bomben im Baugebiet befinden.

Die Kosten des gesamten Vorhabens werden aus Fördermitteln des Landes und vom Wassersportzentrum auf dem Dänholm sowie dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund beglichen.

Baustelle Ostmole

Insgesamt 7,41 Millionen Euro werden in den Neubau der Ostmole auf der Insel Dänholm investiert. Notwendig wurde die Sanierung, weil die bisherige Mole bereits marode und nicht mehr komplett nutzbar war.

Neben der neuen Mole an sich werden außerdem 22 Liegeplätze für Wasserwanderer entstehen und ein Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe.

Wenn die Bauarbeiten nach Plan ablaufen, ist mit deren Ende Juli 2018 zu rechnen.

Miriam Weber

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