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Nach Verlustjahr: Ozeaneum wieder mit leichten Gewinnen

Stralsund Nach Verlustjahr: Ozeaneum wieder mit leichten Gewinnen

Während das maritime Ausstellungszentrums 2015 noch ein Minus von 102000 Euro verbuchen musste, hat sich die Lage 2016 deutlich verbessert

Stralsund. Das Ozeaneum hat nach einem verlustreichen Jahr 2015 wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Dies geht aus der jüngsten im Handelsregister veröffentlichten Bilanz der Ozeaneum Stralsund GmbH, der Betreibergesellschaft des maritimen Ausstellungszentrums, hervor.

Demnach hat das besucherstarke Kaltwasser-Aquarium 2015 ein sechsstelliges Minus von gut 102000 Euro verursacht. Im Jahr 2014 war die maritime Ausstellung mit einem kleinen Plus von rund 90

000 Euro noch knapp in der Gewinnzone.

Im vergangenen Jahr ist das finanzielle Polster wieder angewachsen. Nach Angaben von Ozeaneums-Sprecherin Romy Kiebel hat das Haus 2016 ein Plus von 318000 Euro erwirtschaftet.

Das Geld sei von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum dazu verwendet worden, um in diesem Jahr neue Investitionen im Ozeaneum vorzunehmen. Gründe für das vergleichsweise hohe Minus im Jahr 2015 seien hauptsächlich vorzeitige Reparatur- und Sanierungsarbeiten an dem Gebäude des Ozeaneums gewesen, die ursprünglich erst im Jahr 2019 geplant gewesen seien.

Das Ozeaneum war in den vergangenen Jahren wirtschaftlich mehrfach in seichtes Fahrwasser geraten, nachdem das Haus während der Anfangsphase nach der Eröffnung im Jahr 2009 zunächst Millionen verdient hat. Während das Plus 2010 noch bei satten vier Millionen Euro rangierte, betrug der Bilanzgewinn im Jahr 2012 lediglich 94000 Euro. 2013 lag der Gewinn dann bei nur noch 11 900 Euro. Im Jahr 2014 mussten die Mitarbeiter der Einrichtungen des Deutschen Meeresmuseums sogar geringfügige Lohneinbußen akzeptieren.

Die Ozeaneum GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, der auch das alte Meeresmuseum im Katharinenkloster, das Nautineum auf dem Dänholm sowie das Natureum auf dem Darß

angegliedert sind. Sie bekommt mit knapp zwei Millionen Euro so viel Fördergeld wie keine andere vergleichbare Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern.

Trotz der finanziellen Situation sei nicht geplant, während des ab 2019 anstehenden Umbaus des Meeresmuseums Personal freizusetzen, betont Romy Kiebel – obwohl die Ausstellung in dieser Zeit geschlossen bleiben soll. Entstehen sollen dort dann zwei große Neubauten. Geplant ist ein riesiges Großfisch-Aquarium in Ringform. Die Besucher sollen per Fahrstuhl mitten durch das Aquarium, von Wasser umgeben, bis in den Keller abtauchen können.

Zum anderen ist auf dem Wirtschaftshof ein 360-Grad-3-D-Kino vorgesehen. Außerdem wird der Eingang mit einem neuen Foyer umgestaltet. Das Meeresmuseum soll den Charakter eines klassischen Naturkundemuseums erhalten. Der Umbau soll bis 2022 abgeschlossen sein. Für den Kutter „Adolf Reichwein“, der auf dem Hof des Meeresmuseums steht, könnten die Pläne wegen des Platzmangels das Aus bedeuten.

Benjamin Fischer

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