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Löwensches Palais: Umbau läuft

Stralsund Löwensches Palais: Umbau läuft

Im Herbst soll eine große Fläche im Erdgeschoss an die Drogerie-Kette Rossmann übergeben werden

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Am Donnerstag sollen die Fassadenarbeiten am Löwenschen Palais in der Ossenreyer-/Ecke Heilgeiststraße beginnen.

Quelle: Fotos: Marlies Walther

Stralsund. Jetzt geht es ratz-batz: Erst im Mai hatte die OSTSEE-ZEITUNG über den Verkauf und den geplanten Umbau des Löwenschen Palais’ in der Ossenreyer-/Ecke Heilgeiststraße berichtet. Inzwischen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Und bereits im Herbst soll das Erdgeschoss fertig sein.

OZ-Bild

Im Herbst soll eine große Fläche im Erdgeschoss an die Drogerie-Kette Rossmann übergeben werden

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Das kündigte gestern der Architekt Carsten Puls von der Projektentwicklungsgesellschaft Niederelbe aus Hamburg an, der für den Eigentümer die Neugestaltung des Einkaufszentrums im Herzen der Altstadt leitet. Bereits Ende der vergangenen Woche wurde die gesamte Gebäudefront eingerüstet. Diesen Donnerstag soll damit begonnen werden, die Fassade zu erneuern. Laut Puls wird zunächst eine gründliche Reinigung vorgenommen. Danach erfolgt der neue Anstrich in den Farbnuancen beige-grau.

Aber auch im Inneren des Komplexes geht es zur Sache. Die Rolltreppe, die früher vom Foyer aus ins Obergeschoss führte, wurde zurückgebaut. Denn für die Drogeriekette Rossmann wird eine großzügige Ladenfläche hergestellt. „Wir wollen die Fläche Ende Oktober an Rossmann übergeben“, sagt Puls. Daran werde sich dann noch die Ladeneinrichtung durch den Mieter selbst anschließen. Dort, wo man jetzt noch freie Sicht durch das Glasdach bis zum blauen Himmel hat, wird künftig eine Decke eingezogen.

„Wir haben alle Aufträge vergeben, vorwiegend an einheimische Firmen“, erklärt Puls. So würden zum Beispiel die neuen Fenster von der Stralsunder Metallbau-Firma Brandt hergestellt. Mit im Boot sitzen auch die Langendorfer Firma MSG Montage und Service oder das Bauunternehmen Noba aus Greifswald.

Insgesamt sind im Erdgeschoss vier Läden geplant. Später soll dann der Ausbau der Obergeschosse an die Reihe kommen. Dort sind Büros vorgesehen. Die könnten dann je nach Mieterwünschen auch bedarfsgerecht hergerichtet werden, so der Architekt. Der galerieartige Umlauf bleibt erhalten. Im Keller – dort, wo sich in den ersten Jahren sogar mal eine Bar befand –gibt es inzwischen eine Tiefgarage, die erhalten bleibt. Die 50 Plätze werden künftig jedoch nicht öffentlich zur Verfügung stehen, sondern den Mietern vorbehalten sein. Außerdem wird im Keller jede Menge Haustechnik untergebracht.

Besitzer des Löwenschen Palais’ ist ein Privatinvestor, wie das Düsseldorfer Makler- und Beratungsunternehmen für Einzelhandelsimmobilien Comfort bereits im Mai informiert hatte. Der Unternehmer ist in Norddeutschland aktiv. Er hatte die seit fünf Jahren leerstehende Einkaufspassage von einem Immobilienfonds der Schweizer Großbank Credit Suisse mit Sitz in Zürich gekauft. Die Düsseldorfer Firma hatte den Vertrag vermittelt. Über den Kaufpreis war Stillschweigen vereinbart worden.

Mit der Umgestaltung des Löwenschen Palais’ geht eine lange Leidensgeschichte des Objektes zu Ende, das immer wieder in der Kritik stand. Erbaut wurde es im Jahr 1995 für damals 35 Millionen Mark.

Fachleute sprachen von einem städtebaulichen Missstand, weil das Wohn- und Geschäftshaus nicht der Gestaltungssatzung der Hansestadt entspricht.

In den letzten Jahren waren mehrfache Versuche, das Einkaufszentrum wieder neu zu beleben, gescheitert. Bereits im März 2010 wurden im Gestaltungsbeirat mögliche Umbaupläne vorgestellt. Dazu gehörte neben der grundlegenden Sanierung vor allem die Fassaden-Aufwertung.

Die Gesamtnutzfläche des Komplexes beträgt 5500 Quadratmeter. Vor allem aber dürfte es die Super-Geschäftslage sein, die das Objekt so interessant macht – mitten auf Stralsunds Hauptgeschäftsstraße.

Schließlich befindet sich in unmittelbarer Nähe das Quartier 17, wo die Düsseldorfer Comfort-Gruppe bereits die Mieter Woolworth und das Schuhhaus Höppner vermittelt hat. In weiterer Nachbarschaft liegen die Modekaufhäuser Peek & Cloppenburg, C & A und H & M.

Das Gouverneurs-Haus

Namensgeber des Löwenschen Palais’ ist der schwedische Generalgouverneur Axel Graf von Löwen, der das Haus erworben hatte.

1734 war das Gebäude zunächst von Bürgermeister David Ike erbaut worden.

Das Palais fiel jedoch dem Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 zum Opfer. In den 1950er-Jahren entstand auf der Freifläche ein Obst- und Gemüsemarkt. Die Neubebauung erfolgte 1995.

Marlies Walther

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