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Reiseriese steigt bei Stralsunder Fluggesellschaft Sundair ein

Stralsund Reiseriese steigt bei Stralsunder Fluggesellschaft Sundair ein

Die Schauinsland-Reisen GmbH übernimmt 50 Prozent der Firmenanteile von Sundair / Der Reiseveranstalter übernimmt den Vertrieb der Sitz-Kapazitäten

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Blick ins Cockpit eines Airbus. Mit insgesamt drei Flugzeugen dieses Herstellers will Sundair demnächst kräftig durchstarten.

Quelle: dpa

Stralsund. Sundair macht ernst! Die im Aufbau befindliche Fluggesellschaft aus Stralsund hat mit dem Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen einen finanzkräftigen Partner gewonnen. Schauinsland übernimmt nach Angaben beider Unternehmen 50 Prozent der Firmenanteile von Sundair. Deren Gründer Marcos Rossello spricht von einem „Paukenschlag für die Branche“.

OZ-Bild

Die Schauinsland-Reisen GmbH übernimmt 50 Prozent der Firmenanteile von Sundair / Der Reiseveranstalter übernimmt den Vertrieb der Sitz-Kapazitäten

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Schauinsland-Reisen ist mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro eines der größten und wichtigsten Reiseunternehmen in Deutschland und Europa. Im deutschen Markt belegt das Unternehmen mit Sitz in Duisburg Platz sieben. „Der Einstieg ins Fluggeschäft verschafft Schauinsland-Reisen mehr Flexibilität im Tagesgeschäft“, heißt es von dem Unternehmen. Beide Seiten sprechen von einer gleichberechtigten Partnerschaft. Wie viel sich Schauinsland den Einstieg kosten lässt, darüber vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Laut Marcos Rossello übernimmt Schauinsland den Vertrieb der Sitzplätze sowie von Zusatzangeboten wie Sperrgepäck oder ähnlichem in den Flugzeugen von Sundair. „Diese Arbeit macht eine Airline normalerweise selbst“, sagt Rossello. Konkret bedeutet das, dass Schauinsland die Sitzplatz-Kapazitäten von Sundair verkauft, entweder direkt an Kunden, die Pauschalreisen buchen, oder an andere Reiseveranstalter.

Schauinsland sichert sich im Gegenzug „einen direkten Einfluss auf Strecken und Verfügbarkeiten“, wie das Unternehmen mitteilt. Gemeinsam mit Sundair werde ein Flugplan erarbeitet. Geplant ist bislang, dass die drei Sundair-Maschinen von Frankfurt, Dresden und Berlin fliegen sollen. Ziele sind die klassischen Urlaubsregionen wie Spanien, Griechenland, Bulgarien, die Türkei und Ägypten.

Drei A320-Airbus-Maschinen mit jeweils 180 Plätzen will Sundair dafür leasen.

Der Aufbau der Sundair hat mit dem Einstieg des Reiseriesen einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Marcos Rossello und sein Team stellen derzeit die Unterlagen für das Luftfahrtbundesamt zusammen. Dort hat Rossello die Betriebsgenehmigung beantragt. Am 1. April soll die Airline starten. Bis zu 130 Mitarbeiter will Rossello bis dahin einstellen. Aktuell seien es bereits 20 Mitarbeiter, die die Unterlagen für das Luftfahrtbundesamt zusammenstellen. Im Oktober oder November beginne laut Rossello die heiße Phase. Dann werde es weitere Einstellungen geben. Das Flugpersonal werde dort leben, wo die Flieger stehen. In Stralsund soll die Firmenzentrale entstehen. Noch ist Marcos Rossello nach eigenen Angaben auf der Suche nach einem Grundstück für den Bau, der eine Nutzfläche von rund 700 Quadratmetern haben soll.

Insgesamt soll ein zweistelliger Millionenbetrag in die Fluggesellschaft investiert werden. Die geleasten Flugzeuge kosten pro Stück und Jahr rund drei Millionen Euro.

Im Februar hatte Marcos Rossello die Sundair GmbH gegründet, einen Monat später die Betriebsgenehmigung beantragt. Entstehen soll nach eigenen Angaben eine „unabhängige, mittelständische Fluggesellschaft für den deutschen und EU-Markt im Ferienflugverkehr, im ethnischen Verkehr, im Sonder-Charterverkehr sowie als Subcharter-/ACMI-Anbieter“.

Reisen seit fast 100 Jahren

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen GmbH wurde 1918 als Transportunternehmen von Erich Kassner, dem Großvater des heutigen Geschäftsführers Gerald Kassner, gegründet. 1959 eröffneten die Eltern von Gerald Kassner das erste Reisebüro in Duisburg-Marxloh.

Im Unternehmen arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014/15 reisten 1,37 Millionen Menschen mit Schauinsland-Reisen, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz knackte im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals die Milliarden-Grenze. 1,1 Milliarden Euro waren es.

Robert Niemeyer

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