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Letzte Ruine am Markt soll bald verschwinden

Richtenberg Letzte Ruine am Markt soll bald verschwinden

Die Stadt Richtenberg (Vorpommern-Rügen) will die ehemalige Brennerei Saß/Holtfreter sanieren. Gute Nachricht: Das Land ist jetzt Miteigentümer.

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Die letzte Ruine am Richtenberger Markt soll in den nächsten Jahren verschwinden.

Quelle: Jörg Mattern

Richtenberg. Die alte Brennerei am Markt soll saniert werden, so der Wunsch. 50 000 Euro will die Stadt jedes Jahr zur Verfügung stellen – insgesamt aber nicht mehr als 500 000 Euro. Im Haushalt 2018 ist bereits der erste Schlag eingeplant.

Dafür muss die Kommune allerdings einen Kredit aufnehmen (die OZ berichtete). Einen großen Teil wuppt ein Investor, der bereits andere Häuser in der Stadt saniert hat. Aber auch aus dem Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ möchte Richtenberg Geld haben. Bereits im März 2017 hatte die Stadtvertretung die ehemalige Industriebrache zum Einzelprojekt der Städtebauförderung erklärt.

Die Zeichen für Fördermittel stehen gut. „Wir waren jetzt im Ministerium. Für unseren gut vorbereiteten Antrag und die anderen Unterlagen wurden wir gelobt“, sagt Bürgermeister Karldiether Wegner (parteilos) am Montagabend in der Stadtvertretung und gab das Lob gleich an die Amtsverwaltung weiter. Und doch kam man aus Schwerin mit einer Hausaufgabe wieder: Die Stadt soll Perspektiven im Wohnungsbau aufzeigen, Bedarfe ermitteln.

In der alten Brennerei, die 1848 am Mark 23/24 gebaut wurde, sollen nach der Umgestaltung Wohnungen entstehen. Ursprünglich hatte sich Bürgermeister Wegner hier ein kleines Ärztehaus mit Physiotherapie vorgestellt. „Aber Wohnungsbau wird jetzt einfach besser gefördert. Betreutes Wohnen können wir ja vielleicht trotzdem anbieten – in Zusammenarbeit mit einem Pflegedienst. Mal sehen, was sich da in den nächsten Jahren ergibt“, sagt das Stadtoberhaupt und sieht auch eine spätere Nutzungsänderung als Option. „Wichtig ist jetzt erst mal, dass wir das Projekt vorantreiben“, so Wegner.

Ines Sommer

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