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Leuchtfeuer soll Kap als touristische Attraktion erhellen

Kap Arkona Leuchtfeuer soll Kap als touristische Attraktion erhellen

Im Internet, mit der Medienbox und einer App könnte bald für die „Seemännische Strecke“ im Norden der Insel Rügen geworben werden.

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Wollen das Kap touristisch aufwerten, das Leuchtfeuer restaurieren: Dorothea und Martin Bögelsack und Ernst Heinemann (Mitte).

Quelle: Fotos: Manuela Wilk

Kap Arkona. Ein einmaliger Anziehungspunkt für Besucher — das soll die „Seemännische Strecke“ auf dem Flächendenkmal am Kap Arkona werden. Dafür setzen sich vor allem der Förderverein Kap Arkona und der Tourismus-Verband Rügen ein. Unterstützt werden sie vom Ehepaar Bögelsack aus der Nähe von Berlin. Das übernimmt die Restauration des ersten Ausstellungsstückes, des Leuchtfeuers.

Die Schauoptik am Fuße des Leuchtturms soll den Einstieg in die „Seemännische Strecke“ bilden. Das Lichtsignal ist identisch mit dem, das am Kap aktiv ist. „Es ist etwas Besonderes, dass Touristen zusehen können, wie das Leuchtfeuer funktioniert“, sagt Ernst Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins Kap Arkona. In der Regel könnten sich die Besucher eines Leuchtturm die Optik eben nicht ansehen.

2000 Euro kostet es, die Schauoptik zu restaurieren. „Die ist in einem guten Zustand“, sagt Martin Bögelsack. Der gelernte Dreher und Fräser hat eine Affinität für Technik und will 400 Arbeitsstunden in das Leuchtfeuer investieren. Das müsse unter anderem gereinigt, Zahnkranz, Getriebe und ein Motor eingebaut werden. Die Endmontage ist für April geplant. Schon am 1. Mai soll das Leuchtfeuer dann feierlich in Betrieb genommen werden.

„Als wir das erste Mal hier oben waren, sind wir begeistert gewesen“, erinnert sich Dorothea Bögelsack. Sie schätze die „Magie des Ortes“. Dennoch wirke manches am Kap etwas vernachlässigt.

Bögelsacks haben eine Ferienwohnung in Breege und wollten sich aktiv einbringen, das Kap zu verschönern, erklärt die 64-Jährige.

„Das Flächendenkmal hat viel Potenzial“, ist auch Heinemann überzeugt. Dieses müsse nur gebündelt und richtig vermarktet werden. Der erste Schritt ist die Inbetriebnahme des Leuchtfeuers. Außerdem sollen das SAR-Boot, das Nebelhorn und später das Leuchtfeuer Ranzow für die Touristen hergerichtet werden. „Das Boot beispielsweise muss gestrichen und die Außenhaut restauriert werden“, beschreibt Heinemann.

Um aber die Touristen anzulocken, müsse noch mehr getan werden. „Wir wollen in diesem Zug die Webseite des Fördervereins modernisieren und auch Webcams einbinden“, blickt Heinemann voraus. „Alles, was wir machen, muss zugriffsfähig sein.“ Daher biete sich die Entwicklung einer App an, die den Besucher über das Flächendenkmal führt und zu jedem Ausstellungsstück Informationen bereithält.

Auch die Gastronomen, Künstler und Gewerbetreibenden sollten eingebunden werden. Der Förderverein sehe sich dabei als Dienstleister. Viele Touristen wollen sich übers Internet informieren, was man am Kap fußläufig alles besuchen kann, so Heinemann weiter. Auch die Medienbox, in der kleine Videos zu Kunst, Kultur gezeigt werden, soll hier helfen. „Das Angebot wurde schon 2014 gut angenommen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins.

Wie das Projekt „Seemännische Strecke“ finanziert werden kann, ist noch nicht ganz klar. „Wir kümmern uns darum und sammeln Spenden“, kündigt Heinemann an. Die ersten achthundert Euro für das Leuchfeuer hätten sie bereits. „Geld gibt es immer nur für gute Projekte. Wir müssen uns genau überlegen, wie die Fläche gestaltet werden soll.“ Bis Herbst soll das Konzept für die gesamte „Seemännische Strecke“ stehen.

Das Leuchtfeuer
2000 Euro kostet die Restauration des Leuchtfeuers. Es soll sich am Ende drehen und Lichtsignale senden. Kennzeichnend sind eine bestimmte Länge und der Takt des Leuchtfeuers.
17,3 Sekunden dauert eine Umdrehung. Blitz, Blitz, Blitz, kein Blitz ist die Kennung des Kaps. Die Lichtfarbe ist weiß.
270 Kilogramm wiegt die Optik, die sich Touristen vor dem Leuchtturm ansehen können.

 



Manuela Wilk

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