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Stralsund Straßenbausand aus dem Hafen gebaggert
Vorpommern Stralsund Straßenbausand aus dem Hafen gebaggert
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00:00 04.04.2014

Gefahr gebannt: Im Sassnitzer Stadthafen laufen selbst die kleinsten Fischer- und Anglerboote nicht mehr Gefahr, auf eine Sandbank aufzulaufen. Der Sand ist verschwunden, gestern wurde der Stadthafen ausgebaggert.

„Stopp!“, ruft Michael Siewert. Der Bauleiter der auf Erd-, Abbruch- und Arbeiten zur Gewässerunterhaltung spezialisierten Firma SAW aus Sagard fuchtelt am Vormittag mit den Armen und bremst Maik Dahms. Der im Akkord an der Stirnseite des ersten Hafenbeckens agierende Baggerfahrer legt eine Pause ein. Gezwungenermaßen. In der gerade aus dem Wasser aufgetauchten Schaufel hat Siewert ein Verkehrsschild entdeckt. „Mit so was haben wir nicht gerechnet. Das muss alles fein säuberlich getrennt werden“, sagt er.

Die auftauchenden „Fundsachen“ — neben Verkehrsschildern werden Plastekisten, Eisenstangen, Bauschutt und anderer versenkter Müll zu Tage befördert — lassen auch Dietmar Blum, der beim Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) arbeitet, die Stirn runzeln. „Wir haben den Auftrag zum Ausbaggern ausgelöst“, sagt er. Genau an der Stirnseite des Hafenbeckens, an dessen linker Seite das Molenfußgebäude steht, münden die Rohre von zwei Regenwassereinläufen in den Hafen, erläutert er. Für die sei der ZWAR verantwortlich. Über diese beiden Kanäle werde das Regenwasser aus der Stadt ab- und in den Hafen eingeleitet. „Da ist in den vergangenen Monaten aber nicht nur Wasser, sondern auch jede Menge Sand rausgekommen“, sagt Blum. „Straßenbausand.“ Nach dem Ausbau der Hafenstraße und der Serpentine zum Hafen sei der überschüssige und beim Verlegen des Straßenpflasters verwendete Sand bei Regen mit in den Hafen gespült worden. Das Ergebnis: Die Boote, die an der Stirnseite des Hafenbeckens fest gemacht sind, hatten tatsächlich nur noch die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel. „Deshalb wird etwa einen Meter tief ausgebaggert“, sagt der ZWAR-Mitarbeiter.

Das Baggergut landet auf einem 40-Tonner. Zehn Fuhren werden es bestimmt, kalkulierte Michael Siewert gestern Vormittag. Der abtransportierte Aushub werde gesondert gelagert, dann sortiert und gesäubert, beschreibt der SAW- Bauleiter die weiteren Arbeitsschritte.

Das Ausbaggern ist für Sassnitz‘ Wirtschaftsförderer Uwe Dalski im Vergleich zu den Großvorhaben nur eine Schönheitskorrektur. Die Stadt investiere Millionen, betont der Amtsleiter. Und nennt als Beispiel den Wasserwander-Rastplatz. An den Schwimmstegen, die 100 Liegeplätze bieten, können Freizeitkapitäne ihre Leinen schon überwerfen. „Die zum Vorhaben gehörende Rekonstruktion der Brücke 3 im Stadthafen wird im Juni abgeschlossen“, kündigt er an. An der 95 Meter langen Brücke sollen in Zukunft vor allem Großsegler auf beiden Seiten festmachen können. In den neuen maritimen Anleger investiert die Stadt insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Sogar 1,1 Millionen Euro mehr wird das neue Parkhaus kosten, das vis-a-vis der Fischhalle im Stadthafen gebaut und sogar noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Auf dem Areal wird — wie gestern im Hafenbecken — auch schon im Akkord gebaggert.

Genossenschaftsplatz

2,30 Meter tief ist das Hafenbecken maximal an der Stelle, wo
gestern ausgebaggert werden musste.

Die Kaikante vis-á-vis der Hafenstraßen-
Zufahrt war einst Stammplatz der Boote und Kutter der ehemaligen Fischerei-
produktionsgenossenschaft (FPG).



Udo Burwitz

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