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Stralsund Stralsunder Fischfabrik wagt Neustart

Schwaaner Fischwaren GmbH hat Standort übernommen / Produkte sollen ostdeutschen Markt erobern

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Ein Mitarbeiter rollt eine Palette, auf der Eimer mit Heringsfilet nach Matjesart stehen, in Folie ein. Die Fabrik im Stralsunder Carl-Heydemann-Ring beliefert damit Großkunden.

Quelle: Fotos: Alexander Müller

Stralsund. Zwei Jahre nach der Insolvenz nimmt die Produktion in der Fischfabrik im Stralsunder Carl-Heydemann-Ring wieder Fahrt auf. Die Schwaaner Fischwaren GmbH, die den Standort nach der Pleite der Fischereigenossenschaft „Strelasund“ übernommen hat, will mit Fischprodukten aus der Hansestadt den ostdeutschen Markt erobern. Dazu zählen Heringsfilet nach Matjesart, Rollmops und Bismarckhering sowie Bratfischmarinaden. Außerdem wird im Frühjahr Hering von regionalen Fischern eingekauft, weiterverarbeitet und küchenfertig an Großkunden geliefert.

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Schwaaner Fischwaren GmbH hat Standort übernommen / Produkte sollen ostdeutschen Markt erobern

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Fischfabriken erwirtschaften Millionenumsatz

40 Millionen so genannte Verpackungseinheiten mit Fischprodukten produziert die Schwaaner Fischwaren GmbH gemeinsam mit dem Standort Stralsund im Jahr. Das Unternehmen erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz in Höhe von 30 Millionen Euro. In Schwaan beschäftigt die Firma 150 Mitarbeiter.

„Wir sind in Gesprächen mit den Zentralen von Großverbrauchermärkten, mit dem Ziel, den Osten flächendeckend zu beliefern“, sagte Geschäftsführer Ralf Böschen bei einem Unternehmensbesuch von Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU). Zielgruppe seien Abnehmer, die große Mengen an Fischprodukten benötigen, beispielsweise aus der Gastronomie. „Fisch funktioniert vor allem im Osten“, sagte Ralf Böschen. Hier gebe es eine ausgeprägtere Tradition für Fischgerichte als in Westdeutschland.

Die Fischereigenossenschaft „Strelasund“ musste 2014 Insolvenz anmelden, nachdem der wichtigste Auftraggeber abgesprungen war. Die Fischwaren GmbH aus Schwaan bei Rostock pflegte damals schon Geschäftsbeziehungen nach Stralsund. Nach der Pleite pachtete sie die Fabrik zunächst und übernahm sie später ganz. Mit 21 Mitarbeitern konnte fast die gesamte Belegschaft übernommen werden.

Seitdem hat das Unternehmen nach Angaben der Geschäftsleitung einen sechsstelligen Betrag in den Standort investiert. „Wir haben Technik und Anlagen auf den neuesten Stand gebracht, um die nötigen Zertifikate zu bekommen, die wir für unsere Geschäfte brauchen“, sagte Ralf Böschen. Mit der Expansion will das Unternehmen aus Schwaan seine Produktpalette erweitern. In der Stammfabrik werden Fischkonserven hergestellt, die dann zum Großteil mit den Etiketts der Eigenmarken großer Supermarktketten bedruckt werden. „Damit wird ein anderes Marktsegment bedient als mit den Produkten aus Stralsund“, sagt Ralf Böschen. Er betont, dass die in der Region bekannte Marke „Strelasund“ weiterhin erhalten bleiben soll.

Insbesondere die Hygiene-Standards wurden in Stralsund verbessert. Bevor ein Mitarbeiter seinen Dienst antritt, muss er durch eine Hygieneschleuse. Erst wenn das Gerät Schuhe und Hände gereinigt hat, gibt ein Drehkreuz den Weg frei. Dahinter befinden sich verschachtelte Hallen, bestückt mit komplexen Maschinen. Die größte davon ist die Bratstraße zur Herstellung von Bratfisch in Gläsern. Auf einer Länge von 40 Metern wird die Rohware vollautomatisch gesalzen, paniert, gebraten, abgekühlt, in Gläser abgefüllt, mit Soße versehen, verschlossen, pasteurisiert, etikettiert und auf Paletten verpackt. 200 Kilogramm pro Stunde schafft die Maschine. Doch noch immer gibt es Arbeiten, die per Hand gemacht werden müssen. Ralf Böschen: „Es gibt keine Maschine, die einen Rollmops wickeln kann.“

Alexander Müller

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