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Stralsunder Händler führen Gebühren für Plastiktüten ein

Stralsund Stralsunder Händler führen Gebühren für Plastiktüten ein

Kaufhäuser wie C&A, Media Markt und das Modehaus Jesske geben Tüten nicht mehr gratis raus / Ziel ist Schonung der Umwelt / Auch Einzelhändler wollen Kunden sensibilisieren

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Jasmin Orzewski (17) geht mit einer Plastiktüte shoppen. Viele Händler in Stralsund nehmen für so einen Beutel jetzt eine Gebühr.

Quelle: Moritz Werthschulte

Stralsund. Schluss mit Plastik: Viele Geschäfte in der Hansestadt Stralsund versuchen der Umwelt zuliebe die Abgabe von Plastiktüten zu reduzieren. Einige große Kaufhäuser der Stadt haben sich der Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) angeschlossen, wonach ab dem 1. April Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr abgegeben werden. Dazu zählen beispielsweise C&A, Media Markt und das Modehaus Jesske.

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Kaufhäuser wie C&A, Media Markt und das Modehaus Jesske geben Tüten nicht mehr gratis raus / Ziel ist Schonung der Umwelt / Auch Einzelhändler wollen Kunden sensibilisieren

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Weniger Tüten in der EU

71 Tüten je Einwohner und Jahr werden derzeit in Deutschland verbraucht. Nach den Vorgaben einer EU-Richtlinie muss der Pro-Kopf-Verbrauch in den Mitgliedstaaten bis 2019 auf 90 Tüten und bis 2025 auf 40 reduziert werden.

In letzterem kostet ein Kunststoffbeutel nun 20 Cent. Geschäftsführer Robert Jesske schätzt, dass seit der Umstellung etwa 25 Prozent weniger Tüten verbraucht werden. Genau lasse sich der Erfolg der Aktion aber erst nach einem Jahr messen. „Die landläufige Meinung ist: Alles was nichts kostet, ist auch nichts wert. Nun überlegen sich die Kunden, ob sie die Tüte wirklich brauchen“, sagt Jesske.

In zwei Jahren, so lautet das Ziel der HDE-Vereinbarung, sollen mindestens 80 Prozent der in Deutschland verwendeten Plastiktüten kostenpflichtig sein. Mithilfe so einer freiwilligen Lösung soll auch einem möglichen Verbot zuvorgekommen werden. „Ich hoffe, dass es keine gesetzliche Regelung gibt. Das würde nur noch mehr Bürokratie bringen“, sagt Robert Jesske.

Nicht nur die großen Kaufhäuser gehen das Tütenproblem an, sondern auch kleinere Einzelhändler. Martina Kachur betreibt mit ihrer Schwester das Spielwarengeschäft „Holztätzchen“ in der Altstadt und würde es gut finden, wenn Plastiktüten komplett abgeschafft werden würden. Sie hat zwar kostenlose Kunststoffbeutel in ihrem Laden, versucht aber Kunden anzuregen, die gekauften Waren in den eigenen Taschen zu verstauen. „Auch privat habe ich immer ein paar Tragetaschen dabei“, sagt sie.

Im Geschäft „re:MODE“, das sich auf Designermode aus zweiter Hand spezialisiert hat, bekommen Kunden nur wenn es regnet eine Plastiktüte. Diese sind genau wie die Kleidung bereits gebraucht. Sie wurden mit den Textilien gemeinsam gekauft. Bei gutem Wetter gibt die Inhaberin Adriana Arlena Duhnke nur recycelte Papiertüten raus. Ihre Kundschaft finde das gut.

Die Geschäftsführerin des Buchhandels Hugendubel, Kerstin Schult, kündigt an, dass Tüten ab Juni auch bei ihr etwas kosten werden. Bereits jetzt frage man die Kunden, ob eine Plastiktüte überhaupt nötig ist. Papierbeutel sind für sie allerdings auch keine Lösung. Ihrer Meinung nach sind diese ebenfalls umweltunfreundlich und teuer in der Produktion. Zudem sind sie nicht wasserfest und könnten bei schweren Büchern reißen.

Kerstin Schult hat festgestellt, dass Kunden, die zuvor im Ozeaneum waren, bewusster mit Plastikmüll umgehen. Das Meeresmuseum hatte 2014 mit der Ausstellungsreihe „Kein Plastik im Meer“ auf die Gefahren für die Artenvielfalt aufmerksam gemacht.

Von Isabelle Bendig und Alexander Müller

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