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Neue Schießanlage in Parow soll nun in einer Halle stehen

Parow Neue Schießanlage in Parow soll nun in einer Halle stehen

Elf Millionen Euro will die Bundeswehr investieren / Noch vor einem Jahr gab es in der Gemeinde großen Protest gegen die Erweiterung

Parow. . Stinksauer waren die Einwohner der Gemeinde Kramerhof, als vor einem Jahr rauskam, dass die Bundeswehr vor ihrer Tür eine neue, größere Schießanlage bauen will (die OZ berichtete). Alle Besorgten können jetzt aufatmen: An dem Neubau hält die Marine zwar fest – der soll aber in einer Halle stehen, so der Kommandeur der Marinetechnikschule, Kapitän zur See Michael Möding, kürzlich gegenüber der OZ. Elf Millionen Euro sollen investiert werden.

 

OZ-Bild

„Ich glaube nicht, dass der Protest der Bürger hier zum Umdenken geführt hat.“Christian Seide (61), Bürgermeister

„Sollte das so kommen, können wir erst einmal zufrieden sein. Unsere Einwohner wird das beruhigen. Sie hatten Angst wegen der enormen Lärmbelästigung. Wobei ich davon ausgehe, dass es trotzdem einen Außenbereich zum Schießen geben wird“, sagt Bürgermeister Christian Seide (parteilos) ganz nüchtern – von Erleichterung keine Spur. „Ich gehe nicht davon aus, dass der Protest der Bürger zu einem Umdenken geführt hat. Das wäre ja das erste Mal...“

In der Tat könnte die neue Soldaten-Arbeitszeitverordnung dahinter stecken. Finden nächtliche Schießübungen draußen statt, geht das nur im Dunkeln, sprich: Der Soldat macht Überstunden, die nicht mehr sein sollen. In einer Halle kann man auch tagsüber ein Nachtschießen simulieren.

Nach OZ-Informationen sollen zwei neue Bahnen für das Schießen mit dem Gewehr und zwei weitere für Pistolenschützen entstehen. In früheren Gesprächen war immer von einem Baubeginn 2020 die Rede. Und die Verantwortlichen betonten gegenüber der OZ auch immer, dass der Schießplatz nur der verbesserten Ausbildung der Rekruten in der Marinetechnikschule dient.

Genau das bezweifelt der Kramerhofer Bürgermeister. „Wir haben in den 90er-Jahren den Bau des neuen Schießplatzes begleitet. Wir haben Ja gesagt, denn natürlich müssen die Rekruten den Umgang mit der Waffe erlernen. Die Bundeswehr selbst wollte damals die Minimalvariante mit zwei Langwaffen-Bahnen und zwei Pistolenständen.“ Beide Seiten waren sich einig: So soll es bleiben, denn die Marine legte damals viel Wert auf Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Gemeinde hat all ihre Bebauungspläne, und davon gibt es in der Kommune vor den Toren der Hansestadt reichlich, auf diese Bedingungen abgestimmt.

„Jetzt ist immer wieder die Rede davon, dass hier die Schießübungen fürs ganze Land stattfinden sollen. Und das lehnen wir ab. Auch deshalb haben wir uns bei dieser Schießplatzdebatte so ins Zeug gelegt“, betont Christian Seide. Der 61-Jährige ärgert sich aber am meisten darüber, dass die Gemeinde im Gegensatz zu früher nicht in solche Planungen eingebunden wird. „Dass die Schießanalge nun in eine Halle kommt, wissen wir auch nur aus der Zeitung.“

Erfolg der Bürgerinitiative hin oder her. Fakt ist: Das Einlenken der Bundeswehr ist eine gute Nachricht für Parower, Prohner, Kedingshäger und auch Stralsunder. Sie werden vom Schießlärm weitestgehend verschont. Und negative Auswirkungen auf Bauprojekte in der Gemeinde Kramerhof gibt es auch nicht, denn der Ferienpark in Parow entwickelt sich gerade prächtig.

Ines Sommer

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