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Niepars und Altenpleen setzen in puncto Tourismus auf Reiter und Radler

Niepars und Altenpleen setzen in puncto Tourismus auf Reiter und Radler

Mit Maßnahmeplan liegt nun zweiter Teil des Tourismuskonzeptes für die Ämter Niepars und Altenpleen vor

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Der Reiterhof Groß Kordshagen bietet Kutschfahrten bis Endingen an.

Quelle: Fotos: Suse Retzlaff, Ines Engelbrecht, Ines Sommer

Niepars/Altenpleen Es ist vollbracht: Nach der Bestands- und Angebotsanalyse (die OZ berichtete am 26. März) liegt nun mit dem Maßnahmeplan der zweite Teil des Tourismuskonzeptes für die Amtsbereiche Niepars und Altenpleen vor. Dabei stellt das Planungsbüro Stadt, Land, Fluss aus Ravenhorst bei Rostock drei Handlungsfelder in den Mittelpunkt — die touristische Infrastruktur, die touristische Produktentwicklung und die touristische Organisationsstruktur.

OZ-Bild

Mit Maßnahmeplan liegt nun zweiter Teil des Tourismuskonzeptes für die Ämter Niepars und Altenpleen vor

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Bei der Produktentwicklung setzt das Konzept auf die Ideen aus dem ersten Teil mit den Überschriften: Auf erholsamen, bildenden, grünen, blumigen, abenteuerlichen, familiären , sportlichen und kulturellen Pfaden.

In Sachen Organisationsstruktur setzen die Planer auf die Einrichtung eines Regionalmanagers, vielleicht mit kleinem unternehmerischen Netzwerk oder Gründung eines Landschaftspflegeverbandes. Auch sollte die Kooperation innerhalb der Gemeinden, aber auch mit den Ämtern Barth und Franzburg-Richtenberg ausgebaut werden. Geraten wird auch zu einem gemeinsamen Internetauftritt, dabei sollte die Verbindung zu Fischland und Gesamt-Vorpommern berücksichtigt werden.

Kurzfristig sollten die Kommunen vorhandene Vermarktungsplattformen konsequent nutzen. Doch um künftig etwas zu entwickeln, müssten Entscheidungen getroffen werden. Probleme: Es gibt kein gemeinsames Zugpferd für beide Amtsbereiche, zudem sind die touristischen Angebote unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Macher des Konzeptes legen in puncto Vermarktung einen Zusammenschluss mit Franzburg und Barth nahe, weil vier Ämter das Ganze leichter finanzieren könnten. Die Forderung nach einem Regionalmanager wird immer lauter.

In puncto touristische Infrastruktur gilt nach Ansicht der Planer für alle 16 Gemeinden , dass dringend ein Beschilderungskonzept für Auto- und Radfahrer entlang der Landesstraßen 21 und 213 her muss — mit Naturbeobachtungsmöglichkeiten und deren Entfernungen sowie Parkmöglichkeiten. Die Unterstützung des Netzwerkes „Reiten & Meer“ ist ebenso wichtig wie die Ausschilderung einer Backsteinroute für Autofahrer. Hier einige Beispiele:

Altenpleen

Bau eines Radweges an der L213 von Buschenhagen über Günz bis Mohrdorf, Anbindung des ehemaligen Flugplatzes in Nisdorf ans Radwegenetz mit Errichtung eines Kranichbeobachtungsplatzes, Gestaltung und Information am Abzweig Ostseeküstenradweg zum Kranorama, Erweiterung Gutshaus Nisdorf um eine Radlerunterkunft und Servicestation für Radler, Einrichtung einer Kaffeerösterei auf dem Gutshof, Öffnung des Hafens Nisdorf als Wasserwanderrastplatz.

Groß Kordshagen

Bau eines Radweges an der L21 von Zipke über Flemendorf nach Groß Kordshagen in Richtung Neu Bartelshagen; Gestaltung und Information am Abzweig Ostseeradweg (Camping, Café, Reiterhof), Wiedereröffnung Campingplatz, direkte Verbindung von Groß Kordshagen nach Neu Bartelshagen.

Groß Mohrdorf

Bau eines Radweges von Günz über Mohrdorf, Hohendorf bis Prohn (Teilstück ist bereits in Planung), Routenoption schaffen vom Ostseeradweg nach Barhöft mit Aussichtsturm und Ausstellung, Hafen Kinnbackenhagen öffentlich zugänglich machen.

Jakobsdorf

Wanderweg einrichten von Berthke Richtung Westen bis zur Pilgerroute Jakobsweg, Nord-Süd-Verbindung für Radler ausweisen (entweder an der L21 oder über Barthe-Brücke), Aufnahme der Klosterruine Endingen in die Gartenroute MV, Anlage und Ausschilderung eines Wanderrundweges vom Kloster Endingen unter Einbindung des ehemaligen Franzosenfriedhofs und anderer Denkmale im Wald.

Klausdorf

Radweg Klausdorf — Barhöft, Etablierung von Ausflugsschifffahrt, Info-Tafel am Ortseingang Barhöft, Einbindung des Klausdorfer Gutsparks in die Gartenroute MV, Anlegen eines Kneipp-Pfades im Bodden, Sicherung der beiden Badestellen, Bereitstellung von Personal und Finanzen zur Sicherung des Vorpommernhuses als touristischer Anlauf- und Infopunkt, dort Ausstellungen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Gastronomie, Fortführung „Grüne Kliffkunst“, Ausbau der Kiesgrube als Erlebnisbereich.

Kramerhof

Anlage eines Badestrandes, eventuell in Verbindung mit KneippPfad, Wasserwanderrastplatz ausbauen, Ausflugsschifffahrt, Umsetzung Leader-Projekt Orangerie Parow, Einbindung Gutsensemble Parow in Gartenroute.

Kummerow

Sanierung Verbindung Wüstenhagen — Niepars als Ausweichstrecke, Recherchen zum ehemaligen Wohnstandort Kummerower Mühle zur möglichen Aufbereitung als Rast- und Informationsstation.

Lüssow

Vermarktung der Schau-Imkerei Langendorf, Einbindung des Wasserwerkes Lüssow in den Lehrpfad rund um den Borgwallsee, Unterstützung des Thai-Chi-Zentrums Klein Kordshagen, Ergänzung und Vermarktung regionaler Produkte in Zusammenarbeit mit dem Obstgut Lüssow.

Neu Bartelshagen

Radweg an der L21, gastronomische und sanitäre Einrichtungen am Ostseeradweg mit Badestelle, eventuell Radservicestation, Ausbau Hafen Zühlendorf für Wassersportler, Kneipp-Pfad, Öffnung Mehrzweckgebäude Buschenhagen und Erweiterung touristischer Angebote mit „meergLück“.

Niepars

Badeteich und Wellnessangebote im Naturcamp Duvendiek, Café in Niepars, Radlerunterkunft im Bahnhof Martensdorf, Gutsanlage Obermützkow aufwerten, Wege von Reiterhof Gränert und Reitverein Obermützkow zu umliegenden Reiterhöfen, Einbindung Niepars in „Offene Kirchen“, Schießanlage in Niepars zu Sport-Freizeit-Erlebnisbereich entwickeln, Umgestaltung der Flächen am südlichen Ortseingang mit Mehrgenerationen-Erlebnispark in Verbindung mit Erholungswald und Storchennest-Verein.

Pantelitz

Touristischer Ausbau Island-Pferdehof in Viersdorf, Reitwege zu umliegenden Reiterhöfen, Ausbau Weg Zimkendorf nach Gehag, Pütter Persönlichkeiten in Szene setzen.

Preetz

Wege von Krönnevitz nach Zansebuhr und Viersdorf als Wanderrundweg ausbauen, therapeutisches Reiten in Oldendorf einbinden, Radweg Krönnevitz — Oldendorf.

Prohn

Errichtung Ferienpark Kranichrast mit Hotel, Mehrzweckhalle, Fahrradverleih, einheitliche Ausschilderung von Prohn, Prohner Stausee, Bodden, Badestelle, Ostseeküstenweg, Hafen Klein Damitz, Gastronomie und Sanitär am Damitzer Hafen für Radwanderer, Anlage von Naturbeobachtungspunkten, Sportangebote mit Übernachtungsmöglichkeiten koppeln, Versuch, Gutshaus Sommerfeld zu erhalten und touristisch zu nutzen.

Steinhagen

Naturschutzhaus Fischerwiese in Negast bauen, Aussichtsplattform am Borgwallsee mit Tourismus-Information, Anlage Lehrpfad um den Borgwallsee, Einbindung der Erdholländermühle in Konzept, Caravanstellplatz Negast, Ausschilderung Jakobsweg für Pilger.

Wendorf

Findlingsgarten Zitterpenningshagen in Radrouten einbinden, Verbindung von Neu Lüdershagen nach Negast, touristische Einbindung Reiterhof Wendorf.

Zarrendorf

Vermarktung „Schlafen im Grünen“ und „Mit der Bahn in die Stadt“ ausbauen, Info- und Raststation im Bereich der Torfstiche mit Aufbereitung der Historie, Errichtung einer Badestelle nördlich der Waldstraße, auch als Station für Radfahrer und Pilger, Landgasthof durch Erlebnisspielplatz aufwerten.

Das Konzept kostet 40000 Euro, je 5000 geben die beiden Ämter, der Rest wird gefördert. Das Papier ist Voraussetzung, um überhaupt touristische Projekte gefördert zu bekommen.

Natürlich sind die genannten Maßnahmen erst durch die Gemeinden mit Leben zu erfüllen. Aber wie sieht man an der Basis die Vorschläge der Planer? „Ich bin enttäuscht, denn mit mir hat keiner dieser Planer gesprochen“, sagt Volkert Thomsen. Er betreibt in Groß Kordshagen einen Reiterhof. „Ich erlebe in den Ämtern Niepars und Altenpleen kaum Resonanz. Das läuft im Recknitz-Trebeltal ganz anders.

Da gibt es einen Hauptamtlichen dafür, der das alles koordiniert. Und das läuft“, sagt der Groß Kordshäger.

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Von Ines Sommer

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