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Neues Gleis soll Seehafen mehr Umschlag bringen

Stralsund Neues Gleis soll Seehafen mehr Umschlag bringen

Bauarbeiten für den Bahnanschluss des Frankenhafens haben begonnen / Die Investition von 8,6 Millionen Euro weckt bereits das Interesse von Firmen aus der Logistikbranche

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Die „Norholm“ aus Norwegen wurde gestern im Nordhafen mit Schüttgut beladen. Der Nord- und der Südhafen bewältigen 70 Prozent des Umschlags mit Hilfe der Bahn. Nun soll auch der Frankenhafen hinter der Volkswerft einen Gleisanschluss erhalten.

Quelle: Jörg Mattern

Stralsund. Die Bauarbeiten für den Gleisanschluss des Frankenhafens südlich der Volkswerft haben am Montag begonnen. Verlegt werden im Bereich Franzenshöhe für 8,6 Millionen-Euro 2300 Meter Gleis und sechs Weichen. Für das zweite Quartal 2018 ist die Fertigstellung des Gleisanschlusses geplant. Für Sören Jurrat geht mit dem Baubeginn ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. „Mit dem Gleisanschluss schaffen wir die Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Seehafens“, sagt der Geschäftsführer. Tatsächlich hat sich das nach Wismar zweitgrößte Infrastrukturprojekt des Landes beim Hafenausbau inzwischen herumgesprochen. „Wir bekommen zunehmend Anfragen von Unternehmen der Logistikbranche, die vor allem daran interessiert sind, ihre Güter von der Bahn direkt aufs Schiff zu bekommen“, sagt Jurrat.

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Bauarbeiten für den Bahnanschluss des Frankenhafens haben begonnen / Die Investition von 8,6 Millionen Euro weckt bereits das Interesse von Firmen aus der Logistikbranche

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8,6 Millionen Euro sollen für den Gleisanschluss des Frankenhafens mit 2300 Meter Gleisen und Weichen investiert werden.

400 Meter lang ist die Kaikante im Abschnitt Frankenhafen. Schiffe, die hier anlegen, können derzeit nur mit Anlieferung durch Lkw beladen werden.

70 Prozent des Umschlags im Seehafen Stralsund wird mit der Bahn umweltfreundlich transportiert.

Derzeit können an der der 400 Meter langen Kaikante des Frankenhafens zwar drei Schiffe gleichzeitig festmachen, aber ihre Ladung nur von Lastkraftwagen beziehen bzw. auf Lkw löschen. Das führt dazu, dass derzeit nur 100 Schiffe pro Jahr diesen Teil des Seehafens nutzen.

Die anderen beiden Abschnitte – Nord- und Südhafen – sind ans Gleisnetz der Bahn angeschlossen. Hier werden 70 Prozent der Güter ökonomisch optimiert und umweltverträglich angeliefert und abgefahren.

Mit dem neuen Gleisanschluss kann der Seehafen auch im Frankenhafen seinen Kunden die so genannte Multimodalität anbieten. Jurrat versteht darunter die Verknüpfung der Transportmöglichkeiten von Schiff, Bahn und Lkw. Der Hafenchef sieht darüber hinaus weitere Vorteile. „Das neue Bahngleis dient nicht nur der besseren Auslastung des Hafenbereichs hinter der Volkswerft“, sagt er. Er verweist gleichzeitig darauf, dass auch das angrenzende, etwa 20 Hektar große, maritime Gewerbegebiet Franzenshöhe davon profitieren werde. Dessen Bau hatte einst etwa 20 Millionen Euro gekostet, die zu 90 Prozent von Land und EU gefördert wurden. Gerd Habedank, Geschäftsführer der Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft (LEG) stimmt dem Hafenchef zu. „Ein Bahnanschluss würde die noch nicht belegten sieben Hektar Gewerbeflächen für Investoren noch attraktiver machen“, hofft Habedank darauf, dass die erwünschten Effekte auch eintreten werden. Zuletzt hatte sich hier Anfang 2016 der österreichische Seilhersteller Teufelberger vom geplanten Bau einer Fabrik verabschiedet.

Sören Jurrat indes sieht den Seehafen als Logistik-Dienstleister mit dem neuen Gleis auf sicheren Weg in die Zukunft. „Das bestätigt uns auch die Seeverkehrsprognose des Bundes, die für unseren Hafen ein jährliches Wachstum von etwa 1,8 Prozent vorhersagt“, betont er. Auch das Land hat in dieser Frage umgedacht und den Stralsunder Universalhafen im Landesentwicklungskonzept weiter als „landesweit bedeutsam“ eingestuft.

Jörg Mattern

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