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Stralsund Kunstlicht statt Sonnenschein

Stralsunder Schüler hofften beim Solarboot-Rennen auf dem Alten Markt vergeblich auf die Sonne

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Beim 4. Stralsunder Solarbootrennen hatten Marc Wendlandt (14,v.l. ) und Nathan Splettstößer (13) vom Hansa-Speed-Team des Hansa-Gymnasiums und Leo-Alexander Rahn und Lara-Marie Petersdorf (beide 9) von der Juri-Gagarin-Schule die Nase vorn.

Quelle: Fotos: Christian Rödel

Stralsund. Aus Mangel an natürlichem Licht mussten die Veranstalter des vierten Stralsunder Solarboot-Rennens am Sonnabend mit künstlicher Beleuchtung auf dem Alten Markt nachhelfen, denn ansonsten hätten sich die selbst gebauten kleinen Vehikel der 33 Schüler-Teams kaum in dem großen Wasserbecken bewegt. Da war es also wieder: Das Speicherproblem von elektrischer Energie, die durch Sonnenlicht erzeugt wird.

OZ-Bild

Stralsunder Schüler hofften beim Solarboot-Rennen auf dem Alten Markt vergeblich auf die Sonne

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Vielleicht sind die Schüler dieses Wettbewerbs ja im kommenden Jahr schon etwas weiter und haben eine Idee, wie kurz vor dem Wettrennen ein Akku per Sonnenlicht aufgeladen werden kann. Dann wären die Solarboote durch das Gewicht der Akkus natürlich wieder ziemlich schwer und sicherlich auch fast manövrierunfähig. Die alternative Energiegewinnung hat ihre Tücken — das wurde am Sonnabend beim Tag der erneuerbaren Energien vor dem Rathaus an mehreren Info-Ständen überdeutlich.

Seine liebe Not bei der Vermarktung von kleinen Windenergie-Anlagen für private Haushalte hat der Unternehmer Frederik Wolf aus Möckow bei Karlsburg. Der 35-jährige Jurist vertreibt mit seinem Unternehmen „Boddenwind“ sogenannte Kompaktwind-Anlagen, die in jedem Fall genehmigungspflichtig sind. Der Umgang mit den Baubehörden ist allerdings nicht so leicht, aber als Advokat hat der gebürtige Berliner viel Erfahrungen mit dem Baurecht gesammelt. Nach seiner Aussage liegt der Schallpegel der kleinen Windkraftanlagen bei etwa 45 Dezibel — diese sind somit nicht lauter als eine Geschirrspülmaschine.

Die Amortisationszeiten einer solchen Anlage sind relativ lang, weil beispielsweise eine Anlage mit einem 18 Meter (Mindesthöhe 12,5 Meter) hohen Mast etwa 22000 Euro kostet und eine staatliche Förderung nicht möglich ist. Grüne Energie hat eben seinen Preis, und das ist die Krux bei der Umsetzung umweltfreundlicher Technologien.

Davon kann auch Mathias Klage ein Lied singen: Der Diplom-Ingenieur vom Förderverein Energie-Welten Stralsund möchte in der Hansestadt auf einer Ausstellungsfläche von 1450 Quadratmetern ein Zentrum für Test- und Werbemodelle im Bereich der erneuerbaren Energien errichten und dafür fehlt ihm einfach das Geld. Klage will mit Partnern, unter anderem die Stralsunder Fachhochschule, weiter an der Idee arbeiten, ein Informationszentrum rund um die Gewinnung erneuerbarer Energien auf die Beine zu stellen.

Mit den umweltfreundlichen öffentlichen Personenbeförderungsmitteln in der Region hat Anton Werner so seine Probleme, denn der Vorsitzende des lokalen Ablegers des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kämpft seit Jahren um bessere Bus- und Bahnverbindungen in und um Stralsund. Allein die Gestaltung des Busfahrplanes ist für Werner wegen der Unübersichtlichkeit eine Katastrophe. Da bleibt einem wohl nur noch das Fahrradfahren.

Da hatte die Polizei als Freund und Helfer einen besonderen Service auf dem Alten Markt anzubieten. Die Polizeibeamtin Mandy Wolter codierte mit einer weiteren Kollegin in ihrem Zelt unzählige Drahtesel.

Von Christian Rödel

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