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Lückenschluss zwischen Zirkow und Serams nicht vor 2018

Zirkow/Serams Lückenschluss zwischen Zirkow und Serams nicht vor 2018

Für den Radwegebau entlang der Bundesstraße 196 müssen noch Grundstücksprobleme gelöst und Ausgleichsflächen gefunden werden / Nächster Radaktionstag im September

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Zirkow/Serams. In einer schier endlosen Geschichte soll in Kürze ein weiteres Kapitel aufgeschlagen werden. Das lässt jedenfalls Steffen Wehner wissen. „Im Sommer 2016 wird das Planfeststellungsverfahren für den Radweg zwischen Zirkow und Serams eingeleitet werden“, sagt der Sprecher von Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Laut Wehner werde das genannte Verfahren zwischen 12 und 18 Monaten dauern. Vor 2018 wird also ein gefahrloses Radeln zwischen den beiden Orten neben der vielbefahrenen Bundesstraße nicht möglich sein.

Herbert Trilk mag schon gar nicht mehr daran glauben. „Irgendwie ist das schon komisch, dass es mit diesem Lückenschluss so lange dauert, obwohl die Pläne seit Jahren fertig sind“, sagt der Vorsitzende des Vereins Tour d’ Allée. Der Zirkower hatte inzwischen schon über Facebook Kontakt mit dem Verkehrsminister aufgenommen. „Wir können auch nicht zaubern“, soll die Antwort gewesen sein.

Zaubern wird wohl auch nicht nötig sein. Vielmehr, so Ministeriumssprecher Wehner, sollen mit Hilfe des genannten Verfahrens „Widrigkeiten beim nötigen Grunderwerb“ behoben werden. „Außerdem benötigen wir trassenferne Flächen für Ausgleichsmaßnahmen“, macht Wehner deutlich.

Der Radweg von Zirkow in Richtung Serams soll links neben der Straße angelegt werden. Die Trasse soll durchgängig 2,50 Meter breit, das Asphaltband nur in einem Abschnitt in Pantow etwas schmaler werden. Wenn die 3,7 Kilometer lange Radwegelücke zwischen Zirkow und Serams geschlossen ist, wäre ein durchgängiges Radfahren auf ausgebauten Wegen von Bergen bis Klein Zicker auf etwas mehr als 33 Kilometern möglich. Die Trasse für Radler bis Zirkow beziehungsweise von Serams bis in den Südosten der Insel ist bereits in den vergangenen Jahren gelegt worden.

Die Zirkower kämpfen seit 2003 um den Radweg. Später haben sie dafür Unterstützung von der breiten Öffentlichkeit bekommen. So hatte der Fremdenverkehrsverein des Ostseebades Binz im August 2012 eine Unterschriftenaktion für den Lückenschluss gestartet. Und schließlich dafür auch Partner wie beispielsweise die Kurverwaltung Binz, die Gemeinde Zirkow sowie Binzer Hotels, den Radsportverein Rügen-Rund und Karls Erdbeerhof gewinnen können. Die Aktion war seinerzeit auf eine breite Resonanz gestoßen. Weit mehr 3300 Einheimische und Urlauber hatten sich seinerzeit mit ihren Namen für den Radwegeausbau zwischen Zirkow und Serams ausgesprochen. Begleitend zu den Unterschriftenlisten hatte der Vorstand des Fremdenverkehrsvereines zudem einen offenen Brief an den damaligen Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) formuliert und auf die widrigen Umstände auf der Bundesstraße für Pedalritter hingewiesen.

Bislang hat sich nichts getan. Aber Rügens Radsportfreunde wollen weiter Druck machen. „Nach Premiere im vergangenen Jahr wollen wir auch 2016 zusammen mit dem Fremdenverkehrsverein Binz wieder einen Fahrradaktionstag starten“, sagt Herbert Trilk. Im September sollen dann nicht nur für den Lückenschluss radelnd demonstriert werden. „Wir werden in diesem Jahr von Serams aus nicht nur bis zum Erdbeerhof bei Zirkow fahren, sondern weiter bis zum Naturerbe Zentrum Rügen in Prora“, kündigt Trilk an. Und dies aus einem ganz einfachen Grund. „ Ein straßenbegleitender Radweg entlang der Landesstraße zwischen Karow und Prora ist nicht weniger wichtig als der Lückenschluss zwischen Zirkow und Serams“, unterstricht der Zirkower in diesem Zusammenhang.

Chris-Marco Herold

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