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Parower Orangerie wird wieder aufgebaut

Parow Parower Orangerie wird wieder aufgebaut

1974 geschlossene Gärtnerei soll bald Café, Schau- und Nutzgarten sein / Bauherr ist Gemeinde Kramerhof

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Der Giebel der Gutsgärtnerei bleibt bei der Sanierung erhalten. Noch bis vor ein paar Wochen wohnte der Gemeindearbeiter in diesem Haus. Die Gärtnerei mit den nun abgerissenen Gewächshäusern wurde bis 1974 genutzt. Fotos (3): Ines Sommer

Parow. Frische Kräuter aus dem Gemüsegarten der Parower Orangerie – was bisher nur ein Traum war, könnte bald Wirklichkeit werden. Denn die Bauarbeiten in der alten Gutsgärtnerei hinterm Schloss haben begonnen. Dort, wo bis 1974 in zwei Gewächshäusern Gemüse produziert wurde, entsteht quasi eine neue Orangerie, die der Storchennest-Verein betreiben will. Für die Sanierung hat die Gemeinde Kramerhof den Hut auf. Rund 700000 Euro kostet das Projekt, das großzügig gefördert wird.

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1974 geschlossene Gärtnerei soll bald Café, Schau- und Nutzgarten sein / Bauherr ist Gemeinde Kramerhof

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Eine halbe Million fließt da als Zuschuss von der Europäischen Union aus dem Leadertopf zur Förderung der ländlichen Region. Das Gemeinschaftswerk von Kramerhof und Storchennest hatte es in der Leader-Aktionsgruppe immerhin auf Platz 1 der Prioritätenliste geschafft. 20 Maßnahmen sollen da in diesem Jahr gefördert werden, weitere folgen bis 2020. Bis dahin will Vorpommern-Rügen insgesamt acht Millionen Euro aus Brüssel an Land ziehen.

In Parow hat die Firma Trendbau aus Hohendorf inzwischen mit den Arbeiten begonnen. Das Gelände wurde beräumt, alle Scheiben kamen raus, Stahlkonstruktionen wurden abgebaut. „Wir haben im Inneren alles entkernt, alte Fußböden und Öfen mussten raus, Leichtbauwände wurden entfernt. Kann man etwas wieder verwenden, wurde es beiseite gelegt. Und natürlich mussten die denkmalgeschützten Giebel der alten Gutsgärtnerei gesichert werden, damit sie später in den Umbau integriert werden können“, erklärt Anke Ehrecke. Die Geschäftsführerin des Storchennest-Vereins führt gern über die jüngste Baustelle des Vereins. „Es ist ein tolles Projekt. Und wir sind so froh, dass wir mit der Gemeinde Kramerhof einen Bauherren haben, der Mut hat für Visionen. Denn wenn man nur an das Finanzielle denkt, dürfte man sowas nicht machen.“

Dabei war es anfangs gar nicht so leicht, die im Nachhinein entstandenen Anbauten vom ursprünglichen Gebäude zu trennen. Außerdem sind Wege und Terrasse zugewachsen. Zugewuchert ist auch das Außengelände mit rund 10000 Quadratmetern.

Das Haus der Gutsgärtnerei bleibt stehen. Hier soll nach der Sanierung ein Café zu finden sein. Und das erstreckt sich bis in einen seitlichen, neuen Bereich – genau dort, wo einst ein altes Gewächshaus stand. „Vor dem Haus soll es einen Schaugarten geben. Hier will unser Verein verschiedene Mitmachprojekte anbieten, für Jugendliche, aber auch generationsübergreifend“, betont Anke Ehrecke und bringt das Beispiel: „Wenn Oma ihrem Enkel zeigen möchte, wie man Kohlrabi anbaut und den auch erntet, kann sie bei uns ein Stück Garten bekommen.“ Es sei wichtig, dass das Wissen der Älteren nicht verloren geht. Hinterm Haus soll ein Nutzgarten mit Kräutern und Stauden wachsen. Hier soll alles frisch für den Café-Betrieb angebaut werden. „Und natürlich will auch die Minimanufaktur, die am Tag 500 Portionen Kita-Essen zubereitet, davon profitieren“, sagt Chefkoch Axel Gräf, der beim Rundgang über die Baustelle besonders von den alten Äpfel- und Birnbäumen angetan ist und gleich die nächste Mus-Kreation iom Kopf hat.

Eins ist Fakt: Auch im Kräuter- und Gemüsegarten sollen sich die Jugendlichen ausprobieren, allein produzieren und ihre Ernte vermarkten.

EU gibt halbe Million dazu

Gartenbau-Architektin Dr. Angela Pfennig wird zur Nutzung der künftigen Orangerie jetzt eine Studie erstellen, um so Ressourcen des Projektes aufzuzeigen.

695 000 Euro kostet die Sanierung der 1910 gebauten Gutsgärtnerei. 528000 Euro zieht die Gemeinde Kramerhof als Bauherr aus dem EU-Fördertopf an Land. Nutzer des Projektes „Urban Gardening“ ist der Storchennest-Verein aus Niepars.

Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und soll die Entwicklung ländlicher Wirtschaft fördern.

Ines Sommer

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